Stagnation (Wirtschaft)

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In der Wirtschaft bezeichnet Stagnation einen Zustand, in dem die wirtschaftliche Entwicklung stillsteht. Messgröße hierfür ist entweder das Bruttoinlandsprodukt (Inlandskonzept) oder das Bruttonationaleinkommen (Inländerkonzept). Allerdings wird auch bei anderen (v. a. makroökonomischen) Größen von Stagnation gesprochen, falls diese kein Wachstum erfahren, so z. B. der Inlandskonsum, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage oder die Investitionsnachfrage.[1]

Bei einer länger anhaltenden Stagnation makroökonomischer Variablen spricht man von einer Stagnationskrise.

Tritt Stagnation zusammen mit Inflation auf, wird auch von Stagflation gesprochen.

Der keynesianische US-Wirtschaftswissenschaftler Alvin Hansen prägte in den späten 30er Jahren den Begriff der „säkularen Stagnation“. Die These einer „säkularen Stagnation“ wird inzwischen wieder aufgegriffen[2] und von Ökonomen wie Lawrence Summers oder Paul Krugman vertreten.[3][4][5] Die säkulare Stagnation wird auch im Zusammenhang der Niedrigzinsphase (Nullzinspolitik, Negativzins) erörtert.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.goruma.de/Service/Glossaroekonomie/Rezession_Stagnation_und_Depression.html
  2. z. B. Hans-Werner Sinn: Forget Inflation.@project-syndicate.org, vom 26. Februar 2009, abgerufen 14. Dezember 2014
  3. Patrick Welter: „Unbegründete Angst vor Stagnation“, faz.net, 9. Januar 2014
  4. Hans-Werner Sinn: Brief an Carl Christian von Weizsäcker „Brief von Professor Hans-Werner Sinn an Professor Carl-Christian von Weizsäcker als Reaktion auf die aktuelle Diskussion über die säkulare Stagnation“ (PDF), München, 11. Januar 2014
  5. Gauti Eggertson, Lawrence Summers „Secular stagnation in the open economies: How it spreads, how it can be cured“ 22. Juli 2016
  6. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, 30. Januar 2017: „The Natural Rate of Interest and Secular Stagnation“