Stanz im Mürztal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stanz im Mürztal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stanz im Mürztal
Stanz im Mürztal (Österreich)
Stanz im Mürztal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Bruck-Mürzzuschlag
Kfz-Kennzeichen: BM (ab 1.7.2013; alt: MZ)
Fläche: 76,95 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 15° 30′ OKoordinaten: 47° 27′ 59″ N, 15° 30′ 1″ O
Höhe: 669 m ü. A.
Einwohner: 1.836 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 8653
Vorwahl: 03865
Gemeindekennziffer: 6 21 32
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Stanz im Mürztal 61
8653 Stanz im Mürztal
Website: www.stanz.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Pichler (BI)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
6
7
2
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Stanz im Mürztal im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag
AflenzBreitenau am HochlantschBruck an der MurKapfenbergKindbergKrieglachLangenwangMariazellMürzzuschlagNeuberg an der MürzPernegg an der MurSankt Barbara im MürztalSankt Lorenzen im MürztalSankt Marein im MürztalSpital am SemmeringStanz im MürztalThörlTragöß-Sankt KathareinTurnauSteiermarkLage der Gemeinde Stanz im Mürztal im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Stanz im Mürztal ist eine Gemeinde mit 1836 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im österreichischen Bundesland Steiermark (Gerichtsbezirk Mürzzuschlag und im politischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanz im Mürztal liegt im Stanztal, einem Seitental des Mürztals südlich der Stadtgemeinde Kindberg. Der durch das Gemeindegebiet führende Stanzbach mündet in die Mürz, einen nordöstlichen Nebenfluss der Mur im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag im Nordosten der Steiermark. Das Gemeindegebiet umfasst das Einzugsgebiet von Brandstättbach, Fochnitzbach und Posseggbach. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt im Nordwesten bei knapp über 600 Meter am Stanzbach. Ansonst ist die Gemeinde größtenteil von Bergen umgeben:

  • Im Westen: Schafberg (946 m), Serkogel (1240 m), Ebenschlag (1545 m)
  • Süden: Hochschlag (1580 m), Reschenkogel (1350 m), Beißenkogel (1379 m), Feichtkogel (1443 m), Aibelhöhe (1449 m)
  • Osten: Fürstkogel (1435 m), Breiteggkogel (1346 m) und den Schanzsattel 1170 m
  • Norden: Heuberg (1406 m), Hochpürschtling (1491 m), Stanglalpe (1490 m), Wolfseggerkogel (1138 m)

Die Gemeinde hat eine Fläche von 77 Quadratkilometer. Davon sind 82 Prozent bewaldet und fünfzehn Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katastralgemeinden sind (Fläche 2016[2]):

  • Brandstattgraben (1.283,99 ha)
  • Dickenbach (1.234,89 ha)
  • Fochnitz (1.484,22 ha)
  • Hollersbach (807,39 ha)
  • Possegg (1.604,33 ha)
  • Stanz (1.280,85 ha)

Das Gemeindegebiet umfasst folgende elf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[3]):

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Barbara im Mürztal Krieglach
Kindberg Nachbargemeinden Fischbach (WZ)
Breitenau am Hochlantsch Gasen (WZ)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1150 wurde Stanz erstmals als „Stawencz“ in den Urkunden erwähnt. Im 14. Jahrhundert gelangte Stanz in den Besitz der Stubenberger. Um 1836 hatten die Hammerwerke Stanz große wirtschaftliche Bedeutung. 1848 kam es zur Befreiung des Bauernstandes. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich. Die bis circa 1960 überragende Bedeutung der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe hat abgenommen, zunehmend gibt es Pendler.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Stanz im Mürztal
Innenansicht der Pfarrkirche
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stanz im Mürztal
  • Pfarrkirche hl. Katharina
  • Filialkirche hl. Ulrich
  • Trachtenkapelle Stanz
  • Die Gwoidig'n
  • Stanzer Dorfmusikanten, böhmisch-mährische Blaskapelle, seit 2000
  • Stanzer Spitzbuam

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanz im Mürztal ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Von den 132 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 49 im Haupterwerb geführt. Diese bewirtschafteten 55 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 13 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft und elf im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (37), Beherbergung und Gastronomie (33) und soziale und öffentliche Dienste (31 Mitarbeiter).[4][5][6]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 132 136 103 108
Produktion 13 12 24 62
Dienstleistung 63 43 141 139

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Kindberg den Tourismusverband „Mürztaler Streuobstregion Kindberg-Stanzertal“. Dessen Sitz ist die Gemeinde Kindberg.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erreichbar ist Stanz im Mürztal über die Landesstraße L114, welche im Westen von der nächstgelegenen Abfahrt „Kindbergdörfl“ der Semmering Schnellstraße S6 abzweigt und im Osten in Richtung Fischbach über den Schanzsattel führt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 15 Sitze:

Partei 2020[8] 2015[9] 2010[10] 2005[10]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
BI Für eine lebenswerte Stanz 46,50 7 34,63 6
SPÖ 38,05 6 45,78 7 53,15 8 65,35 10
ÖVP 15,45 2 14,90 2 39,10 6 32,88 5
FPÖ 4,68 0 7,75 1 1,77 0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2013 Johann Mauerhofer (SPÖ)
  • 2014–2015 Peter Bader (SPÖ)[11]
  • seit 2015 Friedrich Pichler (Bürgerinitiative Für eine lebenswerte Stanz)[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. April 2003.

Blasonierung (Wappenbeschreibung): In von Rot und Silber gespaltenem Schild farbverwechselt in Silber und Schwarz ein Stoß von drei Straußenfedern, aus zwei ebensolchen Armen eines Ankers wachsend.[13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Jäger: Die Stanz. Tradition und Geschichte einer Mürztaler Gemeinde. Stanz im Mürztal 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stanz im Mürztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Stanz im Mürztal, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. Juni 2021.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2016, abgerufen 19. Februar 2017.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Stanz im Mürztal, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. Juni 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Stanz im Mürztal, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. Juni 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Stanz im Mürztal, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 6. Juni 2021.
  7. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 308. ZDB-ID 1291268-2 S. 626.
  8. Wahlen 2020. Land Steiermark, abgerufen am 6. Juni 2021.
  9. Wahlen 2015. Land Steiermark, abgerufen am 6. Juni 2021.
  10. a b Gemeinderatswahl 2010/2005. (XLS) Land Steiermark, abgerufen am 6. Juni 2021.
  11. Angelina Koidl: Ein neuer Ortschef in Stanz meinbezirk.at, 23. Jänner 2014.
  12. Fritz Pichler ist neuer Bürgermeister in Stanz meinbezirk.at, 28. April 2015.
  13. Landesgesetzblatt Steiermark Nr. 19/2003
  14. Südost-Tagespost (28. 1. 1964), S. 6.