Staudach-Egerndach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Staudach-Egerndach
Staudach-Egerndach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Staudach-Egerndach hervorgehoben

Koordinaten: 47° 47′ N, 12° 29′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Marquartstein
Höhe: 540 m ü. NHN
Fläche: 19,34 km2
Einwohner: 1152 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83224
Vorwahl: 08641
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 146
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 1
83250 Marquartstein
Website: www.staudach-egerndach.de
Bürgermeisterin: Martina Gaukler (CSU/UWG)
Lage der Gemeinde Staudach-Egerndach im Landkreis Traunstein
ChiemseeLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis RosenheimLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnWaginger SeeWonnebergWaging am SeeVachendorfUnterwössenÜbersee (Chiemgau)TrostbergTraunsteinTraunreutTittmoningTaching am SeeTachertingSurbergStaudach-EgerndachSiegsdorfSeeon-SeebruckSchnaitseeSchlechingRuhpoldingReit im WinklPittenhartPetting (Gemeinde)PallingObingNußdorf (Chiemgau)MarquartsteinKirchanschöringKienberg (Oberbayern)InzellGrassauGrabenstättFridolfingEngelsbergChiemingBergen (Chiemgau)Altenmarkt an der AlzÖsterreichÖsterreichÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Staudach-Egerndach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marquartstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staudach-Egerndach liegt im Chiemgau, speziell im Achental südlich des Chiemsees. Die nächstliegende Autobahn wie auch der nächstliegende Bahnhof sind an der Strecke München-Salzburg bei Übersee zu finden.

Von Staudach-Egerndach aus kann der Hochgern (1748 m ü. NHN) bestiegen werden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat zwölf Ortsteile:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benachbarte Gemeinden sind Übersee, Grabenstätt, Bergen, Ruhpolding, Unterwössen, Marquartstein und Grassau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Egerndach wird mit „Gerhart de Egerdach“ 1110/11 ersturkundlich erwähnt[3], der Ort Staudach 1150 als „Studahe“. Auf dem heutigen Gemeindegebiet bestand im Mittelalter die Burg Hohenstein, die sich zeitweise im Besitz des Chiemgau-Grafengeschlechts der Sieghardinger befand. Die Anlage, von der heute nur noch wenige Reste auf dem Schlossberg erhalten sind, wechselte häufig den Besitzer. Im Jahr 1260 kam die Burg zur Herrschaft von Herzog Heinrich XIII. von Bayern-Landshut.

Die heutige selbstständige Gemeinde entstand 1817 als Gemeinde Egerndach. Am 13. April 1949 wurde der Gemeindename Egerndach amtlich in Staudach-Egerndach geändert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.053 auf 1.167 um 114 Einwohner bzw. um 10,8 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martina Gauckler (CSU/UWG) ist seit 1. Mai 2020 Bürgemreisterin; sie wurde am 15. März 2020 mit 85,4 % der gültigen Stimmen gewählt. Ihr Vorgänger war in der Zeit vom 1. Mai 2002 bis 30. April 2020 Hans Pertl (nominiert von CSU und mehreren Wählergemeinschaften).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Staudach-Egerndach lebt und arbeitet der Bildhauer Carsten Lewerentz. Seit 1999 betreibt Lewerentz in einem ehemaligen Lebensmittelladen in der Bahnhofstraße das „Atelierfenster“. Neben lebenden, vorwiegend regionalen Künstlern des Chiemgaus wurden auch in Vergessenheit geratene Bildende Künstler vorgestellt (z. B. Käthe Seele[5] oder Wilhelm Srb-Schloßbauer).

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staudach ist der Gründungsort der überregional bekannten Band Django 3000.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Therese („Rosi“) Brandl (* 1. Februar 1909 in Staudach; † (hingerichtet) 24. Januar 1948 in Kraków/Krakau) war eine KZ-Aufseherin im nationalsozialistischen Deutschen Reich.
  • Anna Kroher (* 30. Juni 1859; † 4. Dezember 1943), Sagenforscherin und Heimatbuchautorin
  • Adolph Kroher (* 3. Mai 1825; † 23. April 1892), Zementfabrikgründer und Erfinder des ersten Dachsteines aus Zement

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111109/175104&attr=OBJ&val=571
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch. Band 1: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals bis zum Jahr 1140, II. Abteilung. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 251–252, Nr. 287.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  5. Giesen: Bemerkenswertes „aus dem Schatten“ – Würdigung der Bildhauerin Käthe Seele im Atelierfenster in Staudach. Oberbayerisches Volksblatt, 20. Juli 2011, abgerufen am 18. Januar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Staudach-Egerndach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien