Stefan Konarske

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Stefan Konarske (* 28. Februar 1980 in Stade) ist ein deutscher Film- und Theaterschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Stefan Konarske wurde als Sohn eines Tischlers und einer Friseurmeisterin geboren. Sehr jung verließ er sein Elternhaus und entschied sich für eine Schule in Paris und wuchs dort dann mehrsprachig auf. Die Schulausbildung brach er dann vorzeitig ab und zog nach Hamburg, wo er ein zweijähriges Engagement an einem Privattheater annahm. Er bewarb sich an den Schauspielschulen in München und Berlin und wurde schließlich an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin angenommen. Das vierjährige Studium beendete er im Jahr 2006 mit Auszeichnung.

Während seiner Studienzeit trat er in der Titelrolle in Bertolt Brechts Baal am bat Studiotheater Berlin auf. In der Spielzeit 2006/2007 gab er in der Rolle des Orest unter der Regie von Michael Thalheimer sein Debüt am Deutschen Theater. Für seine Darstellung des Orest wurde Konarske von der Zeitschrift Theater heute zum Nachwuchsschauspieler des Jahres 2007 gekürt.

Im Kino war Stefan Konarske in Filmen der Regisseure Detlev Buck (Knallhart und Same Same But Different) und Leander Haußmann (NVA) zu sehen. Außerdem wirkte er bei Fernsehproduktionen in den Tatort-Folgen Das letzte Rennen (2006) und Heimwärts (2010) sowie der Krimiserie Stahlnetz mit. Im Jahr 2008 brillierte Konarske als Werther in der gleichnamigen, für den ZDF-Theaterkanal produzierten Theateradaption (Regie: Uwe Janson) des Goethe-Werks Die Leiden des jungen Werther und hatte neben anderen Engagements weiterhin eine tragende Rolle im Ensemble des Deutschen Theaters Berlin inne. Seit 2011 ist Stefan Konarske Ensemblemitglied am Münchner Residenztheater und ist unter anderem als Gyges in Gyges und sein Ring von Friedrich Hebbel zu sehen.

Seit 2012 spielt Konarske im Tatort aus Dortmund den Oberkommissar Daniel Kossik.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Ariel 15 oder Die Grundlagen der Verlorenheit von Helene Hegemann (Produktion: Deutschlandfunk)
  • Atme mich, Liebster von Christian Schiller und Marianne Wendt (Produktion: SWR 2)
  • Aus den Fugen von Tilla Lingenberg (Produktion: RBB)
  • Aussetzer von Lutz Hübner (Produktion: MDR)
  • Die Frau im Netz von Matthias Wittekindt (Produktion: Deutschlandradio)
  • Der letzte Schritt von Christoph Prochnow (Produktion: Deutschlandradio)
  • Fischer sin Fru von Werner Buhss (Produktion: Deutschlandradio)
  • Le pouvoir de dire oui von David Hare (Produktion: Théâtre de la Ville und France Culture)
  • Tom Sawyer & Huckleberry Finn von Mark Twain (Produktion: Deutschlandradio)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2003: Künstlerbegabtenstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • 2004: Künstlerbegabtenstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • 2007: Theater heute Nachwuchsschauspieler des Jahres für Die Orestie
  • 2007: Bester Nachwuchsschauspieler beim Mess Theater Festival Sarajewo für Die Orestie
  • 2008: Nominierung Undine Award für beste männliche Hauptrolle für Werther
  • 2009: Nominierung Förderpreis Deutscher Film für darstellerische Leistung für Armee der Stille

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des WDR vom 5. März 2012: WDR stellt Team des neuen Tatort Dortmund vor - Vierköpfiges Ermittlerteam, abgerufen am 5. März 2012.