Steckdose

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Schuko-Steckdose (Unterputz)
Telefonsteckdose, Typ TAE
Regionale Verbreitung von Steckdosentypen
Lampensteckdose

Eine Steckdose dient als elektrischer Steckverbinder zwischen Leitungen. Sie wird entweder fest an einer Wand (Aufputz) oder versenkt (Unterputz) installiert, oder ist Teil einer mobilen Leitungskupplung, wie beispielsweise Tisch- oder Mehrfachsteckdosen, oder Verlängerungen, die für den mobilen Einsatz gedacht sind.

Eine Steckdose wird meist für Stromversorgung verwendet, umgangssprachlich ausschließlich für diese Anwendung. Aber auch Telefon- und Datenübertragungdosen sind Steckdosen. Üblicherweise werden über Steckdosen Geräte mit Einphasen- von 100 bis 240 Volt oder Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom) versorgt; es gibt aber auch genormte Steckdosen für Gleichstrom. Auch für die Versorgung mit höheren Spannungen und Strömen existieren Steckdosensysteme, wie CHAdeMO zur leistungsstarken Gleichstromladung von Elektroautos oder Steckersysteme zur Versorgung von Schaufelradbaggern mit bis zu 20 kV. Die Steckverbinder sind für gewöhnlich genormt, aber aus historischen Gründen nicht immer international.

Haushaltssteckdose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haushaltsteckdosen versorgen einen Haushalt mit einer Spannung, die je nach Staat oder Energielieferanten zwischen 100 V und 240 V beträgt. Der dabei maximal zulässige Strom variiert dabei nach nationaler Norm, Verlegungsart oder Steckdosentyp, bei Neuinstallationen ist in den meisten Ländern 10 A bis 20 A üblich. Gemeinsam ist, dass bei Überstrom in der Regel die Sicherung die Stromzufuhr unterbricht.

Eine für den Stromanschluss im Haushalt verwendete Steckdose ist (meist über Installationsdosen) mit einem Verteiler der Gebäudeinstallation verbunden und führt in der Regel einen von drei Außenleitern, den Neutralleiter und den Schutzleiter (siehe auch: Einphasenwechselstrom und Dreiphasenwechselstrom).

Die spannungsführenden Steckdosen heißen oft auch Buchsen oder Kupplung, wenn die Bauform „weiblich“ ist (die Buchse also nach innen weisende Kontaktöffnungen hat, wie bei einer Steckdose). Dadurch wird ein elementarer Berührungsschutz sichergestellt.[1]

Geräteseitig werden Stecker montiert; deren Bauform ist „männlich“ (die Kontaktstifte weisen nach außen).

Umgangssprachlich sollte ein Vertauschen der Begriffe Buchse/Kupplung und Stecker vermieden werden, auch wenn oft eine bewegliche Kupplung als Anschlussleitung an den fest im Gerät montierten Stecker angesteckt wird.

Vor der Entwicklung der Steckdose wurden die ersten elektrischen Haushaltsgeräte in Glühlampenfassungen eingeschraubt. Um 1920 herum gab es auch Lampenstecker[2], sogenannte „Stromdiebe“. Das waren Zwischenstücke, die man zwischen Glühlampe und Fassung schraubte, und in die man meist beidseitig elektrische Geräte einstecken konnte.[3]

Intelligente Steckdosen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für bestimmte Anwendungen wurden intelligente Steckdosen entwickelt, die Geräte im Standbymodus automatisch vom Netz trennen, um die unnötige Leistungsaufnahme zu vermeiden.[4]

Andere Steckdosen lassen sich in drahtlosen Netzwerken fernsteuern, beispielsweise über WLAN oder DECT. Diese Steckdosen können dann mit einer Anwendungssoftware (App) von einem Smartphone oder einem Tablet-PC im lokalen Netzwerk oder über das Internet ferngesteuert werden.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Steckdose – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Steckdose – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norm DIN VDE 0620-1 (VDE 0620-1): Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen an ortsfeste Steckdosen. In der Norm sind auch die Fälle benannt, in denen ein elementarer Berührungsschutz nicht ausreicht, sowie die Anforderungen an einen erhöhten Berührungsschutz bestimmt. In einer Reihe von europäischen Ländern wird für Haushaltssteckvorrichtungen ein erhöhter Berührungsschutz nach dem Schutzgrad IP XXD verlangt.
  2. Bezeichnung gemäß Technik-Museum der Electrosuisse, vgl. [1]
  3. Schraubsteckdose mit Fassung, um 1920 Informationsseite des Technischen Museums Wien
  4. a b Intelligente Steckdosen- Via Smartphone Kaffee kochen, test.de, 7. April 2014, abgerufen am 9. April 2014