Stephan Horota

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Stephan Horota (* 4. September 1932 in Futok / Serbien) ist ein deutscher Bildhauer. Seine zahlreichen bildhauerischen Arbeiten im öffentlichen Raum findet man in Berlin, Frankfurt (Oder), Rostock und Schwerin. Er stellt überwiegend Menschen und Tiere dar und verwendet Kupfer und Stein als Materialien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1938 bis 1944 besuchte Stephan Horota die Volksschule in Novi Sad. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde seine Familie in Kladno (Mittelböhmen) interniert und 1947 zum Rest der Familie nach Deutschland zwangsumgesiedelt. Von 1947 bis 1951 absolvierte er in Wismar eine Tischlerlehre. Es folgte anschließend ein Bildhauerstudium – erst in Wismar, später an der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm und 1954 bis 1956 an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee bei Theo Balden und Heinrich Drake. Nach dem Studium arbeitete er einige Jahre in einer Holzbildhauerwerkstatt in Berlin und ab 1963 freischaffend. Er lebt in Berlin-Hohenschönhausen und war mit der Künstlerin Birgit Horota (1936–2021) verheiratet. Sein Bruder Josef lebt bis heute mit der Familie in Sachsen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1960er: Fuchs, in der Rosengasse in Frankfurt (Oder) und im Tierpark Berlin
  • 1965: Fuchs und Rabe (Gera, Tierpark)
  • 1967/68: Kinder unterm Regenschirm (Berlin, Ecke Prenzlauer Allee/ Danziger Straße)
  • 1968: Wolf und Storch (Berlin, Treptower Park, unweit des Rosengartens)
  • 1970/71: Vater und Sohn im Volkspark Prenzlauer Berg (2012 gestohlen)[1]
  • 1972: Fuchs (Nachguss von 1960), Volkspark Prenzlauer Berg, Berlin; 2012 gestohlen
  • 1973: Schirmkinder (Schwerin, Südufer des Pfaffenteichs) (Nachguss von 1968)
  • 1973: Ziege (Gera-Lusan, Kiefernstraße)
  • 1975: Rollerkinder (Schwerin, Weststadt, Johannes-Brahms-Straße; Berlin, Pankow, Hamburger Platz; Suhl, Stadtmitte, Platz der deutschen Einheit)
  • 1976: Sieben Schwaben (Berlin-Plänterwald, Galileistraße)
  • 1976: Vater mit zwei Töchtern: zwei Abgüsse; einer befindet sich in Berlin-Weißensee (Else-Jahn-Ecke Gartenstraße), der andere steht in Schwerin
  • 1977: Herrn Pastorn sin Kauh, Brunnen auf dem Schlachtermarkt in Schwerin; nach einem Lied in plattdeutscher Sprache
  • 1977: Zwei Ziegen auf der Brücke in Berlin-Prenzlauer Berg, (Einsteinstraße / Ecke Kniprode-Straße), Erstguß in Berlin-Lichtenberg, (John-Sieg-Straße)
  • 1977: Orang-Utan-Kinder in Berlin-Weißensee, Solonplatz
  • 1978: Kinder unterm Regenschirm (Fürstenwalde/Spree, Mühlenstraße)
  • 1978: Zwei Kinder mit Katze in Berlin-Friedrichshain, (Palisadenstraße)
  • 1982: Paar in der Badewanne (Berlin-Prenzlauer Berg, Metzer Straße)
  • 1986/87: Spielende Bären (Berlin, Helmholtzplatz)
  • 1987: Froschkönig (Berlin, Teutoburger Platz)
  • 1988/90: Eisbärenmutter (Berlin, Ecke Prenzlauer Allee / Grellstraße, vor der Poliklinik)
  • 1995: Giraffengruppe im Tierpark Berlin, Bronze
  • 2005: Panzernashorn im Tierpark Berlin, Bronze
  • 2007: Löwenbrunnen in Berlin-Prenzlauer Berg, Bronze

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Figürliche Positionen – Bildhauerkunst in Prenzlauer Berg. Katalog zu einer Ausstellung in Berlin, 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stephan Horota – Album mit Bildern
Commons: Stephan Horota – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemeldung auf berlin.de
  2. Jens Blankennagel: Die Diebe der Tiere. Zwei Statuen verschwanden, nun wacht Eisenhüttenstadt über die restlichen 100. (Memento vom 22. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) In: Berliner Zeitung, 25. Februar 2011; zum Diebstahl zweier Tierfiguren.