Standard Lüttich

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Standard Lüttich
Vereinslogo
Voller Name Royal Standard Club de Liège
Ort Lüttich, Belgien
Gegründet 1898
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Maurice-Dufrasne-Stadion
Plätze 27.670[1]
Präsident BelgienBelgien Bruno Venanzi
Trainer SerbienSerbien Aleksandar Janković
Homepage www.standard.be
Liga Jupiler Pro League
2015/16 7. Platz
Heim
Auswärts

Standard Lüttich, offizieller Name Royal Standard Club de Liège, ist einer der erfolgreichsten Fußballvereine Belgiens und in Lüttich beheimatet. Er spielt in der ersten belgischen Liga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Royal Standard Club de Liège wurde 1898 von Schülern als Standard Football Club gegründet. 1923 ergänzte er den Vereinsnamen mit dem verliehenen königlichen Prädikat. Der Vereinsname wurde ursprünglich durch Standard de Paris, einen weiland populären französischen Klub inspiriert. 1996 schloss sich der vormalige Erstligist RFC Seraing dem Verein an.

Standard Lüttich, der Zweite in der ewigen Ligatabelle Belgiens, wurde bislang zehnmal belgischer Meister und gewann sechsmal den belgischen Pokal. Entsprechend hatte der Verein auch international viele Auftritte. Dabei drang er 1982 im Europapokal der Pokalsieger bis ins Finale vor, unterlag dort aber nach einer frühen 1:0-Führung im Camp Nou Stadion von Barcelona knapp dem FC Barcelona mit 1:2. Der frühere Mönchengladbacher und Fußballer des Jahres von Europa Allan Simonsen erzielte dabei einen der Treffer für die Katalanen.

Am 20. April 2008 konnte sich das Team erstmals seit 1983 im vorentscheidenden Heimspiel durch ein 2:0 gegen den RSC Anderlecht die belgische Meisterschaft sichern. Nach Saisonende verlängerte Meistertrainer Michel Preud’homme seinen auslaufenden Vertrag nicht und wechselte zum KAA Gent. Bei der Entscheidung Preud'hommes gegen ein weiteres Engagement in Lüttich war die Laufzeit seines neuen Vertrages der Knackpunkt. Während der Trainer einen Zweijahresvertrag favorisierte, wollte der Verein lieber einen Einjahreskontrakt abschließen. Vom Juni 2008 bis Februar 2010 wurde die Mannschaft vom ehemaligen rumänischen Nationalspieler László Bölöni trainiert.

In der Saison 2008/09 konnte Standard den Titel nach zwei Entscheidungsspielen gegen den RSC Anderlecht verteidigen. Die Entscheidungsspiele waren notwendig geworden, nachdem beide Klubs die Saison mit jeweils 77 Punkten und 24 Siegen abgeschlossen hatten. Die Tordifferenz spielt in Belgien keine Rolle.

Nach einem 1:1 im Hinspiel siegte Standard gegen den Rekordchampion im Rückspiel in Lüttich mit 1:0. Es war der zehnte Titelgewinn von Lüttich.

Am 10. Februar 2010 wurde der Vertrag mit Bölöni aufgelöst und der technische Direktor Dominique D'Onofrio übernahm das Training der Mannschaft bis zum Saisonende.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick des Stadions gesehen vom Hafen Port d'Ougrée am rechten Ufer der Maas

Der Verein trägt seine Heimspiele im drittgrößten Stadion Belgiens, dem 1984 erbauten Maurice-Dufrasne-Stadion, inoffiziell Stade Sclessin genannt, aus. Das Stadion hat eine Kapazität von rund 30.000 Zuschauern.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler der Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torhüter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abwehrspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelfeldspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stürmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Name Spiele
1 LuxemburgLuxemburg Guy Hellers 474
2 BelgienBelgien Gilbert Bodart 469
3 BelgienBelgien Guy Vandersmissen 465
4 BelgienBelgien Léon Semmeling 449

Die meisten Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Name Tore
1 BelgienBelgien Jean Capelle 245 (285)
2 BelgienBelgien Roger Claessen 161 (229)
3 BelgienBelgien Maurice Gillis 124 (275)

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Geburtsdatum im Verein seit Vertrag bis[2]
Torhüter
01 BelgierBelgier Jean-François Gillet 31. Mai 1979 2016 2018
26 BelgierBelgier Senne Vits 31. August 1996 2015 2017
28 BelgierBelgier Guillaume Hubert 11. Januar 1994 2012 2017
Abwehrspieler
02 HaitianerHaitianer Réginal Goreux 31. Dezember 1987 2015 2018
05 NigerianerNigerianer Elderson Echiéjilé 20. Januar 1988 2016 2017 (Leihe)
13 DäneDäne Alexander Scholz 24. Oktober 1992 2015 2019
20 BelgierBelgier Samy Mmaee 11. November 1983 2014 2018
24 BelgierBelgier Corentin Fiore 24. März 1995 2012 2018
27 KolumbianerKolumbianer Darwin Andrade 11. Februar 1991 2015 2019
31 BrasilianerBrasilianer William Soares 7. February 1985 2016 2017
32 KamerunerKameruner Collins Fai 13. August 1992 2016 2020
33 SerbeSerbe Miloš Kosanović 28. Mai 1990 2016 2020
34 ZyprerZyprer Konstantinos Laifis 19. Mai 1993 2016 2018 (Leihe)
36 BelgierBelgier Dino Arslanagić 24. April 1993 2011 2018
45 BelgierBelgier Dimitri Lavalée 13. Januar 1997 2004 2020
Mittelfeldspieler
07 TogoerTogoer Matthieu Dossevi 12. Februar 1988 2015 2020
10 FranzoseFranzose Jean-Luc Dompé 12. August 1995 2016 2019
12 BelgierBelgier Beni Badibanga 19. Februar 1996 2014 2018
15 UganderUgander Farouk Miya 26. November 1997 2016 2019
18 FranzoseFranzose Farès Bahlouli 8. April 1995 2016 2017 (Leihe)
21 KamerunerKameruner Eyong Enoh 23. März 1986 2014 2017
22 BelgierBelgier Edmílson Junior 19. August 1994 2016 2019
23 FranzoseFranzose Adrien Trebel (C)Kapitän der Mannschaft 3. März 1991 2014 2019
30 BelgierBelgier Jonathan Legear 13. April 1987 2015 2018
42 BrasilianerBrasilianer Wallyson Mallmann 16. Februar 1994 2016 2017 (Leihe)
44 BelgierBelgier Ibrahima Cissé 28. Februar 1994 2016 2020
60 MalierMalier Birama Touré 6. Juni 1992 2016 2020
Stürmer
08 BelgierBelgier Benito Raman 7. November 1994 2016 2020
09 BelgierBelgier Renaud Emond 5. Dezember 1991 2015 2020
14 BelgierBelgier Isaac Mbenza 8. März 1996 2016 2020
17 MarokkanerMarokkaner Ryan Mmaee 1. November 1997 2014 2018
19 GuineerGuineer Mohamed Yattara 28. Juli 1993 2015 2019
70 PortugiesePortugiese Orlando Sá 26. Mai 1988 2016 2020
99 AlgerierAlgerier Ishak Belfodil 12. Januar 1992 2016 2017
Stand: 16. November 2016[3]

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung spielt seit der Saison 2012/2013 in der BeNe League Red und wurde seit ihrer Gründung 1975, 14-mal Meister in der Eerste Klasse. Daneben konnte man auch fünfmal den belgischen Super Cup, sowie zweimal den BeNe Super Cup gewinnen.[4] Zu den Leistungsträgern gehören seit Jahren die belgischen Nationalspielerinnen Kelly Ickmans, Maud Coutereels, Julie Biesmans, Audrey Demoustier, Cécile De Gernier, Aline Zeler, Davina Philtjens und die marokkanische Nationalspielerin Ibtissam Bouharat.

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Standard wird auch seit Jahrzehnten eine Basketball-Abteilung betrieben. Im wichtigsten Europapokal dieser Sportart, dem Landesmeisterpokal, schaffte es Lüttich 1969 ins Halbfinale. Zudem spielte man diverse Male im Korać-Cup mit, wo man 1972 ebenfalls das Halbfinale erreichte. Die nationale Meisterschaft gewann Standard dreimal, 1968, 1970 und 1977.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le stade Maurice Dufrasne. In: www.standard.be. Standard de Liège, abgerufen am 17. November 2016.
  2. transfermarkt.de – Standard Lüttich
  3. standard.be – L'équipe
  4. Standard Femina

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Standard Lüttich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien