Stanisław Mucha

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Stanisław Mucha, Metropol-Filmkunstkino Düsseldorf 2018

Stanisław Mucha (* 3. Mai 1970 in Nowy Targ, Polen) ist ein polnischer Dokumentarfilmregisseur, der in Deutschland lebt und arbeitet. Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg war er überaus erfolgreich. Neben dem Studium arbeitete er bei der Post und verschiedenen Firmen und lernte so nach seiner Aussage die Sprache des Alltags. 2001 gewann er gemeinsam mit Susanne Schüle den Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses der DEFA-Stiftung. Mucha ist Vater einer Tochter und eines Sohnes. Seine Filme „Absolut Warhola“ und „Die Mitte“ sahen Zuschauer in ganz Europa. 2007 drehte er in Polen seinen ersten Spielfilm. Das Drehbuch zu Nadzieja schrieb Krzysztof Piesiewicz.

Mucha beschäftigt sich unter anderem mit der Frage nach Identität von Menschen und Räumen. Auf die Frage, ob er jemals ein stolzer Europäer sein wird, sagte er 2012 im DRadio: „Ich glaube nicht. Weil, Europa überhaupt ist ein Abenteuer, ein sehr schöner Traum, eine Illusion, was Gott sei Dank begonnen wurde. ... Also, diese Identität, die muss emotional, kulturell, geschichtlich, die muss gebastelt werden.“[1]

Mucha gilt als Vertreter des Direct Cinema.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Originaltitel Deutscher Titel / Alternativtitel Bemerkungen
2017 Kolyma – Straße der Knochen
2015 Aus der Kurve
2014 Tristia – eine Schwarzmeer-Odyssee
2010 Die Wahrheit über Dracula
2007 Zigeuner
2007 Nadzieja Hoffnung
2004 Srodek Europy Die Mitte
2001 Absolut Warhola
2000 Back Home to the Reich, with Bubi Mit Bubi heim ins Reich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stanisław Mucha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.deutschlandradiokultur.de/die-europaeische-identitaet-ist-fuer-mich-ein-humbug.954.de.html?dram:article_id=146883