Stallehr

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Stallehr
Wappen von Stallehr
Stallehr (Österreich)
Stallehr
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz
Kfz-Kennzeichen: BZ
Fläche: 1,64 km²
Koordinaten: 47° 7′ N, 9° 50′ OKoordinaten: 47° 7′ 0″ N, 9° 50′ 0″ O
Höhe: 600 m ü. A.
Einwohner: 299 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 182 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6700
Vorwahl: 05552
Gemeindekennziffer: 8 01 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 19
6700 Stallehr
Website: www.stallehr.at
Politik
Bürgermeister: Matthias Luger
Gemeindevertretung: (2015)
(9 Mitglieder)
9 Liste „Für Stallehr“
Lage der Gemeinde Stallehr im Bezirk Bludenz
Bartholomäberg Blons Bludenz Bludesch Brand Bürs Bürserberg Dalaas Fontanella Gaschurn Innerbraz Klösterle Lech Lorüns Ludesch Nenzing Nüziders Raggal Sankt Anton im Montafon Sankt Gallenkirch Sankt Gerold Schruns Silbertal Sonntag Stallehr Thüringen Thüringerberg Tschagguns Vandans VorarlbergLage der Gemeinde Stallehr im Bezirk Bludenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt in der Gemeinde Stallehr, Vorarlberg. Rechts vor dem Gemeindeamt ein Steinbrunnen und daneben die Wallfahrtskirche.
Gemeindeamt in der Gemeinde Stallehr, Vorarlberg. Rechts vor dem Gemeindeamt ein Steinbrunnen und daneben die Wallfahrtskirche.
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stallehr ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 299 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stallehr liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz auf 600 Metern Höhe. Es liegt am Ausgang des Klostertales am nordöstlichsten Fuße des Davennakopfes. Nachbargemeinden sind Bludenz und Lorüns. Geografisch gehört die Gemeinde Stallehr nicht zum Montafon, da sie nicht im Tal der Ill, sondern im Tal der Alfenz und somit im Klostertal liegt. Historisch finden sich aber zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Gemeinden des Montafons, wie etwa die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Stand Montafon.

79,0 % der Fläche sind bewaldet. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Stallehr.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Besiedlung dürfte bereits in römischer, vielleicht sogar schon in vorrömischer Zeit von Bludenz als dem Hauptort des Walgaus aus, vor sich gegangen sein.

Zwischen 1531 und 1612 wurde der Ort wiederholt von der Pest heimgesucht.[1] 1640 wurde die Kirche in Stallehr geweiht.

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 kam das Gebiet unter bayrischer Herrschaft, dann wieder zu Österreich.

Stallehr gehört seit Mitte des 16. Jahrhunderts zum Montafon. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Stallehr seit der Gründung 1861.

Im Jahre 1939 wurde Stallehr nach Bludenz eingemeindet, was bis zur am 8. Dezember 1946 erfolgten Wahl bestand, bei welcher sich die Stallehrer mit überwiegender Mehrheit auf Trennung von Bludenz entschieden. Mit Beginn des Jahres 1947 wurde Stallehr zu einer selbständigen Gemeinde erklärt.

Stallehr war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Stallehr“ leitet sich vom lateinischen „stabularia“ – also Stallungen ab.[2] Der Name scheint urkundlich erstmals 1355, in der Folge 1394 als Stallär, 1497 Stallör, 1531 und 1571 Stallara, 1646 Stallehrs, 1792 Stallühr und 1802 als Stallehr auf. Seit dem Jahr 1802 führt der Ort den Namen unverändert fort.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 9 Mitgliedern, die nach der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2015 alle der Einheits-Liste „Für Stallehr“ entstammen. Matthias Luger wurde bei seinem erstmaligen Antritt als Bürgermeister in der Direktwahl 2015 mit 82,89 % der Stimmen gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Das Wappen ist in Schwarz und Silber geteilt. Oben ein gekreuztes Bergwerkszeichen (Schlägel und Eisen) und unten drei Ringe, 2:1, in verwechselten Farben.

Symbolik: Die drei Ringe sind dem Wappen des Geschlechts der Rüdiger (mittelalterliches Rittergeschlecht) entnommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche Mariä Geburt
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stallehr

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gab es im Jahr 2003 109 lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige. Arbeitsplätze bieten die Firma Getränke Ganahl-Arlberg Limonaden, das Brech- und Siebwerk Lorüns und das Unternehmen Transbeton. Am Ortseingang befindet sich das alteingesessene Gasthaus Alfenz.

Für die dörfliche Infrastruktur steht der Davennasaal als Veranstaltungssaal für Kulturveranstaltungen und Zusammenkünfte aller Art zur Verfügung. Untergebracht im Davennasaal sind weiters ein kleiner Lebensmittelladen für die Nahversorgung, ein Jugendraum, ein Probelokal für die Harmoniemusik, Räumlichkeiten für die Betreuung von Senioren, ein Proberaum für den Chor Sunshine sowie weitere Räumlichkeiten zur öffentlichen Nutzung. Die Gemeinde Stallehr ist eingebunden in das Öffentliche Nahverkehrsnetz mit einer Bushaltestelle am Ortseingang. Für Freizeitaktivitäten laden ein Kleinfeld-Sportplatz, ein Radweg, Wanderwege sowie im Winter ein Langlaufloipe ein.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schul- und Kindergartenwesen ist in einem eigenen Schul- und Kindergartensprengel gemeinsam mit der Parzelle Bings (Stadtteil von Bludenz) organisiert. Standort von Schule und Kindergarten befinden sich in Bings (ca. 1 km von Stallehr).

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinigte Harmoniemusik Stallehr-Bings-Radin, Funkenzunft Bings-Stallehr-Radin, Singgemeinschaft Bings Stallehr-Radin, Kameradschaftsbund Bings- Stallehr, Verein für Stallehr, Chörle Sunshine & Jugendclub U99

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stallehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte Stallehr – Seuchen
  2. Herleitung laut Bergmann, Flür, Hopfner u.a.