Steckdose

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Schuko-Steckdose (Unterputz)
Telefonsteckdose, Typ TAE
Steckdosen-Typen
Lampensteckdose

Eine Steckdose dient als elektrischer Steckverbinder zwischen Leitungen. Die Steckdose wird entweder fest an einer Wand (Aufputz) oder versenkt (Unterputz) installiert, oder ist Teil einer mobilen Leitungskupplung, wie beispielsweise Tisch- oder Mehrfachsteckdosen, oder Verlängerungen, die für den mobilen Einsatz gedacht sind.

Eine Steckdose wird meistens für den Stromanschluss verwendet, aber auch für Telefon und Datenübertragung. Üblicherweise werden über Steckdosen Geräte mit Einphasen- von 230 Volt oder Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom) mit 400 Volt versorgt; es gibt aber auch genormte Steckdosen für 12-V-Gleichstrom. Auch für die Versorgung mit höheren Spannungen und Strömen existieren Steckdosensysteme, wie CHAdeMO zur leistungsstarken Gleichstromladung von Elektroautos oder Steckersysteme zur Versorgung von Schaufelradbaggern mit bis zu 20 kV. Die Steckverbinder sind für gewöhnlich genormt, aber aus historischen Gründen nicht immer international.

Eine für den Stromanschluss im Haushalt verwendete Steckdose ist (meist über Abzweigdosen) mit einem Verteiler der Gebäudeinstallation verbunden und führt in der Regel einen von drei Außenleitern, den Neutralleiter und den Schutzleiter (siehe auch: Einphasenwechselstrom und Dreiphasenwechselstrom). Eine Schuko-Haushaltssteckdose, wie diese in Deutschland oder Österreich verwendet wird, liefert eine Spannung von 230 V und bis zu 16 Ampere. 230 V x 16 A = 3680 W. Das heißt eine derartige Haushaltssteckdose ist im Stande, Geräte mit einer Leistung bis 3680 Watt zu versorgen. Wird diese Leistung überschritten, schaltet in der Regel die Sicherung ab.

Die spannungsführenden Steckdosen heißen oft auch Buchsen oder Kupplung, wenn die Bauform „weiblich“ ist (die Buchse also nach innen weisende Kontaktöffnungen hat, wie bei einer Steckdose). Dadurch wird ein elementarer Berührungsschutz sichergestellt.[1]

Geräteseitig werden Stecker, montiert, die Bauform ist „männlich“ (die Kontaktstifte weisen nach außen), da sie erst beim Verbinden mit einer Buchse spannungsführend werden.

Umgangssprachlich sollte ein Vertauschen der Begriffe Buchse/Kupplung und Stecker vermieden werden, auch wenn oft eine bewegliche Kupplung als Anschlussleitung an den fest im Gerät montierten Stecker angesteckt wird.

Vor der Entwicklung der Steckdose wurden die ersten elektrischen Haushaltsgeräte in Glühlampenfassungen geschraubt. Um 1920 herum gab es auch Lampenstecker[2], sogenannte „Stromdiebe“. Das waren Zwischenstücke, die man zwischen Glühlampe und Fassung schraubte, in die man meist beidseitig elektrische Geräte einstecken konnte.[3]

Intelligente Steckdosen[Bearbeiten]

Für bestimmte Anwendungen wurden intelligente Steckdosen entwickelt, die Geräte im Standbymodus automatisch vom Netz trennen, um die unnötige Leistungsaufnahme zu vermeiden.[4]

Andere Steckdosen lassen sich in drahtlosen Netzwerken fernsteuern, wie beispielsweise über ein Wireless Local Area Network (WLAN) oder mit den Digital Enhanced Cordless Telecommunications (DECT). Diese Steckdosen können dann mit einer Anwendungssoftware (App) von einem Smartphone oder einem Tablet-PC im örtlichen Netzwerk oder sogar über das Internet ferngesteuert werden.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steckdose – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Norm DIN VDE 0620-1 (VDE 0620-1): Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen an ortsfeste Steckdosen. In der Norm sind auch die Fälle benannt, in denen ein elementarer Berührungsschutz nicht ausreicht, sowie die Anforderungen an einen erhöhten Berührungsschutz bestimmt.
  2. Bezeichnung gemäss Technik-Museum der Electrosuisse, vgl [1]
  3. Schraubsteckdose mit Fassung, um 1920 Informationsseite des Technischen Museums Wien
  4. a b Intelligente Steckdosen- Via Smartphone Kaffee kochen, test.de, 7. April 2014, abgerufen am 9. April 2014