Stanley Black & Decker

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Stanley Black & Decker Corporation

Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US8545021011
Gründung 1843
Sitz New Britain, Vereinigte Staaten
Leitung Jim Loree (President und CEO)
Mitarbeiterzahl 59.438 (28. Dezember 2019)[1]
Umsatz 14,442 Mrd. US-Dollar (2019)[1]
Branche Werkzeughersteller
Website www.stanleyblackanddecker.com

Die Stanley Black & Decker Corporation ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in New Britain im US-Bundesstaat Connecticut.

Das Unternehmen Stanley Works (davon die „Stanley-Messer“) entstand 1920 durch eine Fusion von Stanley's Bolt Manufactory (1843 durch Frederick Stanley gegründet) und Stanley Rule and Level Company (gegründet 1857 durch den Cousin Henry Stanley).

1910 gründeten S. Duncan Black und Alonzo G. Decker eine kleine Werkstatt in Baltimore, aus der The Black & Decker Manufacturing Company wurde.

Im November 2009 kündigte Stanley Works die Übernahme von Black & Decker für 4,5 Milliarden Dollar an (damals umgerechnet rund 3 Mrd. Euro).[2] Im März 2010 wurde die Verschmelzung der beiden Unternehmen abgeschlossen. Das daraus entstandene neue Unternehmen erhielt den Namen Stanley Black & Decker, Inc.

Stanley Black & Decker Deutschland GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akkuschrauber von Black & Decker
Handkreissäge von Black & Decker

Die Stanley Black & Decker Deutschland GmbH ist ein Hersteller von Elektrowerkzeugen und Zubehör mit Sitz in Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen. Sie wurde im Jahr 1958 unter dem Namen Black & Decker GmbH gegründet und beschäftigt in Deutschland rund 280 Mitarbeiter.[3]

Am Standort Idstein werden Marketing und Vertrieb für alle Marken in Deutschland koordiniert sowie osteuropäische Länder, Schweiz und Österreich betreut. In Idstein befindet sich auch der globale Bereich Forschung und Entwicklung Bohrhämmer, der mehrere Designauszeichnungen gewonnen hat, darunter den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, den red dot award und den IF Design Award.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Filiale, die Black & Decker GmbH, wurde 1958 in Düsseldorf gegründet. 1964 brachte Black & Decker eine 2-Gang-Bohrmaschine für Heimwerker auf den deutschen Markt. 1967 entstand das Werk in Idstein; Black & Decker produzierte seine ersten Elektrowerkzeuge in Deutschland. 1969 kam eine 2-Gang-Schlagbohrmaschine als erstes in Deutschland entwickeltes Heimwerkergerät auf den Markt. 1970 stieg das Unternehmen in den Gartengerätemarkt ein.

1987 übernahm Black & Decker in Deutschland den Vertrieb von professionellen Elektrowerkzeugen der Marke ELU, die vier Jahre später in die Marke DeWalt integriert wurde. Idstein wurde Sitz des globalen Bereichs Forschung und Entwicklung von Bohrhämmern.

2007 stieß Black & Decker in Deutschland in den Markt für Automobilzubehör vor.

Marken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Black & Decker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Black-&-Decker-Logo

Die Marke Black & Decker deckt die Produktbereiche Elektrowerkzeuge für Heimwerker, Gartengeräte, Haushaltskleingeräte sowie Automobilprodukte ab.

Der Produktbereich Elektrowerkzeuge bedient in Deutschland den Heimwerkermarkt. Er umfasst netz- und akkubetriebene Werkzeuge, Arbeitstische und Kleingeräte sowie Zubehör.

Der Produktbereich Gartengeräte umfasst Netz- und Akku-Geräte für Hobbygärtner. Zum Produktbereich Haushaltsgeräte gehören kabellose Handstaubsauger.

Der Produktbereich Automotive beinhaltet Produkte für Auto, Motorrad, Haus und Werkstatt wie Starthilfe- und Batterieladegeräte, Spannungswandler und Scheinwerfer.

Das Logo von DeWalt

DeWalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zielgruppe der Marke DeWalt sind Anwender in Industrie und Handwerk. Sie wird primär über den Fachhandel vertrieben. Zum Sortiment gehören Akku-, Netz- und Stationärmaschinen sowie Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen.

Facom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Marke Facom werden Maulschlüssel, Schraubendreher und Zangen verkauft.

USAG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

USAG ist ein italienischer Werkzeughersteller, der 1926 in Gemonio gegründet und 1991 von Facom übernommen wurde.

Sargent and Greenleaf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sargent and Greenleaf (S&G) ist ein im Jahr 1856 von James Sargent und Halbert Greenleaf in Rochester (New York) gegründetes Unternehmen, das zum Jahr 1975 seinen Unternehmenssitz nach Nicholasville (Kentucky) verlegte und 2005 von Stanley aufgekauft wurde. S&G ist auf Schließtechnik spezialisiert. Die Produktpalette umfasst Vorhängeschlösser sowie Schließmechanismen für Tresore und Truhen. Darunter waren ab 1948 auch Auftragsentwicklungen der US-Regierung.[4] Ein Zahlenschloss mit einem einzigen Drehknopf, wie es von Tresoren bekannt ist, wird als Vorhängeschloss angeboten. Bis 1970 wurden nur mechanische Produkte angeboten. Nennenswerte Konstruktionen waren das magnetische Zahlenschloss sowie Zeitschlösser, die auf Uhrzeit oder Verzögerung gegen erschöpfende Versuche schützten.

Piranha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piranha ist die Marke für Universalzubehör und umfasst Zubehörsegmente wie Bohren, Sägen, Schrauben und Schleifen. Hauptzielgruppe sind Heimwerker. Piranha-Bohrer werden überwiegend von den Bayrischen Bohrerwerken (BBW) produziert. BBW ist ein Spezialanbieter für Bohrer, der sein gesamtes Sortiment selbst produziert. Zielgruppe sind Heimwerker sowie Handwerker und Anwender aus der Industrie.

Weitere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Marken auf dem US-Markt sind u. a. Porter-Cable (Elektrowerkzeug) und Craftsman (Gartengeräte, Hand- und Elektrowerkzeuge für Heimwerker) sowie international Bostitch (Klammergeräte).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stanley Black & Decker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stanley Black & Decker: 2019 Annual Report. (PDF) Abgerufen am 3. Juni 2020 (englisch).
  2. Werkzeug-Ehe: Stanley Works kauft Black & Decker
  3. Bundesanzeiger Geschäftsbericht 2018 der Stanley Black & Decker Deutschland GmbH
  4. Sargent and Greenleaf: Company History