Stattzeitung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Stattzeitungen (auch: Stattblatt) entstanden Anfang der 1970er Jahre aus der Bürgerinitiativenbewegung als Mittel einer Gegenöffentlichkeit. Sie dienten dazu, Informationen zu verbreiten, die ansonsten nicht oder kaum in der etablierten Presse Niederschlag fanden. Stattzeitungen entwickelten sich besonders stark an Hochschulstädten und dort, wo es wenige konkurrierende Zeitungen gab. Verbreitet wurden Stattzeitungen meist durch Straßenverkauf oder Ständern in Kneipen der alternativen Szene.

Mitte bzw. Ende der 1980er Jahre entwickelten sich die Stattzeitungen immer mehr zu kommerziellen Stadtmagazinen. Der Schwerpunkt der Berichterstattung verschob sich von der Lokalpolitik zur Kultur. Eine Ausnahme ist die zu Beginn der 1990er Jahre in Düsseldorf zunächst käuflich erwerbbare, später kostenlos verteilte TERZ.

Liste namentlich bekannter Stattzeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Nürtinger STATTzeitung, einer heute noch vorhandenen Stattzeitung

Die Liste ist einerseits unvollständig – für so manche Stattzeitung findet sich (online) kein Beleg (mehr) – und andererseits ist nicht eindeutig abzugrenzen, ab wann aus einer Stattzeitung ein Stadtmagazin wurde oder umgekehrt sie sich trotz Definition siehe oben von Anfang an als „Stadtmagazin“ bezeichnete; soweit bekannt, ist in Klammern die Publikationsdauer angegeben:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norbert Saßmannshausen: AZ Andere Zeitung in Imaginäres Adressbuch der Revolte,online unter orte-der-revolte.de
  2. Vorsicht, Blattschuß in Die Tageszeitung vom 6. April 1989, online unter taz.de
  3. Initiative macht sich bezahlt, in Die Tageszeitung vom 4. Oktober  2004, online unter taz.de
  4. Alhambra-Archiv – Nordwind, online unter alhambra.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]