Stefan Haenni

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Stefan Haenni (* 4. August 1958 in Thun) ist ein Schweizer Maler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Haenni wurde 1958 in Thun geboren. Nach den obligatorischen Schulen erwarb er am staatlichen Lehrer- und Lehrerinnenseminar Spiez das Primarlehrerdiplom. Anschliessend besuchte er die Schule für Gestaltung in Bern, wurde Gymnasiallehrer und studierte danach an der Universität Bern und der Université de Fribourg Kunstgeschichte, Psychologie und Pädagogik. Diese Studien schloss er mit einer Promotion ab.

Sein künstlerisches Schaffen, das 1978 seinen Anfang nahm, erstreckte sich in den 1980er Jahren auch auf die Porträtmalerei. So entstanden u. a. Bildnisse der Schriftsteller Nagib Machfus, Christoph Geiser und Walter Vogt, des Historikers Edgar Bonjour, der Künstlerin Meret Oppenheim sowie der Berner Rockband Züri West.

Das zentrale Thema der modernen Orientalistik fand Haenni nach einer Ägyptenreise 1990. Es entstanden in der Folge umfangreiche Werkgruppen wie die Bilder zum West-östlichen Divan von Goethe, die Serie der Monde Arabe und Lawrence of Arabia – die neuen Bilder zum alten Film.

Seit 2009 betätigt Haenni sich zudem als Schriftsteller. Er verfasste mehrere Kriminalromane um den Thuner Privatdetektiv Hanspeter Feller (Gmeiner-Verlag) und veröffentlicht zahlreiche kriminalistische Kurzgeschichten, die mehrheitlich im Berner Oberland verortet sind.

Stefan Haenni lebt heute in Thun.

Bildnerisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das malerische Werk umfasst gemäss Werkverzeichnis 1978–2008 467 Arbeiten.[1] Bis 2018 entstanden weitere 55 Arbeiten, bevor Haenni beschloess, sich fortan ausschliesslich der Schriftstellerei zu widmen.

Arbeiten von Stefan Haenni befinden sich u. a. in der Sammlung des Kunstmuseums Thun, der Kunstsammlung Steffisburg, des Schweizerischen Literaturarchives in Bern, des Staatsarchives des Kantons Basel-Stadt, des Berner Inselspitals, der UBS, der Berner Kantonalbank sowie in zahlreichen Privatsammlungen.

Grafisches Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Offizielle Sondermünze 2011 Berner Zibelemärit der Schweizerischen Nationalbank, (Swissmint). Bimetall, Nennwert CHF 10.-
  • Grafikblatt (Litho) 1991, für die Kunstgesellschaft Thun
  • Grafikblatt (Litho) 1995, für die Börse Basel
  • Grafikblatt (Mischtechnik) 2015 für die Thuner Kadetten
  • Buchillustrationen (Federzeichnungen) Strättligen, Louis Hänni
  • Pin Drei Engel 1994, für Galerie Martin Krebs, Bern;
  • Wandbild anderWand – anderLand, 1996, Bern.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Stefan Haenni, Galerie Wendeltreppe, Schloss Schadau, Thun
  • 1985: «Junge Berner Oberländer Künstler», Volkswirtschaftskammer des Berner Oberlandes, Interlaken
  • 1986: «Drei junge Künstler: Stefan Haenni, Roland Berger, Theo Schneiter», Galerie am Kreis, Bern
  • 1988: «Milchprojekt», Intermilch, Ostermundigen
  • 1988: «Vernissage ohne Bilder», Galerie am Kreis, Bern
  • 1989: «Bilder der Vernissage», Galerie am Kreis, Bern
  • 1989: «People and Portraits», Swiss Institute Contemporary Art, New York
  • 1990: «Projekt Querschnitt», Kinomuseum Moskau
  • 1991: «Projekt Querschnitt», Freiraum Helmkestrasse, Hannover
  • 1991: «Querschnitt – die Grafikmappe», Weisser Saal, Kunstmuseum Bern
  • 1992: «Querschnitt ist tot – es lebe der Querschnitt», Kunstmuseum Thun
  • 1994: «Barocklahoma», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 1995: «Mannsbilder – Frauenzimmer» (Sylvie Fleury, Urs Stooss, David Hockney, Robert Mapplethorpe, Stefan Haenni), Galerie Martin Krebs, Bern
  • 1996: «Kunst 96», Internationale Kunstmesse, Zürich
  • 1997: «Neue Bilder aus Ägypten», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 1997: «Am Anfang war das Bild – Durchgedreht», Kunstmuseum Olten
  • 1997: «Kunst 97», Internationale Kunstmesse, Zürich
  • 1999: «Konnex Kairo», Jean Crotti, Maurice K. Grünig, Eva Haas, Stefan Haenni, Christian Helmle, Pierre Keller, Jean-Luc Manz, Claude Sandoz, Not Vital, Kunstmuseum Thun
  • 1999: «The promised Rosegarden», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 2004: «Lawrence of Arabia», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 2006: «Vom Niesen zu den Pyramiden», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 2008: «Orient und Okzident», Villa Schüpbach, Kunstsammlung Steffisburg
  • 2010: «Stefan Haenni – best of», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 2013: «A bed of roses», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 2013: «Dazzling, Neue Bilder und Tondos», Galerie Martin Krebs, Bern
  • 2015: «United Colors», Jim Avignon, Stefan Haenni, Ottmar Hörl, Wolfram Scheffel, Teruko Yokoi, Shirana Shahbazi, Galerie Martin Krebs, Bern
  • 2018: Printemps oriental, Galerie Hodler, Thun

Künstlergruppe «Projekt Querschnitt»[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Haenni ist Gründungsmitglied der Schweizer Künstlergruppe «Projekt Querschnitt», der auch Franziska M. Beck, Peter Wüthrich, Dominik Stauch, Lorenz Spring, Daniel Hausig, Edy Fink und Erich Oetteli angehörten. Die Gruppe bestand von 1989 bis 1992. Während dieser Zeit entfaltete sie eine rege, europäische Ausstellungstätigkeit:

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriminalromane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzgeschichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

* Zartbitter
* Gefahrenzone
* Schöne Bescherung
* Das Weihnachtspaket
* Das wächserne Antlitz
* Das seidenfeine Negligé
  • Die Christbaumkugel
  • Der Weise aus dem Morgenland
  • Empirischer Weihnachtsstunk
  • Schreckalp
  • Der gefräßige Schneemann
  • Bluteis
  • Fest der Liebe
  • Das Stadtbad
  • Die Persianermütze
  • Lichterglanz
  • Die Betriebsfeier
  • Der Pistenzwerg
  • Sterbenstraurig
  • Der missbrauchte Adventskalender
  • Todlerone
  • Die harte Tour
  • Im Eifer der Eifersucht
  • Alpöhis Geheimnis

Kunstpädagogische Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bildnerisches Gestalten als Nachahmung, Spiel und Traum. Berner Lehrmittel- und Medienverlag, 1999, ISBN 3-906721-29-9.
  • Vom Abzeichnen zum Aufzeichnen. Psychologie des Zeichenakts. Peter Gaffuri, Bern 1995.
  • Emotion und bildnerisches Gestalten im Unterricht. Peter Gaffuri, Bern 1996.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stefan Haenni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. (vgl. Biffiger S. 111–154.)