Stefan Kiefer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Stefan Kiefer (* 17. November 1965 in Bad Kreuznach; † 27. Oktober 2017 in Sepang, Malaysia[1]) war ein deutscher Motorradrennfahrer sowie Teamchef und Mitbesitzer des Rennstalls Kiefer Racing.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Kiefer stammte aus Bad Kreuznach[2] und war zwischen 1989 und 1994 im Motorradrennsport aktiv.[3] Mit seinem Bruder Jochen Kiefer betrieb er in Idar-Oberstein ein Motorrad-Geschäft. 1998 gründete er zusammen mit seinem Bruder das Team Kiefer Racing, das 2003 in die Motorrad-Weltmeisterschaft einstieg.[3] Stefan Kiefer war ab 2011 hauptamtlicher Teamchef des Rennstalls, der 2011 mit Stefan Bradl (Moto2) und 2015 mit Danny Kent (Moto3) zwei Fahrerweltmeistertitel gewann.[4]

Kiefer war Vater eines Sohnes und lebte mit seiner Lebensgefährtin in Wilthen. Er wurde im Oktober 2017 während des vorletzten Laufes der Motorrad-Weltmeisterschaft in Malaysia von seinem Bruder, mit dem er sich das Zimmer teilte, tot im Hotelzimmer in Sepang aufgefunden.[3] Die spätere Obduktion ergab, dass Kiefer infolge eines Herzinfarktes gestorben war, wie die Familie im November 2017 bekannt gab.[5]

Seit Stefans Tod wird Kiefer Racing von Jochen Kiefer alleine geleitet. Das Team geht 2021 mit Luca Grünwald auf BMW in der IDM Superbike an den Start.

Weltmeister im Kiefer Racing Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiefer Racings Moto2-Team-WM-Ergebnisse (seit 2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Prix-Siege als Teamchef[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Klasse Rennen
2008 125 cm³ Tschechien Japan
2010 Moto2 Portugal
2011 Moto2 Katar Portugal Katalonien Vereinigtes Konigreich
2015 Moto3 USA-Texas Argentinien Spanien Katalonien Deutschland Vereinigtes Konigreich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Kiefer: Beerdigung am 15. November in Wilthen. Abgerufen am 17. November 2019.
  2. Olaf Paare: Stefan Kiefer: Herzlichkeit und große Erfolge. 27. Oktober 2017, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  3. a b c Toni Börner: Nachruf: Stefan Kiefer, Förderer und Weltmeister-Macher. Motorsport-Total, 27. Oktober 2017, abgerufen am 27. Oktober 2017.
  4. Trauer um Stefan Kiefer. dpa-Artikel in der Sächsischen Zeitung, 27. Oktober 2017, abgerufen am 27. Oktober 2017.
  5. Todesursache nach Obduktion geklärt – Motorrad-Teamchef Kiefer starb an Herzinfarkt. In: rp-online.de. 10. November 2017, abgerufen am 22. November 2017.