Stahlberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Stahlberg
Stahlberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Stahlberg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 40′ N, 7° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Nordpfälzer Land
Höhe: 403 m ü. NHN
Fläche: 2,59 km2
Einwohner: 172 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67808
Vorwahl: 06361
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 073
Adresse der Verbandsverwaltung: Bezirksamtsstraße 7
67806 Rockenhausen
Website: www.rockenhausen.de
Ortsbürgermeister: Bernd Wirth
Lage der Ortsgemeinde Stahlberg im Donnersbergkreis
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Über dieses Bild

Die Ortsgemeinde Stahlberg liegt im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land an, innerhalb derer sie gemessen an der Fläche die viertkleinste und gemessen an der Einwohnerzahl die achtkleinste Ortsgemeinde darstellt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland nordwestlich des Donnersbergs zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach. 73 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Der 488,6 Meter hohe namensgebende Berg befindet sich im südlichen Gemeindegebiet an der Gemarkungsgrenze zu Katzenbach. Zur Gemeinde gehört zusätzlich der Wohnplatz Forsthaus Stahlberg.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Bayerfeld-Steckweiler, Dielkirchen, Katzenbach, Ransweiler und Schiersfeld.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet kommt der Moschellandsbergit vor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1782 bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Stahlberg zum vorderösterreichischen Oberamt Winnweiler.

Nach der Französischen Revolution, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war die Gemeinde in den Kanton Rockenhausen und in das Département Donnersberg eingegliedert. Infolge des Wiener Kongresses gehörte der Ort 1815 zunächst erneut zu Österreich. Ein Jahr später wurde er Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 war Stahlberg Bestandteil des Landkommissariat Kirchheim, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Stahlberg Teil der französischen Besatzungszone und wurde in das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte die Gemeinde in den neu geschaffenen Donnersbergkreis. 1972 wurde sie der neu gebildeten Verbandsgemeinde Rockenhausen zugeschlagen. Seit 2020 ist Stahlberg Bestandteil der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Stahlberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Bernd Wirth. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 53,54 % gewählt und setzte sich dabei mit sieben Stimmen Vorsprung gegen den bisherigen Amtsinhaber Karlheinz Fisch durch.[4][5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Stahlberg
Blasonierung: „In Silber drei natürliche grüne Bergspitzen; rechts überhöht von einem schwebenden blauen Elementsymbol für Quecksilber, links überhöht von schwebenden gekreuzten schwarzen Schlägel und Eisen.“

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalgeschützter Glockenturm

Vor Ort existieren zwei Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter der Langenstein.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1390 schürfte der Graf von Veldenz bereits am Stahlberg nach Silber, das bereits seit Ende des vorigen Jahrhunderts dort abgebaut wurde. Die Gruben erstreckten sich über das gesamte Gemeindegebiet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesstraße 385 streift den äußersten Norden der Gemeindegemarkung. Die von dieser abzweigende Kreisstraße 14 bindet das Siedlungsgebiet an das Straßennetz an. Östlich von Stahlberg verläuft die Bundesstraße 48. Über die A 63 im Südosten besteht Anschluss an den Fernverkehr.

Der Nahverkehr war ab 2000 im Westpfalz-Verkehrsverbund (WVV) organisiert, der seit Sommer 2006 vollständig in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert ist. In Rockenhausen befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn. Zu diesem führt von Stahlberg aus die von Behles Bus betriebene Buslinie 913, die in nördlicher Richtung bis nach Schiersfeld verläuft.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Stahlberg verlaufen der Pfälzer Höhenweg und der mit einem weißen Kreuz markierte Fernwanderweg Nahegau-Wasgau-Vogesen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Gottfried Steinhäuser (1768–1825), Physiker, Mathematiker, Montanist und Jurist, besuchte gegen Ende des 18. Jahrhunderts die örtlichen Quecksilbergruben

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stahlberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2020[Version 2021 liegt vor.]. S. 139 (PDF; 1 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Stahlberg. Abgerufen am 25. August 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 25. August 2019 (siehe Nordpfälzer Land, Verbandsgemeinde, 28. Ergebniszeile).
  5. Stahlberg jetzt mit Frauen-Power. In: Die Rheinpfalz. 2. August 2019, abgerufen am 25. August 2019.