Stay-behind-Organisation

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Als Stay-behind-Organisation oder Stay-behind (von engl. stay behind, „bleib zurück/dahinter“; Rücklass-Organisation oder Überrollgruppe) wird eine geheime paramilitärische Widerstandsorganisation bezeichnet, die im Fall einer feindlichen Besetzung eines Staates oder Teilgebieten davon hinter der Front nachrichtendienstliche Aufklärung leisten und Sabotageakte gegen die Besetzer verüben soll.[1] Während sich die reguläre Armee vor einem Angreifer zurückzieht, lassen sich diese Einheiten von der Front überrollen, um dann in ihrem Rücken zu operieren.

Außer einigen Vorläufern während des Zweiten Weltkriegs, etwa der britischen Einheit Special Operations Executive,[2] bezeichnet der Sammelbegriff Stay-behind meist geheime Organisationen in Westeuropa, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurden. Sie sollten bei einer Invasion von Truppen des Warschauer Paktes hinter den Linien der Besetzer eingesetzt werden. Nach dem Ende und teilweise auch schon während des Kalten Kriegs wurden sie aufgelöst.[2] Ihre Existenz wurde 1990 durch die Aufdeckung von Gladio in Italien bekannt.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Stay-behind-Organisation entstand in Großbritannien als Teil der Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Im Sommer 1940 beschloss das britische Stabschefskomitee in Vorbereitung auf eine mögliche Besetzung der britischen Inseln durch die Wehrmacht Gruppen bewaffneter Kämpfer zu trainieren, die hinter den Linien der deutschen Besatzungsmacht einen Guerillakampf führen sollten. Mit dem Aufbau solcher Einheiten wurde Colonel Colin Gubbins beauftragt, der zuvor in Norwegen in der alliierten Nachhut versucht hatte, den Vormarsch der deutschen Truppen zu verzögern. Durch Überfälle und Hinterhalte sollten die Einheiten die Nachschublinien der Wehrmacht stören. Zudem sollte eine Gruppe mit Sendegeräten ausgestattet und speziell für nachrichtendienstliche Aufgaben trainiert werden.[2]

Stay-behind-Netzwerke in der Nachkriegszeit entstanden aus Angst vor einer sowjetischen Besetzung westeuropäischer Staaten und der Entschlossenheit, Widerstand zu leisten.[1] Ein wichtiger Auslöser für diese Befürchtungen war die kommunistische Machtübernahme in der Tschechoslowakei im Februar 1948.[2] Als Antwort auf den Februarumsturz gründeten westeuropäische Staaten im April 1948 den Brüsseler Pakt. Die Idee, sich auf Geheimeinsätze für den Fall einer neuen Besetzung vorzubereiten, war in diesen Ländern wegen der deutschen Okkupation entstanden und durch eine befürchtete mögliche sowjetische Intervention begründet.[3] Diese Organisationsstrukturen entstanden als die nationalen Armeen teilweise erst (wieder-)aufgebaut wurden und die NATO noch nicht existierte.

Belgien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Bekanntwerden der Existenz der Stay-behind-Organisation Gladio in Italien sollte 1990 eine parlamentarische Untersuchung klären, ob die belgischen „Stay-Behind-Organisationen“ in belgische Terroranschläge verwickelt waren. Die Senatoren fanden keine stichhaltigen Beweise, dass kriminelle Gruppierungen das Stay-Behind-Netzwerk infiltriert hatten.[4] Sie bestätigten im Abschlussbericht, dass es in Belgien während Jahrzehnten zwei Stay-Behind-Netzwerke namens SDRA VIII und STC/Mob gab. Die Abteilung SDRA VIII war eine Untereinheit des militärischen Nachrichtendienstes SGR (Service Général de Renseignement). Ihr Auftrag bestand bis zum Frühling 1990 einerseits aus der Organisation eines Funk-Netzwerkes, das es Agenten im besetzten Belgien ermöglicht hätte mit der belgischen Regierung im Exil Kontakt aufzunehmen und andererseits der Errichtung von Evakuationsrouten, falls es zu einer Besetzung Belgiens gekommen wäre. Der zweite Auftrag wurde im Mai 1990 aufgehoben und die Zahl der eingesetzten Instruktoren halbiert.[5] Der zivile Zweig STC/Mob war innerhalb des zivilen Nachrichtendienstes (Sûreté de l'Etat) eingegliedert und unterstand dem Justizministerium. Dessen Auftrag bestand hauptsächlich aus dem Sammeln von Informationen in einem besetzten Belgien, die für die Exilregierung von Bedeutung gewesen wären. Das Netzwerk wurde 1969/1970 geschaffen und wäre erst im Besetzungsfall mit dem SDR VIII kombiniert worden.[6]

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1990 veröffentlichte die deutsche Regierung einen „Stay-behind-Bericht“, der vom Staatsminister im Bundeskanzleramt Lutz Stavenhagen verfasst wurde. Dort wurde erklärt, dass die Aufgaben, die in der Verantwortung der nationalen Geheimdienste lagen, seit 1954/1955 unter der Ägide des Supreme Headquarters Allied Powers Europe (NATO-Hauptquartier) koordiniert worden war. Die deutschen Einheiten wie der Geheime Widerstand, Kibitz, Gruppe 27 oder zunächst auch der Bund Deutscher Jugend (1953 aufgelöst) unterstanden zunächst der Organisation Gehlen. Ab 1956 übernahm der nun geschaffene Bundesnachrichtendienst (BND) die Führung der Einheiten. Erste Gespräche und Planungen zur Einrichtung eines deutschlandweiten „Ausweich- und Fluchtnetzwerkes“ (Evasion and Escape, E&E) zwischen dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA und der Organisation Gehlen fanden 1950 statt.[7][8] Im Jahr 1955 sah die Planung die Unterteilung Westdeutschlands in 13 EE-Bezirke sowie die Schaffung einiger hundert Depots mit Notfallausrüstung vor.[9] Diese Aktivitäten wurden vom Bundesnachrichtendienst fortgeführt.[10]

Die ausgebildeten Einheiten legten geheime Waffen- und Versorgungsdepots verteilt über die ganze Bundesrepublik Deutschland an. Neben Waffen, Sprengstoff, Funk- und Morsegeräten beinhalteten einige dieser Depots auch Listen mit zu internierenden Personen (wie Politiker der KPD, DKP und SPD). Zwei noch vollständig erhaltene Depots wurden im Frühjahr 1996 im Berliner Grunewald entdeckt.[11] Die DDR-Staatssicherheit hatte bis 1980 weit über 50 Einheiten mit deren Funkverbindungen, Waffendepots und Mitgliedern in der Bundesrepublik Deutschland aufgeklärt.[12]

Die Größenordnung der Stay-behind-Organisation wechselte: Ende der 1950er Jahre umfasste die Organisation etwa 75 hauptamtliche Mitarbeiter, ihr Bestand an nachrichtendienstlichen Verbindungen betrug zeitweise bis zu 500 Personen. Anfänglich gab es auch einen Einsatzteil zur Ausbildung von Personen, die im besetzten Gebiet Sabotagehandlungen gegen die Besatzungsmacht durchführen und Widerstandsgruppen führen sollten. Diese Gruppen wurden seit Anfang der 1970er Jahre schrittweise reduziert und 1983 ganz eingestellt.[13][14]

Laut dem BND-Historiker Bodo Hechelhammer wurde „in Absprache mit den assoziierten Partnern die deutsche Einheit zum dritten Quartal 1991 aufgelöst und die Kontakte zu den nachrichtendienstlichen Verbindungen eingestellt“.[12] Laut der Bundesregierung wurde die SBO zum 30. September 1991 aufgelöst.[15]

Bund Deutscher Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 1952 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der Technische Dienst (TD) bekannt, eine Unterorganisation des von Rechtsextremisten dominierten Bundes Deutscher Jugend (BDJ). Der ehemalige SS-Angehörige Hans Otto wollte aus dieser Gruppe aussteigen. Er erklärte der hessischen Kriminalpolizei, er gehöre „einer politischen Widerstandsgruppe an, deren Aufgabe es war, im Fall eines sowjetischen Vormarsches Sabotageakte durchzuführen und Brücken zu sprengen“. Otto sagte weiter aus, dass etwa 100 Mitglieder der Organisation politisch geschult und in der Bedienung von amerikanischen, sowjetischen und deutschen Waffen und in der Anwendung militärischer Taktik unterwiesen wurden. Die Mitglieder dieser Organisation waren hauptsächlich ehemalige Offiziere der Luftwaffe, des Heeres oder der Waffen-SS. Otto erzählte der Polizei, dass ein amerikanischer Geheimdienstmitarbeiter für das Geld und den größten Teil der Ausbildung und Ausrüstung sorgte. Die Männer seien in der Nähe von Wald-Michelbach, einer Gemeinde im hessischen Odenwald, unterrichtet worden, hätten ein Haus mit einer unterirdischen Schießanlage und einem Bunker ganz in der Nähe, ihnen wurde beigebracht zu töten, ohne Spuren zu hinterlassen.[16][17]

Norbert Juretzko, ein ehemaliger Agent des Bundesnachrichtendienstes, war Anwerber für Unterstützer des BDJ-TD in Deutschland. Seinen Angaben nach rekrutierte er diese unter konservativ oder rechtsextrem eingestellten Bürgern, um die als notwendig erachtete streng antikommunistische Ausrichtung der Organisation sicherzustellen. Sie hätten eine Funkausbildung und ein militärisches Funkgerät erhalten und im Ernstfall vor allem Kommunikationsaufgaben übernehmen sollen.[18]

Bei einer Razzia der deutschen Polizei wurde bekannt, dass die USA die Gruppe monatlich mit 50.000 DM finanziert und mit Waffen, Munition und Sprengstoff beliefert hatten. Im Odenwald fand man ein Waffenlager mit Maschinengewehren, Granaten, leichten Artilleriegeschützen und Sprengstoff.[19] Ferner fand man eine Liste mit 40 deutschen Führungspersonen, die als „nicht zuverlässig antikommunistisch“ eingestuft wurden und als Attentatsopfer vorgesehen waren, darunter der damalige SPD-Parteichef Erich Ollenhauer, Herbert Wehner, Heinrich Zinnkann und einige SPD-Oberbürgermeister.[20] Für eine möglichst effiziente Ausführung der Attentate hatte der BDJ-TD Mitglieder in die SPD geschleust.[21]

Mehrere Mitglieder wurden festgenommen. Nachdem die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen hatte, entließ Oberbundesanwalt Carlo Wiechmann die Verdächtigten am 1. Oktober 1952 wieder. Die hessische Polizei und das Bundesjustizministerium wurden nicht darüber informiert. Das führte zu erheblichen politischen Irritationen.[17] Der hessische Ministerpräsident Georg-August Zinn (SPD) meinte dazu: „Die einzige rechtliche Erklärung für diese Entlassungen kann für uns nur sein, daß die Leute in Karlsruhe erklärt haben, daß sie im amerikanischen Auftrag tätig waren.“[22] Wer in der Bundesanwaltschaft die Freilassung der Verhafteten veranlasste, konnte nie geklärt werden.[20]

Die USA erklärten am 2. Oktober 1952 erstmals, sie hätten den BDJ-TD aufgebaut und finanziert, diese Aktivitäten jedoch ein halbes Jahr zuvor eingestellt. Von einem Fortbestehen der Organisation habe man nichts gewusst. Zur Untersuchung der Vorgänge wurde eine deutsch-amerikanische Untersuchungskommission gebildet, die im November 1952 wieder eingestellt wurde. Als Ergebnis wurde mitgeteilt, die USA hätten keine Kenntnis von den illegalen Tätigkeiten des BDJ-TD gehabt.[20][23]

Eine andere westdeutsche Stay-behind-Gruppe leiteten der frühere Wehrmachtsangehörige Heinrich Hoffmann und Hans Rues, eine weitere (Codename Kiebitz 15) der ehemalige Wehrmachtsoffizier Walter Kopp.[24][25] Die CIA-Zentrale beklagte im April 1953 das Aufsehen über diese Gruppen in deutschen Medienberichten. Daher wurden einige Gruppen aufgelöst. Laut dem US-Historiker Timothy Naftali zeigen die veröffentlichten CIA-Dokumente, die früheren Nationalsozialisten unter den Mitgliedern hätten den Informationsmangel des Westens über die Sowjetunion für sich selber ausgenutzt.[25]

Griechenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ziel des britischen Premierministers Winston Churchill war es, die kommunistisch angeführte Widerstandsbewegung EAM an der Machtübernahme nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu hindern. Nach der Niederschlagung eines Aufstands von EAM-Anhängern im April 1944 unter den griechischen Streitkräften in Ägypten wurde eine neue und zuverlässige Einheit aufgestellt, die Dritte Griechische Gebirgsbrigade, von der „fast alle Männer von gemäßigt konservativen bis linken Ansichten“ ausgeschlossen waren.[26] Nach der Befreiung im Oktober 1944 kontrollierte die EAM den größten Teil des Landes. Als sie am 3. Dezember 1944 eine Demonstration in Athen veranstaltete, schossen plötzlich Angehörige rechtsgerichteter und pro-royalistischer paramilitärischer Verbände in die Menge. Gedeckt wurden sie dabei von „britischen Truppen und von Polizisten mit Maschinengewehren […], die auf Hausdächern Stellung bezogen hatten“. Dabei wurden 25 Demonstranten getötet, darunter ein sechs Monate alter Junge, und 148 verletzt.[27] Dies war der Ausbruch der Schlacht um Athen (Dekemvriana), die im Weiteren zum Griechischen Bürgerkrieg führte.

Als Griechenland 1952 der NATO beitrat, wurden die LOK (Lochoi Oreinōn Katadromōn, d. h. Gebirgsjägerkompanien) in das europäische Stay-behind-Netzwerk eingegliedert. Die CIA und LOK bekräftigten am 25. März 1955 ihre Zusammenarbeit in einem Geheimdokument, das von General Trascott für die CIA und von Konstantinos Dovas, dem Stabschef des griechischen Militärs unterzeichnet wurde. Außer der Vorbereitung auf einen sowjetischen Einmarsch gab die CIA den LOK auch Anweisungen zur Verhinderung eines linksgerichteten Militärputsches.[28]

Die rund 300 Mann der LOK waren beteiligt an dem Putsch vom 21. April 1967, der die Griechische Militärdiktatur (1967–1974) an die Macht brachte.[29] Andreas Papandreou ging ins Exil, aus dem er 1974 zurückkehrte. 1981 wurde er Premierminister. Seiner eigenen Aussage nach deckte er die Existenz der geheimen Stay-Behind-Truppe auf, die den Codenamen Red Sheepskin (Roter Schafspelz) trug und gab Anweisungen zu ihrer Auflösung.[30] Andreottis Enthüllungen von 1990 zufolge bestätigte der griechische Verteidigungsminister, dass ein Zweig des Netzwerks mit diesem Codenamen bis 1988 in seinem Land aktiv gewesen war.[31] Die sozialistische Opposition forderte eine parlamentarische Untersuchung der Geheimorganisation und ihrer angeblichen Verbindungen zu Terrorismus und dem Militärputsch von 1967. Innenminister Yannis Vassiliadis erklärte, es bestehe kein Bedarf, solche „Phantasien“ zu untersuchen, denn „Sheepskin war einer von 50 NATO-Plänen, die vorsahen, dass dann, wenn ein Land von einem Feind besetzt wird ein organisierter Widerstand bestehen solle. Sheepskin sah geheime Waffenverstecke vor und auch Offiziere, die den Kern eines Guerillakrieges bilden konnten, Mit anderen Worten, es war, national gesehen, ein gerechtfertigter Vorgang.“[32]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gladio war der Name einer geheimen, paramilitärischen Stay-behind-Einheit in Italien. Gladio sollte im Fall einer Invasion von Truppen des Warschauer Paktes Guerilla-Operationen und Sabotage gegen die Invasoren durchführen. Im August 1990 bestätigte der italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti auf eine Parlamentsanfrage hin die Existenz von Gladio.[33]

Luxemburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Zeitungsbericht vom 10. November 1990 in der Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek bestätigte Jacques Santer am 14. November 1990 vor dem Luxemburger Parlament die Existenz einer Stay-behind-Organisation in Luxemburg und verfügte als zuständiges Regierungsmitglied deren umgehende Auflösung. Die Organisation war seit 1959 mit Genehmigung des Premiers Pierre Werner aktiviert worden, ihre Steuerung sei durch den luxemburgischen Geheimdienst Service de Renseignement de l’Etat erfolgt, die Koordination erfolgte über eine Dienststelle der NATO.[34] Am 17. Dezember 1990 informierte Santer den Verfassungsausschuss des Parlamentes darüber, dass die Organisation nie aus mehr als zwölf Personen bestanden habe und lediglich für die Übermittlung nachrichtendienstlicher Informationen sowie die Ein- und Ausschleusung von Personen vorgesehen war. Handwaffen waren seit 1973 eingelagert worden, ein direkter Zugang dazu war nicht vorgesehen. Am 14. Oktober 1990 wurden die noch lebenden Angehörigen der Organisation über die Auflösung informiert und aufgefordert, ihr Funkmaterial abzugeben.[35]

Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Reaktion auf die umfangreichen Bekenntnisse Giulio Andreottis bestritt Adolfo Suárez, Spaniens erster demokratisch gewählter Ministerpräsident nach Francos Tod, jemals von Gladio gehört zu haben.[36] Suárez’ Nachfolger Leopoldo Calvo-Sotelo gab an, dass Spanien nach dem Beitritt zur NATO nicht über Gladio informiert worden wäre. Auch sagte er, dass ein solches Netzwerk im franquistischen Spanien nicht notwendig gewesen wäre, da „das Regime selber Gladio war“.[37]

General Fausto Fortunato, Leiter des italienischen Geheimdienstes SISMI von 1971 bis 1974, äußerte, dass Frankreich und die USA Spaniens Einstieg in die Organisation Gladio befürworteten, Italien aber sein Veto aussprach. Der spanische Verteidigungsminister Narcís Serra ordnete jedoch eine Untersuchung über Spaniens Verhältnis zu Gladio an.[38][39] Darüber hinaus schrieb die Zeitung Canarias 7 unter Berufung auf den früheren Gladio-Agenten Alberto Volo, dass Anfang August 1991 ein Gladio-Treffen auf Gran Canaria stattgefunden hätte.[40] Volo gab ebenfalls an, in den 1960er und 1970er Jahren als Gladio-Agent Trainings in Maspalomas auf Gran Canaria absolviert zu haben.

Türkei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der französischen Monatszeitung Le Monde diplomatique zufolge wurde eine türkische Stay-behind-Organisation unter dem Namen Counter-Guerilla also Kontra-Guerilla geführt. Eine der maßgeblichen Mitglieder sei der Rechtsextremist und Heroinhändler Abdullah Çatlı gewesen, der auch großen Einfluss in der rechtsextremen Partei Graue Wölfe gehabt habe. Er habe Straßenkämpfe und die Ausbildung von jungen Anhängern für den Kampf gegen Linksradikale organisiert. Er habe sich mehrfach mit Stefano Delle Chiaie in Lateinamerika und im September 1982 in Miami getroffen.[41]

Deutsche Demokratische Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Militärorganisation der Deutschen Kommunistischen Partei Gruppe Ralf Forster[42] und die Spezialeinheit AGM/S des MfS in der DDR[43] werden vereinzelt als Stay-behind-Organisation bezeichnet.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im besetzten Nachkriegsösterreich wurde im Jahr 1947 zunächst von Gewerkschaftern die Absprache getroffen, eine schlagkräftige Truppe gegen kommunistische Umsturzversuche aufzustellen. Nachdem diese unter der Führung von Franz Olah bei den Oktoberstreiks 1950 eine entscheidende Rolle in der Niederschlagung des Generalstreikes gespielt hatte, wurde sie mit Unterstützung der CIA zu einer paramilitärischen Stay-behind-Organisation ausgebaut, die sich den Tarnnamen Österreichischer Wander-, Sport- und Geselligkeitsverein gab. Spezialeinheiten wurden in der amerikanischen Besatzungszone als Stay-behind ausgebildet und Scheinfirmen sorgten für die finanzielle Abwicklung. Als Franz Olah 1963 Innenminister wurde und international eine Entspannung im Kalten Krieg erkennbar war, wurde diese Organisation schrittweise aufgelöst.

Im Zuge eines innenpolitischen Skandals kamen im Jahr 1969 erstmals Informationen über diese Stay-behind-Organisation an die Öffentlichkeit. Die Besonderheit der österreichischen Organisation war, dass sie sich ausschließlich auf sozialistische Gewerkschafter stützte. Im Jahr 1996 wurden in den USA geheime Dokumente aus der Besatzungszeit veröffentlicht, die zur Auffindung von 85 versteckten Waffendepots in Salzburg, Oberösterreich und der Obersteiermark, führten. Um das Auffinden der Lager zu erschweren, wurde das vergrabene Material mit einer Schicht aus Metallabfall, in der Regel geleerten Konservendosen, abgedeckt. Beinahe alle Waffen und Ausrüstungsgegenstände entsprachen der Standardausrüstung der US-Armee für den Zeitraum 1945–1960. Den markantesten Aspekt der Waffenlager stellten große Mengen an Plastiksprengstoff und Zündmitteln dar.[44]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: P-26

In der Schweiz bestand bis 1990 eine geheime Widerstandsorganisation. Sie hatte zuletzt den Tarnnamen Projekt 26 (P-26) und bildete Schweizer Bürger (Männer und Frauen) zu „Propagandisten“ aus. Im Falle einer Besatzung sollten sie durch Flugblätter, Verspotten des Feindes und öffentlichkeitswirksame Sabotageakte den Widerstandswillen unter der Bevölkerung aufrechterhalten.[45] Während Funkgeräte und Chiffriertabellen bereits an die Leiter der Zellen ausgegeben waren, wurde vor allem das sensitive Material wie Sprengstoff und Feuerwaffen in Militärmagazinen gelagert und sollte nur im Falle einer Invasion der Schweiz ausgegeben werden. Gemäß dem nur teilweise veröffentlichten Bericht der Schweizer Untersuchungskommission von 1991 kooperierte die P-26 nicht mit der CIA oder der NATO, sondern nur lose und zu Ausbildungszwecken mit dem britischen Geheimdienst MI6 und dem britischen Special Air Service.[46]

Die Existenz der P-26 wurde 1990 von der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK-EMD) im Nachgang zur Fichenaffäre aufgedeckt und in der Folge durch den Schweizer Bundesrat angesichts der veränderten Sichheitslage in Europa nach dem Fall der Berliner Mauer aufgelöst.[47] Da zeitgleich ähnliche Organisationen in anderen europäischen Ländern bekannt wurden und die Frage im Raum stand, ob das Projekt 26 Teil eines europäischen Netzwerkes gewesen sei, beauftragte der Bundesrat den Untersuchungsrichter Pierre Cornu mit entsprechenden Zusatzabklärungen.[48]

Die Teile dieses Untersuchungsberichts, die die Beziehungen der P-26 zum Ausland betreffen (Cornu-Bericht), sind bislang als geheim eingestuft, da befürchtet wird, dass die Veröffentlichung des gesamten Berichtes „die guten Beziehungen der Schweiz zu anderen Staaten gefährden würde“. Als der Bericht 1991 veröffentlicht wurde, existierten die britischen Nachrichtendienste offiziell (noch) nicht. Viele Einzelheiten über P-26 blieben unbekannt, da die Untersuchungskommission ihren Bericht verfasst hatte, als die Auflösung noch nicht beschlossen worden war.[49]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Bezeichnung Operation Washtub trieb das FBI zwischen 1951 und 1959 in Alaska den Aufbau eines stay-behind-Netzes voran.[50] Auslöser waren die Befürchtungen, dass der Koreakrieg der Beginn eines neuen Weltkrieges werden könnte in dessen Verlauf die Sowjetunion Alaska besetzen würden. Das stay-behind-Netz hatte zwei Aufgaben: Primäre Aufgabe war die Rekrutierung und Ausbildung von „Stay-Behind-Agents“, welche den Auftrag hatten, nachrichtendienstliche Informationen aus den besetzten Gebieten an die US-Streitkräfte zu übermitteln. Sekundäre Aufgabe war es, Zivilpersonen zu Agenten auszubilden, welche in der Lage gewesen wären, beispielsweise abgeschossene Militärpiloten aus den besetzten Gebieten auszuschleusen. Diese „evasion and escape“-Vorbereitung wurde mit der CIA koordiniert.

Insgesamt 89 zivile Agenten wurden rekrutiert und für ihren möglichen Einsatz vorbereitet. Zu den Vorbereitungen gehörte das Anlegen von Depots mit Nahrungsmitteln, Winterausrüstung und Funkgeräten. Nachdem Alaska 1959 zu einem vollwertigen Staat der USA geworden war, wurden die Vorbereitungen eingestellt. 2014 gab das FBI entsprechende Unterlagen frei.[51]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufdeckung von Gladio in Italien löste einige Untersuchungen zu den westeuropäischen Stay-Behind-Gruppen aus, zu ihrer Koordination und ihren Aktivitäten bis 1990. Der Schweizer Historiker Daniele Ganser widmete diesem Thema seine 2005 veröffentlichte Dissertation. Er vertritt darin die These, dass die „Geheimarmeen“ in vielen westeuropäischen Staaten bestimmten NATO-Gremien unterstellt waren, von dort aus gelenkt wurden und an Staatsterrorismus nach Art der italienischen Strategie der Spannung beteiligt gewesen seien.[52]

Andere Wissenschaftler, die zum Thema geforscht haben, haben diese Zentralsteuerungshypothese verworfen. Laut dem Politologen Philip Davies fehlt Ganser Kenntnis von Geheimdienstarbeit, sodass er Verschwörungen imaginiere, Umfang und Bedeutung verdeckter Operationen übertreibe, ihre Koordination mit nationalen Regierungen missverstehe und ihre Aktivitäten historisch falsch einordne. Schon seine Beschreibung relativ kleiner, auf Sabotage trainierter, mit Waffenlagern ausgestatteter Schläferzellen als „Armeen“ sei unzutreffend. Er behaupte ein konstantes, teils kriminelles Vorgehen von USA und NATO gegen politische Linke. Dazu stelle er Gladio-Aktionen in den 1960er Jahren als Putschversuch der CIA dar, obwohl die Akteure ihm ihre Eigeninitiative versichert hätten. Er beschreibe das Allied Clandestine Committee der NATO als Koordinator jener Verbrechen, ohne die multinationale Arbeitsteilung der Netzwerke zu begreifen. Er betrachte Mitglieder paramilitärischer und nichtmilitärischer Spezialoperationen unterschiedslos als Geheimdienstagenten. Dabei übersehe er jedoch, dass von der CIA ausgerüstete und trainierte Paramilitärs sich historisch oft deren Kontrolle entzogen und dann Verbrechen begingen. Ganser stütze sich nur auf journalistische Quellen und wenig stichhaltige Primärquellen. Akademische Studien von Fachexperten und kritisches Material in Fachmagazinen der US-Dienste berücksichtige er nicht. Die wichtige Geschichte der alliierten Staybehinds müsse daher erst noch genau und gut erzählt werden.[53]

Der dänische Historiker Peer Henrik Hansen[54] sieht Gansers Buch nicht als ernstzunehmende wissenschaftliche Forschung, sondern als journalistische Arbeit mit einem erheblichen Anteil Verschwörungstheorie. Ganser stelle seine methodische Vorgehensweise nicht dar und behandle seine Quellen (vor allem Zeitungsberichte und Publikationen von Politikern) unkritisch. Er behaupte ohne Beweis eine Verschwörung westlicher Staaten und ihrer Geheimdienste, vor allem CIA und MI6, mit den NATO-Geheimarmeen. Die von ihm zitierten Zeugenaussagen belegten dagegen, dass CIA und MI6 in den NATO-Gremien kein Stimmrecht hatten. Ganser führe eine Version des US-Armeehandbuchs 30-31B als Beleg an, die schon vor 1990 als vom KGB gefälscht enttarnt worden sei. Stay-behind-Truppen einiger skandinavischer Staaten seien schon vor der NATO gegründet und national kontrolliert worden. Unbestreitbare Verbrechen einiger Stay-behind-Mitglieder dürften nicht dazu führen, alle als Terroristen zu brandmarken.[55]

Der Historiker Olav Riste kritisierte 2005 und 2014 Gansers Hauptthese, die Stay-behind-Gruppen seien ein von der CIA gelenktes, verschwörerisches Netzwerk in ganz Westeuropa gewesen, das überwiegend von Rechtsextremisten infiltriert gewesen sei und terroristische Akte zur Zerstörung linker Gruppen verübt habe. Zwar erhalte man für das Thema kaum zuverlässige Dokumente. Ganser gebe jedoch keine kritische Übersicht über seine Quellen, versuche nicht, diese einzuordnen und akzeptiere unterschiedslos gedruckte Aussagen als Belege. Er zitiere Quellen falsch, auch Riste selbst, und gebe viele unbelegte Vorwürfe als historische Tatsachen aus. Untersuchungsausschüsse und Historiker in Italien und Belgien hätten Terrorakte von Stay-behind-Gruppen verworfen. Einige Staaten Westeuropas, nicht CIA und MI6, hätten diese Gruppen aus je besonderen nationalen Interessen gebildet. Deren patriotische Mitglieder seien nicht von außen lenkbar gewesen. Die Mitglieder des Atlantic Pact Clandestine Committee (ACC) mussten die Unabhängigkeit der Netzwerke in den Mitgliedsstaaten akzeptieren. Somit sei die These von zentral gelenkten „NATO-Geheimarmeen“ falsch. Nach den verfügbaren Dokumenten hätten die Teilnehmerstaaten des ACC in den 1970er Jahren Sabotage ausgeschlossen, Waffendepots reduziert, aufgelöst oder ihrer eigenen Armee unterstellt und ihre Unabhängigkeit von den NATO-Kommandostrukturen bewahrt.[56]

Für den Historiker Charles G. Cogan gehört Gansers Buch zu jenen journalistischen Schriften, die Stay-behind-Netzwerke ohne solide Beweise mit immer mehr Aktionen verknüpfen. So behaupte Ganser, die CIA habe mit NATO-Geheimarmeen und dem US-Verteidigungsministerium 1961 einen Staatsstreich gegen Charles de Gaulle unterstützt und den Putschführer Maurice Challe ermutigt. Dafür gebe es jedoch keinen Beweis.[57]

Der Historiker Gregor Schöllgen stimmte Ganser darin zu, dass 16 NATO-Staaten vom NATO-Hauptquartier koordinierte Stay-behind-Truppen hatten. Ganser habe sich fast nur auf bekanntes Material stützen können. Zwar sei das aus diesen Quellen Zusammengetragene „in der Gesamtschau bemerkenswert“, aber „nicht selten grotesk überzeichnet“. So seien Verbindungen der Organisation Gehlen und des daraus hervorgegangenen Bundesnachrichtendienstes (BND) in das „rechte Milieu“ unbestreitbar, ob und wie stark der Vorläufer des BND auch an der Staybehind-Truppe „Technischer Dienst“ beteiligt war, sei jedoch bisher unbekannt. Gleichwohl spekuliere Ganser über eine Verwicklung des BND in das Oktoberfestattentat von 1980. Ganser nehme auch eine deutsche Stay-behind-Truppe in Divisionsstärke an, während andere für die 1960er Jahre bis zu 600 Mitglieder schätzten.[58]

Für den Historiker Pascal Girard (2008) ist Gansers These, die CIA habe wichtige europäische Ereignisse der Nachkriegszeit ganz oder teilweise verursacht, eine unüberprüfbare Vermutung.[59]

Im Januar 2006 nahm das Außenministerium der Vereinigten Staaten Stellung zu den kursierenden Falschinformationen über Stay-behind-Organisationen. Kritisiert wird insbesondere, dass Ganser eine Fälschung des US-Armeehandbuchs 30-31B als das „vielleicht wichtigste Pentagon-Dokument in Bezug auf Stay-behind-Armeen“ und als Grundlage für die Aktivitäten der Stay-behind-Netzwerke darstelle. Das US-Armeehandbuch 30-31B wurde in den 1970er Jahren von sowjetischen Geheimdiensten erstellt und in Umlauf gebracht und ist seit 1980 als Fälschung bekannt. Ganser aber bezieht sich auf die Fälschung, als ob es sich um ein echtes Dokument handle.[60]

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Stay behind – Die Schattenkrieger der Nato“, Dokumentation von Ulrich Stoll, Erstausstrahlung 25. März 2014, 45 Min., ZDFinfo

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

militärisches Konzept
  • United States Departement of the Army (Hrsg.): The Tank and Mechanized Infantry Battalion Task Force. Field Manual 1988, S. 47–50
NS-Zeit
  • Frans Kluiters: R-Netz: The stay-behind network of the Abwehr in the Low Countries. In: Ben De Jong, Wies Platje, Beatrice De Graaf (Hrsg.): Battleground Western Europe: Intelligence Operations in Germany and the Netherlands in the Twentieth Century. Het Spinhuis, 2008, ISBN 9789055892815, S. 71–94
Westeuropa
  • Leopoldo Nuti, Olav Riste: Introduction - Strategy of "Stay-Behind". In: The Journal of Strategic Studies, Vol. 30, No. 6 (December 2007), S. 929-935.
  • J. Patrice McSherry: The European Stay-Behind Armies. In: Predatory States: Operation Condor and Covert War in Latin America. Rowman & Littlefield Publishers, 2012, ISBN 0-7425-6870-9, S. 38–52
  • Erich Schmidt-Eenboom, Ulrich Stoll: Die Partisanen der NATO. Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991. Christoph Links, Berlin 2015, ISBN 3-86153-840-7
  • Ulrich Stoll: Gladio: Späte Spuren einer NATO-Geheimarmee. In: Thomas Leif (Hrsg.): Mehr Leidenschaft Recherche. Skandal-Geschichten und Enthüllungsberichte. Ein Handbuch zur Recherche und Informationsbeschaffung. Verlag für Sozialwissenschaften, 2003, ISBN 3-531-14126-0, S. 177–184
Frankreich
  • Charles Cogan: ‘Stay-Behind’ in France: Much Ado About Nothing? In: The Journal of Strategic Studies, Vol. 30, No. 6 (December 2007), S. 937-954.
Italien
  • Leopoldo Nuti: The Italian 'Stay-Behind' Network - The Origins of Operation ‘Gladio’. In: The Journal of Strategic Studies, Vol. 30, No. 6 (December 2007), S. 955-980.
Niederlande
  • Dick Engelen: Lessons Learned: The Dutch 'Stay-Behind' Organization 1945-1992. In: The Journal of Strategic Studies, Vol. 30, No. 6 (December 2007), S. 981-996.
  • Bob de Graaff, Cees Wiebes: Gladio der vrije jongens: een particuliere geheime dienst in Koude Oorlogstijd. SDU, 1992, ISBN 9012066115
  • Paul Koedijk: Dossier Gladio. De Koude Burgeroorlog in Nederland. Vrij Nederland, 18. Juli 1992 (PDF-Download)
  • Paul Koedijk: Dossier Gladio. Nederland was voorbereid op een nieuwe wereldoorlog. Vrij Nederland, 11. Juli 1992 (PDF-Download)
Norwegen
  • Olav Riste: With an eye to history: the origin and development of 'Stay-Behind' in Norway. In: The Journal of Strategic Studies, Vol. 30, No. 6 (December 2007), S. 997–1024

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Leopoldo Nuti, Olav Riste: Introduction to the "Special Section: Preparing for a Soviet Occupation: The Strategy of 'Stay Behind'". In: Journal of Strategic Studies. 30, Nr. 6, Dezember 2007, S. 929–935. doi:10.1080/01402390701676485.
  2. a b c d Olav Riste: "Stay Behind": A Clandestine Cold War Phenomenon. In: Journal of Cold War Studies (MIT Press). 16, Nr. 4, Herbst 2014, S. 35–59. doi:10.1162/JCWS_a_00515.
  3. Leopoldo Nuti: Article Review of "Stay Behind": A Clandestine Cold War Phenomenon. H-Diplo Article Reviews, Nr. 551, September 2015.
  4. Belgischer Senat (franz./holl.; PDF-Datei; 28,29 MB)
  5. Belgischer Senat: Enquête parlementaire sur l'existence en Belgique d'un réseau de renseignements clandestin international. Brüssel 1. Oktober 1991, S. 36.
  6. Belgischer Senat: Enquête parlementaire sur l'existence en Belgique d'un réseau de renseignements clandestin international. Brüssel 1. Oktober 1991, S. 56.
  7. Outline of stay-behind operation. Central Intelligence Agency, 10. November 1950, abgerufen am 11. April 2015.
  8. Das blutige Schwert der CIA. Der Spiegel, 19. November 1990, abgerufen am 12. April 2015.
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