Stefan A. Horsthemke

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Stefan Horsthemke (* 1965 in Münster) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Kunstmanager.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schulzeit verlebte Stefan Horsthemke in Osnabrück. Nach einer Ausbildung zum Restaurator, führte ihn das Studium der Fächer Kunstgeschichte, Archäologie, Neuere Geschichte und Europäische Ethnologie nach Münster, Wien, Florenz, Rom und Venedig. Horsthemke wurde 1996 in Münster promoviert. Seine Dissertation mit dem Titel „Das Bild im Bild in der italienischen Renaissancemalerei – zur Darstellung des religiösen Bildes in Italien“ wurde in Berlin im Verlag Galda publiziert.[1] Es ist die erste Materialsammlung zu diesem Thema in der italienischen Kunstgeschichte. Horsthemke lebt in Köln.

Parallel zum Studium organisierte Horsthemke wissenschaftliche Studienreisen nach Frankreich zur romanischen und gotischen Baukunst, in die Toskana zur italienischen Renaissance und nach Sizilien zur dorischen Tempelbaukunst. Ab 1983 arbeitete Horsthemke bei der damaligen Nordstern Kunstversicherung (später AXA), um das Geschäftsfeld private Kunstversicherung weiter auszubauen. Nach Stationen in Düsseldorf und Hamburg, übernahm er 2001 das gesamte Management der deutschen AXA Art Unternehmung. Ab 2004 war er zusätzlich für das Management des Schweizer Geschäftsbereichs der AXA Kunstversicherung in Zürich, Lausanne und Lugano zuständig und gehörte dort auch dem Verwaltungsrat an.[2] Mit dem früheren Direktor der Art Cologne, Gerard Goodrow initiierte Horsthemke 2006 das Format Axa Art Professional Preview für die Art Cologne und die Cologne Fine Art.[3]

Von 2011 bis 2013 war Horsthemke Gesellschafter der Kunstberatung Berenberg Art Advice, die sich auf die Beratung vermögender Privatkunden spezialisiert hatte.[4] Im Zuge der Betrugsvorwürfe gegen den Mitgesellschafter Helge Achenbach, wurde auch gegen Horsthemke ein Verfahren eingeleitet.[5] Nachdem sich herausgestellt hatte, das Horsthemke zu Unrecht in das Verfahren hereingezogen worden war, erfolgte im Januar 2017 die endgültige Einstellung.[6]

Heute ist Horsthemke Mitbegründer der Gesellschaft ARTBRIDGE,[7] die Kunstmietkonzepte für Unternehmen und Privatkunden anbietet.

Schon während seiner Studienzeit begann Horsthemke mit dem Ausbau der elterlichen Kunstsammlung und dem Aufbau einer eigenen Kunstsammlung.[8] Parallel dazu begann er private Sammlungen zu analysieren und weiterzuentwickeln, hierzu gehörte u. a. auch die 2001 bei Phillips versteigerte Hoener Collection.[9][10]

Horsthemke befasst sich neben der Sammlungsberatung auch mit der Analyse des Kunstmarktes,[11] mit der Erhaltung von Kunstwerken,[12][13] sowie mit rechtlichen und steuerlichen Aspekten des Kunstsammelns.[14][15] Gemeinsam mit dem Welther-Verlag in Berlin entwickelte er 2007 die Idee des Kunstmagazins ARTVALUE - Positionen zum Wert der Kunst.[16][17]

Parallel zu seinen beruflichen Aktivitäten engagiert sich Horsthemke seit seiner Jugendzeit ehrenamtlich für die katholische Jugendarbeit und in verschieden Kultureinrichtungen, u. a. im Vorstand des Kunstvereins Hamburg (1988–2005).[18] Während seiner Hamburger Zeit übernahm er zusätzlich Lehraufträge im Bereich Kulturmanagement an der Universität Lüneburg.

Aktuell initiiert Horsthemke das Projekt „Erhalt der kulturellen Bildung in Deutschland – freier Eintritt in die Museen – für ALLE!“

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Bild im Bild in der italienischen Malerei: Zur Darstellung religiöser Gemälde in der Renaissance, Berlin 1996
  2. Bernhard Brechbühl: «Wir zahlen niemals Lösegeld für Bilder», 11. Februar 2008, abgerufen am 6. Mai 2017.
  3. https://www.axa-art.com/de/de/partnerships
  4. https://www.//www.welt.de/print/wams/kultur/article13624262/Warhol-wuerden-wir-nicht-empfehlen.html
  5. http://www.sueddeutsche.de/kultur/prozess-gegen-kunstberater-achenbach-pass-mal-auf-wir-verkaufen-das-dem-christian-teurer-1.2291853
  6. Beschluss Landgericht Essen 35 KLs-303 Js 40/14-15/16 vom 16.01.2017
  7. http://www.artbridgekunstvermietung.com/
  8. Anne Petersen: Bis zur Hemmungslosigkeit. In: Der Spiegel. Nr. 17, 2001 (online).
  9. http://www.thecityreview.com/f01phho.html
  10. http://www.artnet.com/magazine/news/wrobinson/robinson11-7-01.asp
  11. http://www.focus.de/finanzen/news/kunst-1000-prozent_aid_890570.html
  12. Salontalk: Original and Copy https://m.youtube.com/watch?v=SzP6ktoOm1E
  13. Salontalk: Calm, volupty but lux limitation, https://m.youtube.com/watch?v=6TEh98ccBYc
  14. https://ius.unibas.ch/fileadmin/user_upload/redaktion/Weiterbildung/Recht_aktuell_17-6-11.pdf
  15. http://app.handelsblatt.com/unternehmen/vermeidung-von-erbschaft-und-schenkungssteuer-fuer-kunst-es-lohnt-sich-kunst-legal-zu-vererben/2578012.html?mwl=ok
  16. http://www.art-value.de/de/verlag.html
  17. http://app.handelsblatt.com/panorama/art-value-berufsgeheimnis-des-versteigerers/7836782-2.html?mwl=ok
  18. http://www.germangalleries.com/Kunstverein_in_Hamburg/Formalismus.04.html