Standesherrschaft Königsbrück

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Die Standesherrschaft Königsbrück war die vierte Freie Standesherrschaft der Oberlausitz. Sie bestand mit unterschiedlichen Rechten von 1562 bis 1920. Die Herren von Königsbrück residierten im Schloss Königsbrück, das unweit der Königsbrücker Hauptkirche liegt.

Beginn und Ende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1439 bis 1579 war Königsbrück im Besitz der Burggrafen zu Dohna. Christoph von Dohna hinterließ nach seinem Tod im Jahr 1560 keinen erbberechtigten Nachkommen. Seine Güter fielen deshalb als erledigte Lehen an den Landesherren der Oberlausitz zurück. In einem Verkaufs- und Lehnbrief von Kaiser Ferdinand I. für Caspar Burggraf von Dohna auf Straupitz fand Königsbrück im Jahr 1562 Anerkennung als Standesherrschaft. 1671 wandelte Kurfürst Johann Georg II. die Herrschaft Königsbrück und das angeschlossene Rittergut Cosel in ein Allod.[1] Entsprechend der Verfassung des Königreiches Sachsen von 1831 gehörte der Standesherr von Königsbrück noch der Ersten Kammer der Ständeversammlung an. 1848 trat Peter Alfred Graf von Hohenthal die Gerichtsbarkeit an den Staat ab. Mit der 1920 angenommenen Verfassung des Freistaates Sachsen wurden schließlich alle öffentlich-rechtlichen Sonderrechte der Oberlausitzer Ständeherrschaft aufgehoben.

Standesherren zu Königsbrück[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sächsisches Staatsarchiv, 50155 Standesherrschaft Königsbrück (D), Nr. U 19