Stavenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Stavenhagen
Stavenhagen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Stavenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 42′ N, 12° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Stavenhagen
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 40,84 km2
Einwohner: 5586 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17153
Vorwahl: 039954
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 142
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloss 1
17153 Stavenhagen
Webpräsenz: www.stavenhagen.de
Bürgermeister: Bernd Mahnke (Parteilos[2])
Lage der Stadt Stavenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
BrandenburgLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-ParchimBeggerowBorrentinHohenbollentinHohenmockerKentzlinKletzinLindenberg (Vorpommern)MeesigerNossendorfSarowSchönfeld (bei Demmin)SiedenbrünzowSommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)UtzedelVerchenWarrenzinDatzetalFriedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)Friedland (Mecklenburg)GalenbeckGenzkowBasedow (Mecklenburg)Basedow (Mecklenburg)DuckowFaulenrostGielowKummerow (am See)MalchinNeukalenAlt SchwerinFünfseenGöhren-LebbinMalchow (Mecklenburg)Nossentiner HüttePenkowSilz (Mecklenburg)WalowZislowMirowPriepertPeenehagenWesenberg (Mecklenburg)Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte)Blankensee (Mecklenburg)BlumenholzCarpinGodendorfGrünow (Mecklenburg)HohenzieritzKlein VielenKratzeburgMöllenbeck (bei Neustrelitz)Schloen-DratowSchloen-DratowUserinWokuhl-DabelowBeseritzBlankenhofBrunn (Mecklenburg)NeddeminNeuenkirchen (bei Neubrandenburg)NeverinSponholzStavenTrollenhagenWoggersinWulkenzinZirzowAnkershagenKucksseePenzlinMöllenhagenAltenhof (Mecklenburg)BollewickBuchholz (bei Röbel)BütowFinckenGotthunGrabow-BelowGroß KelleKieveLärzLeizenLudorfMassowMelzPribornRechlinRöbel/MüritzSchwarz (Mecklenburg)SietowStuerVipperowWredenhagenZepkowGrabowhöfeGroß PlastenHohen WangelinJabelKargowKlinkKlocksinMoltzowMoltzowTorgelow am SeeVarchentinVollrathsruheBurg StargardBurg StargardCölpinGroß NemerowHolldorfLindetalPragsdorfBredenfeldeBriggowGrammentinGülzow (bei Stavenhagen)IvenackJürgenstorfKittendorfKnorrendorfMölln (Mecklenburg)RitzerowRosenowStavenhagenZetteminAltenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)AltentreptowBartow (Vorpommern)BreesenBreestBurowGnevkowGolchenGrapzowGrischowGroß TeetzlebenGültzKriesowPripslebenRöckwitzSiedenbollentinTützpatzWerder (bei Altentreptow)Wildberg (Vorpommern)WoldeGroß MiltzowKublankNeetzkaPetersdorf (bei Woldegk)SchönbeckSchönhausen (Mecklenburg)VoigtsdorfVoigtsdorfWoldegkDargunDemminFeldberger SeenlandschaftNeubrandenburgNeustrelitzWaren (Müritz)Karte
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Stavenhagen ist eine Kleinstadt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Die mecklenburgische Stadt ist Amtssitz des Amtes Stavenhagen und führt seit dem 12. Juli 1949 die Bezeichnung Reuterstadt vor ihrem Namen. Für seine Umgebung ist der Ort ein Grundzentrum.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stavenhagen liegt nordwestlich von Neubrandenburg, nördlich von Neustrelitz und nordöstlich von Waren.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Stavenhagen gehören die Ortsteile Basepohl, Basepohl Am See, Klockow, Kölpin, Neubauhof, Pribbenow und Wüstgrabow.[4]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durchschnittlich fallen 565 mm Niederschlag.[5] 2009 war Stavenhagen gemäß der Wetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes mit einer Niederschlagsmenge von 442 mm im Jahr der trockenste Ort Deutschlands.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barockes Schloss Stavenhagen, Parkseite
Schloss Stavenhagen, Portalseite mit Turm

Stavenhagen wurde 1230 erstmals als Stovenhage urkundlich erwähnt. Schon 34 Jahre später erhielt die Siedlung das Stadtrecht. Aus der Bestätigungsurkunde vom 29. Mai 1282 von Herzog Bogislaw IV. ist zu entnehmen, dass Stavenhagen das Stadtrecht, dessen Urkunde nicht überliefert ist, gemeinsam von den Herzögen Barnim I. und Wartislaw III. erhalten hat.[7] Im 13. Jahrhundert war der Hauptort eines gleichnamigen Landes (terra) unter der Herrschaft der Herzöge von Pommern. Dieses kam 1282 zunächst pfandweise, 1317 dann endgültig an die Herren von Werle. Nach deren Aussterben 1436 wurde Stavenhagen Landstadt in Mecklenburg und war als solche eine der Städte im Wendischen Kreis, die bis 1918 auf mecklenburgischen Landtagen der 1523 vereinten Landstände vertreten waren. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde 1648 die Stadt zerstört. Auch die Großbrände von 1727 und 1746 vernichteten große Teile der Stadt. Um 1740 wurde auf den Grundmauern früherer Burganlagen das heutige Schloss errichtet.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts waren Juden im Ort ansässig, die 1764 den Jüdischen Friedhof Stavenhagen einrichteten, der beim Novemberpogrom 1938 durch die Nazis verwüstet und 1943 eingeebnet wurde. Seit 1880 gab es auch eine Synagoge, ebenfalls 1938 geschändet und angezündet, später als Tischlerei verwendet.

Zwischen 1774 und 1790 wurde die Stadtkirche neu gebaut und von 1783 bis 1788 das Rathaus. In der Amtszeit von Bürgermeister Georg Johann Jakob Reuter von 1808 bis 1845 kam es zum ersten wirtschaftlichen Aufschwung durch Einführung neuer landwirtschaftlicher Kulturen, Stallfütterung und die Gründung der ersten Lagerbierbrauerei Mecklenburgs.

1810 wurde in der Stadt Fritz Reuter, der Sohn des Bürgermeisters, geboren, der als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Dichter niederdeutscher Literatur bekannt wurde. Er schilderte die Stadt mehrfach, besonders in Meine Vaterstadt Stavenhagen (1861).

Das 1866 gegründete Katharinenstift ist heute eine diakonische Einrichtung.

1864 bekam Stavenhagen einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die 1913 in Betrieb genommene Kleinbahnstrecke Demmin–Stavenhagen–Bredenfelde wurde 1945 als Reparationsleistung demontiert. In den Gründerjahren zur Amtszeit des Bürgermeisters Fritz Schultetus von 1879 bis 1905 setzte die industrielle Entwicklung in Stavenhagen ein. Eine Zuckerfabrik, eine Molkerei, ein Schlachthof, eine Dampfmühle, ein Sägewerk, eine Ziegelei, ein Elektrizitätswerk, ein Feuerwehrhaus und ein Krankenhaus wurden gebaut.

Um die Abwehr des Kapp-Putsches zu unterstützen, schlossen sich am 16. März 1920 Stavenhagener Landarbeiter dem am 13. März ausgerufenen Generalstreik mit Arbeitsniederlegungen an. In Folge des Zusammenbruchs des rechten Putsches am 17. März versuchte die Regierung durch den Einsatz der Reichswehr wieder Kontrolle über die anhaltenden Streiks zu gewinnen [8]. Am 19. März 1920 zog daher die Demminer Reichswehr unter Führung des Leutnant Meinecke, Bataillon Jarmen, in Stavenhagen ein. Die ansonsten ruhig gebliebene Stadtbevölkerung war im Stadtzentrum versammelt. Da der Befehl die Straße frei zumachen nicht sofort erfolgen konnte, wurde in die Menge geschossen. Um zu vermitteln, ging der 60-jährige Stadtrat August Seidel mit erhobenen Händen auf die Straße und wurde nach wenigen Worten sofort erschossen. Das juristische Verfahren gegen den Offizier Meinecke wurde aufgrund von Notwehr eingestellt [9]. Heute erinnert auf dem Friedhof ein Grabmal an den Stadtrat.

1928 erhielt die Stadt eine zentrale Wasserversorgung und 1932 wurde die Katholische Kirche St. Paulus geweiht.

Im alten Stavenhagener Rathaus am Markt entstand 1960 das Fritz-Reuter-Literaturmuseum. 1972 wurde das bedeutendste private Wirtschaftsunternehmen des damaligen Bezirks Neubrandenburg, die Koffer KG Hermelink, als eine der letzten namhaften Firmen zwangsverstaatlicht und deren Besitzer außer Landes getrieben. 1974 wurde im Ortsteil Basepohl ein Standort für ein Hubschraubergeschwader der Nationalen Volksarmee gebaut.

Nach der politischen Wende wurde ab 1991 der historische Stadtkern im Rahmen der Städtebauförderung grundlegend saniert; das Stadtbild mit dem Schloss hat sich stark verbessert. Durch die Kreisgebietsreform 1994 kam die Stadt vom aufgelösten Landkreis Malchin zum Landkreis Demmin. Seit der Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011 gehört Stavenhagen zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Rathaus von Stavenhagen mit Fritz-Reuter-Denkmal, heute als Fritz-Reuter-Literaturmuseum dem Dichter gewidmet

Die 17 Sitze der Stadtvertretung verteilen sich seit der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 folgendermaßen auf die Parteien und Gruppierungen:

  • Die Linke 7 Sitze
  • CDU 4 Sitze
  • Unabhängige Fraktion Stavenhagen 3 Sitze
  • Reuterstädter Bürgergemeinschaft 2 Sitze
  • SPD 1 Sitz

Präsident der Stadtvertretung ist Klaus Salewski (Die Linke).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernd Mahnke ist seit 1984 Bürgermeister Stavenhagens. Zunächst vertrat er die SED; nach seinem Austritt 1990 führte er für mehrere Monate als Parteiloser das Amt weiter, trat 1991 in die CDU ein, aus der er 2009 wieder austrat, und nunmehr wiederum als Parteiloser auftritt.[10]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Preetz in der Holsteinischen Schweiz (Schleswig-Holstein) seit 7. Juli 1990
  • Werdohl im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) seit 10. August 1990
  • Šilalė in Litauen seit 2. November 1994

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 13 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold ein hersehender, gold gekrönter schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und silbernen Hörnern.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtkirche Stavenhagen

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Stavenhagen

  • Das ehemalige Rathaus ist das Geburtshaus von Fritz Reuter und dient als Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Davor steht das 1911 von Wilhelm Wandschneider geschaffene Fritz-Reuter-Denkmal.
  • Schloss Stavenhagen ist ein um 1740 entstandener Putzbau, der um 1890 um einen runden Treppenturm ergänzt wurde. Die Anlage war bis in die 1970er Jahre eine Schule und ist heute Verwaltungssitz und Standesamt von Stavenhagen.
  • Die Stadtkirche in Stavenhagen wurde 1782 erbaut und enthält Ausstattungsgegenstände verschiedener Epochen, neben Altar und Empore aus der Zeit ihrer Errichtung auch eine Kanzel um 1600 sowie die Lütkemüller-Orgel von 1861 mit einem älteren Orgelprospekt.
  • Die ehemalige Synagoge hat die Nazi-Zeit überstanden, war allerdings jahrzehntelang eine Ruine. Seit 2013 wird die umfassende Sanierung durchgeführt.[11][12]
  • Eiche bei Klockow mit einem Brusthöhenumfang von 7,56 m (2016).[13]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wende konnte Stavenhagen eine für Mecklenburg-Vorpommern erstaunliche Ansiedlung von Unternehmen verzeichnen. Auf bisher zwei Gewerbegebieten sind heute vor allem Betriebe der Lebensmittelproduktion wie die Pfanni GmbH & Co. OHG, die Pommernland Fleisch- und Wurstwaren GmbH, die Immergut Dauermilch GmbH und die Tutower Senf GmbH sowie das Speditionsgewerbe, zum Beispiel mit der KP Logistik GmbH und der Dachser GmbH & Co. KG vertreten. Die Netto Supermarkt OHG hat in Stavenhagen ihr Zentrallager.

Bedingt durch die Gewerbesteuereinnahmen ist die Stadt seit 2005 schuldenfrei. Dies bringt für Familien eine Reihe von Annehmlichkeiten mit sich, wie etwa ein seit 2007 gezahltes sogenanntes Begrüßungsgeld für Neugeborene und Zuschüsse zur Kindergarten- und Schulspeisung. Als Nebeneffekt erhofft man sich, der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung entgegenwirken zu können.[14]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Stavenhagen

Stavenhagen liegt an der Bahnstrecke Bützow–Stettin, an der B 194 (Waren–Stavenhagen–Stralsund) und an der B 104 (Neubrandenburg–Teterow). Der nächste Autobahnanschluss (A 20) befindet sich bei Altentreptow (ca. 20 km).

Der Bahnhof befindet sich am nördlichen Stadtrand; die Regional-Express-Züge nach Lübeck oder Stettin halten stündlich.

Verbindungen in die umliegenden Ortschaften bestehen mit den regionalen Buslinien der MVVG. Auf dem Reuterplatz im Stadtzentrum befindet sich der zentrale Omnibusbahnhof.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stavenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Frank Pergande: Zurück in die Parteilosigkeit. In: FAZ vom 29. Juli 2012.
  3. Regionales Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte (2011), Regionaler Planungsverband, abgerufen am 12. Juli 2015
  4. Hauptsatzung § 1, Abs. 1 (PDF; 39 kB)
  5. Klimadiagramm Stavenhagen bei de.climate-data.org, abgerufen am 20. März 2017
  6. Mechthild Henneke: Wetterextreme in Deutschland 2009. In: Südkurier vom 28. April 2010
  7. Dietmar Lucht: Die Städtepolitik Herzog Barnims I. von Pommern 1220–1278. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, Reihe V: Forschungen zur pommerschen Geschichte, Bd. 10. Köln/Graz 1965, S. 62.
  8. Hempe, Mechthild: Ländliche Gesellschaft in der Krise. Mecklenburg in der Weimarer Republik, S. 79/80.
  9. Gümbel: Vier Jahre politischer Mord, S.54., unter: https://archive.org/stream/vierjahrepolitis00gumb/vierjahrepolitis00gumb_djvu.txt
  10. Frank Pergande: Stavenhagen: Zurück in die Parteilosigkeit. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Mai 2009. Abgerufen am 20. August 2017. 
  11. Denkmal des Monats Dezember 2013: Alte Synagoge Stavenhagen, Kulturwerte MV, abgerufen am 30. Juni 2015
  12. Alte Synagoge in Stavenhagen gerettet (Memento vom 13. Mai 2016 im Internet Archive) auf ndr.de am 16. Oktober 2015
  13. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017
  14. Artikel im Hamburger Abendblatt vom 16. Dezember 2006
  15. Peter Schulze: CASPAR, Bernhard, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 83f.; online über Google-Bücher