Standard Lüttich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Standard Lüttich
Vereinslogo
Basisdaten
Name Royal Standard Club de Liège
Sitz Lüttich, Belgien
Gründung 1898
Farben rot-weiß
Präsident BelgienBelgien Bruno Venanzi
Website www.standard.be
Erste Mannschaft
Trainer PortugalPortugal Ricardo Sá Pinto
Stadion Maurice-Dufrasne-Stadion
Plätze 27.670[1]
Liga Jupiler Pro League
2016/17 9. Platz
Heim
Auswärts
Banner der Fankurve von Standard de Liège vor einem Wallonischen Derby gegen Sporting Charleroi (0:0) am 10. September 2017: „Sclessin“ beschreibt den inoffiziellen Namen des Stadions (nach dem gleich- namigen Viertel) und die Worte „Notre Paradis - Votre Enfer“ bedeuten „Unser Paradies - Eure Hölle“.

Standard Lüttich, offizieller Name Royal Standard Club de Liège, ist einer der erfolgreichsten Fußballvereine Belgiens und in Lüttich beheimatet. Er spielt in der ersten belgischen Liga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Royal Standard Club de Liège wurde 1898 von Schülern als Standard Football Club gegründet. 1923 ergänzte er den Vereinsnamen mit dem verliehenen königlichen Prädikat. Der Vereinsname wurde ursprünglich durch Standard de Paris, einen weiland populären französischen Klub inspiriert. 1996 schloss sich der vormalige Erstligist RFC Seraing dem Verein an.

Standard Lüttich, der Zweite in der ewigen Ligatabelle Belgiens, wurde bislang zehnmal belgischer Meister und gewann sechsmal den belgischen Pokal. Entsprechend hatte der Verein auch international viele Auftritte. Dabei drang er 1982 im Europapokal der Pokalsieger bis ins Finale vor, unterlag dort aber nach einer frühen 1:0-Führung im Camp Nou Stadion von Barcelona knapp dem FC Barcelona mit 1:2. Der frühere Mönchengladbacher und Fußballer des Jahres von Europa Allan Simonsen erzielte dabei einen der Treffer für die Katalanen.

Am 20. April 2008 konnte sich das Team erstmals seit 1983 im vorentscheidenden Heimspiel durch ein 2:0 gegen den RSC Anderlecht die belgische Meisterschaft sichern. Nach Saisonende verlängerte Meistertrainer Michel Preud’homme seinen auslaufenden Vertrag nicht und wechselte zum KAA Gent. Bei der Entscheidung Preud'hommes gegen ein weiteres Engagement in Lüttich war die Laufzeit seines neuen Vertrages der Knackpunkt. Während der Trainer einen Zweijahresvertrag favorisierte, wollte der Verein lieber einen Einjahreskontrakt abschließen. Vom Juni 2008 bis Februar 2010 wurde die Mannschaft vom ehemaligen rumänischen Nationalspieler László Bölöni trainiert.

In der Saison 2008/09 konnte Standard den Titel nach zwei Entscheidungsspielen gegen den RSC Anderlecht verteidigen. Die Entscheidungsspiele waren notwendig geworden, nachdem beide Klubs die Saison mit jeweils 77 Punkten und 24 Siegen abgeschlossen hatten. Die Tordifferenz spielt in Belgien keine Rolle.

Nach einem 1:1 im Hinspiel siegte Standard gegen den Rekordchampion im Rückspiel in Lüttich mit 1:0. Es war der zehnte Titelgewinn von Lüttich.

Am 10. Februar 2010 wurde der Vertrag mit Bölöni aufgelöst und der technische Direktor Dominique D'Onofrio übernahm das Training der Mannschaft bis zum Saisonende.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick des Stadions gesehen vom Hafen Port d'Ougrée am rechten Ufer der Maas

Der Verein trägt seine Heimspiele im drittgrößten Stadion Belgiens, dem 1984 erbauten Maurice-Dufrasne-Stadion, inoffiziell Stade Sclessin genannt, aus. Das Stadion hat eine Kapazität von rund 30.000 Zuschauern.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler der Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torhüter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abwehrspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelfeldspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stürmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Name Spiele
1 LuxemburgLuxemburg Guy Hellers 474
2 BelgienBelgien Gilbert Bodart 469
3 BelgienBelgien Guy Vandersmissen 465
4 BelgienBelgien Léon Semmeling 449

Die meisten Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Name Tore
1 BelgienBelgien Jean Capelle 245 (285)
2 BelgienBelgien Roger Claessen 161 (229)
3 BelgienBelgien Maurice Gillis 124 (275)

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stand: 10. Oktober 2017[2]
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 BelgienBelgien Jean-François Gillet 31.05.1979 2016 -
08 MexikoMexiko Guillermo Ochoa 13.07.1985 2017 2019
16 BelgienBelgien Arnaud Bodart 11.03.1998 2016 2020
Abwehr
02 HaitiHaiti Réginal Goreux 31.12.1987 2015 2018
04 BelgienBelgien Dimitri Lavalée 13.01.1997 2015 2020
13 DanemarkDänemark Alexander Scholz 24.10.1992 2015 2019
15 BelgienBelgien Sébastien Pocognoli (C)Kapitän der Mannschaft 01.08.1987 2017 2020
21 KamerunKamerun Collins Fai 13.08.1992 2016 2020
23 UkraineUkraine Waleri Luschkewytsch 11.01.1996 2017 2020
24 BelgienBelgien Corentin Fiore 24.03.1995 2013 2018
26 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Christian Luyindama 08.01.1994 2017 2021
27 SerbienSerbien Filip Mladenović 15.08.1991 2017 2021
29 BelgienBelgien Luis Pedro Cavanda 02.01.1991 2017 2018
34 Zypern RepublikZypern Konstantínos Laïfis 19.05.1993 2016 2018
Mittelfeld
05 NigeriaNigeria Uche Agbo 04.12.1995 2017 2021
10 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Dieumerci Ndongala 14.06.1991 2017 2020
14 BelgienBelgien Jerome Déom 19.04.1999 2017 2018
18 RumänienRumänien Răzvan Marin 23.05.1996 2017 2021
19 MaliMali Moussa Djenepo 15.06.1998 2017 2021
20 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Merveille Bokadi 21.05.1992 2017 2021
22 BrasilienBrasilien Edmílson Junior 19.08.1994 2016 2019
25 BrasilienBrasilien Carlinhos 22.06.1994 2017 2021
40 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Paul-José Mpoku 19.04.1992 2017 2021
Sturm
07 KroatienKroatien Duje Čop 01.02.1990 2017 2021
09 BelgienBelgien Renaud Emond 05.12.1991 2015 2020
70 PortugalPortugal Orlando Sá 26.05.1988 2016 2021

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung spielt seit der Saison 2012/2013 in der BeNe League Red und wurde seit ihrer Gründung 1975, 14-mal Meister in der Eerste Klasse. Daneben konnte man auch fünfmal den belgischen Super Cup, sowie zweimal den BeNe Super Cup gewinnen.[3] Zu den Leistungsträgern gehören seit Jahren die belgischen Nationalspielerinnen Kelly Ickmans, Maud Coutereels, Julie Biesmans, Audrey Demoustier, Cécile De Gernier, Aline Zeler, Davina Philtjens und die marokkanische Nationalspielerin Ibtissam Bouharat.

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Standard wird auch seit Jahrzehnten eine Basketball-Abteilung betrieben. Im wichtigsten Europapokal dieser Sportart, dem Landesmeisterpokal, schaffte es Lüttich 1969 ins Halbfinale. Zudem spielte man diverse Male im Korać-Cup mit, wo man 1972 ebenfalls das Halbfinale erreichte. Die nationale Meisterschaft gewann Standard dreimal, 1968, 1970 und 1977.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le stade Maurice Dufrasne. In: www.standard.be. Standard de Liège; abgerufen am 17. November 2016.
  2. http://standard.be/fr/equipes/noyau-a/joueurs
  3. Standard Femina

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Standard Lüttich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien