Stanzach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stanzach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stanzach
Stanzach (Österreich)
Stanzach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 31,85 km²
Koordinaten: 47° 23′ N, 10° 34′ OKoordinaten: 47° 23′ 0″ N, 10° 33′ 40″ O
Höhe: 939 m ü. A.
Einwohner: 485 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 15 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6642
Vorwahl: 05632
Gemeindekennziffer: 7 08 30
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Nr. 6
6642 Stanzach
Website: www.stanzach.at
Politik
Bürgermeister: Hanspeter Außerhofer
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

7 Gemeinsam für Stanzach, 4 Neue Gemeindeliste Stanzach – NGL

Lage von Stanzach im Bezirk Reutte
BachBerwangBiberwierBichlbachBreitenwangEhenbichlEhrwaldElbigenalpElmenForchachGränGramaisHäselgehrHeiterwangHinterhornbachHöfenHolzgauJungholzKaisersLechaschauLermoosMusauNamlosNesselwänglePfafflarPflachPinswangReutteSchattwaldStanzachSteegVorderhornbachTannheimVilsWängleWeißenbach am LechZöblenTirolLage der Gemeinde Stanzach im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Stanzach.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stanzach ist eine Gemeinde mit 485 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanzach liegt an der Einmündung des Namloser Tals in das Lechtal. Zum Gemeindegebiet gehört noch das Almdorf Fallerschein, das in eine Feriensiedlung umgewandelt wurde. Weitere Ansiedlungen breiten sich auch oberhalb der Geländekante einer Lechterrasse aus.

Der Hausberg von Stanzach ist der Nerenkopf, der sich südlich der Ortschaft befindet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanzach ist in mehrere Ortsteile gegliedert. Im Südwesten beginnend: „Hinter Egg“, „Rain“, „Froschloch“, „Dorf“, „Äule“, „Darr“, „Sand“, „Rauth“ und „Blockau“.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorderhornbach Weißenbach am Lech   Forchach Reutte
Elmen Nachbargemeinden Namlos
Pfafflar Imst (IM)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1294 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt.

Wie das übrige Lechtal stand Stanzach unter der Herrschaft der Staufer, bevor es 1266 zu Tirol kam. Die Bewohner waren früher immer wieder zum Auswandern gezwungen, um Arbeit zu finden. Einer Anekdote nach soll Walter Ulbricht für kurze Zeit in einer Tischlerei in Stanzach gearbeitet haben.

Der Name Stanzach komme von „Stanzahe“, was frei übersetzt so viel bedeutet wie „Aufenthalt und Unterkunft“. Entstanden ist der Name, weil Stanzach früher eine Zwischenrast für Holzarbeiter war, die in der Umgebung ihre Arbeiten verrichteten. Das älteste Haus von Stanzach ist das sogenannte „Älbele“, wie es von den Einheimischen genannt wird. Es ist seit dieser Zeit von Generation zu Generation weitergegeben worden und beherbergt seit ca. 1930 die Familie Kärle.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Stanzach
Rauth-Kapelle

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stanzach
  • Pfarrkirche Stanzach
  • Rauth-Kapelle

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 gab es rund 140 Arbeitsplätze in Stanzach, zwei in der Landwirtschaft, fast vierzig Prozent im Produktionssektor und sechzig Prozent im Dienstleistungssektor. Der mit Abstand größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Bereich Verkehr.[1]

Von den rund 200 Erwerbstätigen, die 2011 in Stanzach wohnten, arbeiteten sechzig in der Gemeinde, zwei Drittel pendelten aus. Aus den Nachbargemeinden kamen 75 Menschen zur Arbeit nach Stanzach.[2]

Durch den Nordwesten des Gemeindegebietes verläuft die Lechtalstraße B198. Von dieser zweigt in Stanzach eine Landesstraße nach Berwang und weiter zur Fernpassstraße B179 ab. Der näheste Bahnhof ist im zwanzig Kilometer entfernten Reutte.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat mit 11 Mitgliedern erhielt mit der Wahl 2016 folgende Verteilung:

Partei 2010[4] 2016[5]
% Mandate % Mandate
Gemeinsam für Stanzach 64,53 60,70 7
Neue Gemeindeliste Stanzach (ÖVP) 35,47 39,30 4

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde der Gemeinde 1965 verliehen: In Rot ein rechtsgewendeter goldener halber Löwe, mit der unteren Pranke einen schwarzen Grenzstein mit goldener Spitze haltend.

Der Löwe steht für den früheren Grundbesitz der Hohenstaufen in Stanzach, der Grenzstein weist auf die grenzhnahe Lage des Ort hin.

Die Farben der Gemeindefahne sind gelb-rot.[8]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stanzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Stanzach, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 22. Januar 2021.
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Stanzach, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 22. Januar 2021.
  3. Entfernungsrechner - Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 22. Januar 2021 (deutsch).
  4. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 22. Januar 2021.
  5. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 22. Januar 2021.
  6. Schwarzbau in Stanzach meinbezirk.at, Bezirksblätter, 27. Mai 2010
  7. Gemeinde Stanzach: Stanzach. Abgerufen am 22. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  8. Gemeinde Stanzach: Wappen. Abgerufen am 22. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).