Starzach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Starzach
Starzach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Starzach hervorgehoben
48.43188.8134526Koordinaten: 48° 26′ N, 8° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Tübingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Rottenburg am Neckar
Höhe: 526 m ü. NHN
Fläche: 27,82 km²
Einwohner: 4299 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72181
Vorwahlen: 07483, 07457, 07478, 07472
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 4 16 050
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
72181 Starzach
Webpräsenz: www.starzach.de
Bürgermeister: Thomas Noé
Lage der Gemeinde Starzach im Landkreis Tübingen
Landkreis Böblingen Landkreis Calw Landkreis Esslingen Landkreis Freudenstadt Landkreis Reutlingen Landkreis Rottweil Zollernalbkreis Ammerbuch Bodelshausen Dettenhausen Dußlingen Gomaringen Hirrlingen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Mössingen Nehren (Württemberg) Neustetten Ofterdingen Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Rottenburg am Neckar Starzach TübingenKarte
Über dieses Bild

Starzach ist eine Gemeinde im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg (Deutschland). Sie liegt etwa 20 km südwestlich von Tübingen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Starzach

Gemeindeteile von Starzach (Börstingen und Sulzau) liegen im Neckartal, andere (Felldorf, Bierlingen und Wachendorf) südlich oberhalb davon zwischen Rottenburg am Neckar und Horb am Neckar. Die beiden Flüsschen Starzel und Eyach begrenzen das Gemeindegebiet. Aufgrund seiner reizvollen Lage wird Starzach auch als die Toskana des Landkreises Tübingen bezeichnet.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Starzach besteht aus den früher selbstständigen Gemeinden Bierlingen, Börstingen, Felldorf, Sulzau und Wachendorf. Zur früheren Gemeinde Bierlingen gehören das Dorf Bierlingen und das Gehöft Neuhaus. Zur früheren Gemeinde Börstingen gehören das Dorf Börstingen mit dem Burgrest der Burg Siegburg und die Häuser Bahnhof Eyach, Kohlensäurewerk, Lohmühle (heute laut Ortsschild Eyach) und Wilhelmshöhe. Im Gebiet der früheren Gemeinde Felldorf liegen das Dorf Felldorf und die in den 1990er Jahren abgebrochene Honorsmühle, die 1810 neu erbaut wurde und nach seinem Erbauer benannt ist. Im Gebiet der früheren Gemeinde Sulzau liegen das Dorf Sulzau und Schloss und Gehöft Weitenburg. Im Gebiet der früheren Gemeinde Wachendorf liegen das Dorf Wachendorf und das Haus Burgmühle.

Im Gemeindegebiet liegen einige abgegangene, heute nicht mehr bestehende Ortschaften. Wahrscheinlich im 14. Jahrhundert bestand im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Börstingen wie auch im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Sulzau die Ortschaft Zuckenhausen. Im Südwesten der ehemaligen Gemeinde Felldorf lag die 1747 als Karrenhausen erwähnte Ortschaft Kaltenhausen. Oberhalb des Dorfes Sulzau, am Neckar gelegen, liegt die abgegangene Ortschaft Neumühle. Im Süden der ehemaligen Gemeinde Wachendorf liegt die abgegangene Ortschaft Bechhausen, auf die ein Flurname hindeutet.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Starzach wurde am 1. Januar 1972 aus den drei Gemeinden Bierlingen, Felldorf und Wachendorf gebildet. Der Name Starzach wurde von den beiden Flüsschen Starzel und Eyach abgeleitet. Am 1. Juni 1973 kam der kleinste Teilort Sulzau zu Starzach und am 1. Februar 1974 machte Börstingen nach Bürgerentscheid die neue Gemeinde komplett.

Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Bierlingen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

In Starzach wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Starzach hat nach der letzten Wahl 15 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,3 % (2009: 55,0 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgervertretung Starzach (BVS) 8 Sitze 56,2 % (2009: 0,0 %)
Freien Bürger Starzach (FBS) 7 Sitze 43,8 % (2009: 27,1 %)
Freie Wählervereinigung (FWV) 0 Sitze 0,0 % (2009: 72,9 %)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Der derzeitige Bürgermeister Noè wurde am 29. Januar 2012 wiedergewählt.

  • 1972–1982: Josef Oswald
  • 1982–2003: Manfred Dunst
  • seit 2004: Thomas Noé

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit Juli 1992 ist Starzach freundschaftlich mit Bocage-Gatinais in der Nähe von Paris, Frankreich verbunden.

Verkehr[Bearbeiten]

Nächste Verkehrsstation ist der Bahnhof Eyach an der Bahnstrecke Tübingen–Horb.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Wachendorf

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Hans von Ow (1843–1921), geboren in Wachendorf, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
  • Ulrich Noll (1946–2011), geboren in Börstingen, Zahnarzt und Politiker (FDP), Landtagsabgeordneter, ehemaliger Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg.

Starzachfest[Bearbeiten]

Alle zwei Jahre findet im Wechsel der fünf Ortschaften das Starzachfest statt.

Starzachlauf[Bearbeiten]

Jährlich findet in Starzach-Wachendorf der 11,2 km lange Starzachlauf statt. Im Jahr 2011 gewann Judith Wagner die Frauenwertung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Landkreis Tübingen
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4, S. 150–152.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Starzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien