Stata

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Stata
Stata Logo.svg
Entwickler Stata Corp.
Erscheinungsjahr 1985
Aktuelle Version Stata 14
(7. April 2015)
Betriebssystem Microsoft Windows, Mac OS X, GNU/Linux, Unix-Derivate
Programmier­sprache C
Kategorie Statistik-Software
Lizenz Proprietär
deutschsprachig nein
http://www.stata.com

Stata ist eine kommerzielle Statistik-Software, die für verschiedene Betriebssysteme erhältlich ist. Neue Versionen werden in der Regel alle zwei Jahre veröffentlicht.

In Stata ist eine Vielzahl statistischer Modelle implementiert und das Programm kann durch eigene Software erweitert werden. Mit Stata sind druckreife Grafiken erstellbar und ein Daten-Management insbesondere für komplexe Datensätze (Panel, Mehrebenen) ist möglich. Seit Version 9 ist eine Sprache für Matrixberechnungen – genannt Mata – in das Programm integriert. Der Funktionsumfang von Stata näherte sich damit komplexen Distributionen wie Mathematica an. Die 2007 erschienene Version Stata 10 wurde mit einem Grafikeditor ausgestattet, der das Anpassen von erstellten Grafiken vereinfachen soll.

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stata kann sowohl über Menüs als auch über eine Kommandozeile bedient werden. Stata unterscheidet sich von anderen Programmen dadurch, dass mittlerweile (fast) alle Standardfunktionen sowohl über die Syntax als auch über das Menü zugänglich sind. Dadurch können sich auch unregelmäßige Nutzer die Syntax über die Menus erschließen und anschließend automatisiert in DO-Files verwenden. Stata geht dabei (besonders bei Grafiken) weiter als beispielsweise SPSS, weil per Syntax eine publikationsreife Grafik erzeugt werden kann, die nicht mehr nachbearbeitet werden muss. Eine Zusammenarbeit zwischen Stata und LaTeX ist möglich.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stata versteht sich als statistisches Betriebssystem. Dem Nutzer steht eine Programmiersprache zur Verfügung, mit deren Hilfe er eigene Stata-Programme, sogenannte ADOs, schreiben kann. Diese Programme werden über das Internet zur Verfügung gestellt und können von den anderen Nutzern kostenfrei (aus der Kommandozeile heraus) bezogen werden. In einer umfangreichen Dokumentation sind alle im Programm verwendeten Formeln offengelegt, dadurch und durch die Verwendung von ADO-Code in offiziellen Funktionen wird eine hohe Transparenz gewährleistet. Fehler der aktuellen Version werden in kostenlosen, etwa monatlich erscheinenden Updates korrigiert.

Ausführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Ausführungen[1] benötigen einen Arbeitsspeicher, dessen Größe die maximale Anzahl an Beobachtungen bestimmt, von mindestens 512 MB und 250 MB Festplattenplatz.

Paket Max. Anzahl an Variablen Max. Anzahl an Variablen ("rechte-Seite") Max. Anzahl an Beobachtungen 64-bit Betriebssysteme
Stata/MP 32.767 10.998 unbegrenzt Ja Windows, Mac (64-bit Intel), Unix
Stata/SE 32.767 10.998 unbegrenzt Ja Windows, Mac, Unix
Stata/IC 2.047 798 unbegrenzt Ja Windows, Mac, Unix
Small Stata 99 99 1.200 Ja Windows, Mac, Unix

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Version Erscheinungsdatum Neuerungen/Updateform
14.0 April 2015 Bayessche Statistik, Ereigniszeitanalyse mit Panel- und Mehrebenendaten, Instrumentvariablen, Mehrebenenanalyse mit Survey-Daten, Markow-Modelle, Unicode-Unterstützung
13.1 Oktober 2013 kostenloses Update
13.0 Juni 2013 Generalisierte Strukturgleichungsmodelle, lange Zeichenketten
12.1 Januar 2012 kostenloses Update
12.0 Juli 2011 Strukturgleichungsmodelle, marginale Effekte, multiple Imputation, Import und Export nach Microsoft Excel, Stata/MP
11.2 März 2011 kostenloses Update
11.1 Juni 2010 kostenloses Update
11.0 Juli 2009 Multiple Imputation, Faktor-Variablen, generalisierte Momentenmethode, Randwahrscheinlichkeiten, PDF-Dokumentation, Syntaxhervorhebung
10.1 August 2008 kostenloses Update
10.0 Juni 2007 Grafikeditor
9.2 April 2006 kostenloses Update
9.1 September 2005 kostenloses Update
9.0 April 2005 Mata – Matrix-Sprache
8.2 Oktober 2003 kostenloses Update
8.1 Juli 2003 kostenloses Update
8.0 Januar 2003
7.0 Dezember 2000
6.0 Januar 1999
5.0 September 1996 Generalisierte Schätzgleichungen, Fixed-Effects Probitmodell
4.0 Januar 1995 Stata für Windows 3.1, Lineare Paneldatenmodelle, generalisierte lineare Modelle
3.1 August 1993 Multivariate Regression, scheinbar unverbundene Regression, Heckman Selection Model, nichtlineare Regression, Fixed-Effects-Modell, kanonische Korrelation
3.0 März 1992
2.1 August 1990 Byte-Variablen, ado-Dateien, Faktorenanalyse, logistische Regression mit Quotenverhältnis, geordnete logistische Regression, geordnetes Probitmodell, Fixed-Effects logistische Regression, multinomiale logistische Regression, Tobit-Modell, zensierte Regression, robuste Regression, Quantilregression, Weibull-Regression, Exponentielle Regression
2.05 April 1989
2.0 Juni 1988 Zeichenketten-Variablen, Ereigniszeitanalyse, schrittweise Regression
1.5 Februar 1987 Varianzanalyse, logistische Regression, Probitmodelle
1.4 Mai 1986 infile-Befehl
1.3 August 1985 Stata/Graphics
1.2 Mai 1985 keep-Befehl
1.1 Februar 1985 44 Befehle
1.0 Januar 1985

[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stata 12:

  • Kohler, Kreuter: Datenanalyse mit Stata – Allgemeine Konzepte der Datenanalyse und ihre praktische Anwendung. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage 2012. Oldenbourg, ISBN 978-3-486-70921-6

Stata 10:

  • Kohler, Kreuter: Datenanalyse mit Stata – Allgemeine Konzepte der Datenanalyse und ihre praktische Anwendung 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage 2008. Oldenbourg, ISBN 978-3-486-58456-1

Stata 9:

  • Kohler, Kreuter (2005). Datenanalyse mit Stata, 2. Auflage. Oldenbourg, ISBN 3-486-57865-0

Stata 8:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Which Stata is right for me?. Stata. 2012. Abgerufen am 4. Februar 2013.
  2. http://www.stata.com/support/faqs/resources/history-of-stata/
  3. http://www.stata-journal.com/sjpdf.html?articlenum=gn0017