Standortübungsplatz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Panzerwaschplatz auf dem Standortübungsplatz Koblenz-Schmidtenhöhe (nach 1996 stillgelegt)

Ein Standortübungsplatz (Abk. StOÜbPl) oder Garnisonsübungsplatz (Abk. GÜPl)[1], veraltet: Exerzierplatz, ist eine Militäranlage, auf denen Truppen oder Truppenteile üben. Standortübungsplätze weisen je nach Anforderungen der übenden Truppe eine unterschiedliche Charakteristik auf, z. B. Gebirgsübungsplatz, Panzerübungsplatz, Wasserpionierübungsplatz.

Unterschiede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militaerischer Bereich.jpg
Schilder Bundeswehr-Kasernenmauer2.jpg

Es wird weiterhin unterschieden zwischen Übungsplätzen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind (erklärt zum „militärischen Bereich“), beispielsweise Teile, in denen nicht scharf geschossen wird, und Übungsplätzen, die aus Sicherheitsgründen der Öffentlichkeit verwehrt bleiben (erklärt zum „militärischen Sicherheitsbereich“).

Ein Standortübungsplatz unterscheidet sich von einem Truppenübungsplatz darin, dass ersterer oft an einer Kaserne anliegt oder für mehrere Kasernen in einem Bereich/Stadtteil gedacht ist, wie beispielsweise der ehemalige Standortübungsplatz Höltigbaum. Dieser Platz wurde von den Truppen, die im östlichen Hamburg in drei Kasernen stationiert waren, gemeinschaftlich genutzt. Ein Truppenübungsplatz, üblicherweise wesentlich größer als ein Standortübungsplatz, wird nur zeitweise von Verbänden aufgesucht und liegt von der Heimatkaserne der übenden Soldaten in der Regel weiter entfernt, so dass zu Übungszwecken die ganze Einheit dorthin verlegt wird. Der Standortübungsplatz wird zu verschiedenen grundlegenden Ausbildungen genutzt, bei denen nicht scharf geschossen wird. Jedoch können auch auf Standortübungsplätzen Standortschießanlagen eingerichtet sein. Auf einem Truppenübungsplatz jedoch wird ein Ernstfall, meist in größeren Einheiten ab Bataillon aufwärts, simuliert. Der Standortübungsplatz Holzdorf in der Annaburger Heide ist mit 8635,9 Hektar der größte Standortübungsplatz in Deutschland.[2] In Deutschland werden neben den Standortübungsplätzen der Bundeswehr auch Standortübungsplätze von US-Streitkräften betrieben.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Mechtersheimer, Peter Barth: Militarisierungsatlas der Bundesrepublik: Streitkräfte, Waffen und Standorte, Kosten und Risiken, Luchterhand, 1988, ISBN 978-3-630-61799-2
  • Rudolf Absolon: Die Wehrmacht im dritten Reich: 3. August 1934 bis 4. Februar 1938, Boldt, 1975, ISBN 978-3-7646-1567-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Österreichisches Bundesheer, Glossar Garnisonsübungsplatz, GüPI
  2. http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/093/1709367.pdf
  3. Mechtersheimer, Seite 306 ff. (s. Lit)