Stefan Krause (Manager)

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Stefan Krause (* 17. November 1962 in Bogotá) ist ein deutsch-kolumbianischer Manager.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krause wurde als Sohn deutscher Eltern in Bogotá geboren und wuchs zweisprachig in Kolumbien auf. Sein Vater leitete die dort die VW-Vertriebsgesellschaft. Nach dem Abitur an der deutschen Schule in Bogotá (Gymnasium Colegio Andino) zog er 1981 nach Würzburg um, um dort Betriebswirtschaftslehre an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zu studieren. Das Studium schloss er 1986 als Diplom-Kaufmann ab und sammelte daraufhin erste Berufserfahrungen in seinem Geburtsland Kolumbien im väterlichen Unternehmen. 1987 begann er seine Karriere in der BMW Group als Controlling-Referent. Danach wechselte er 1993 als Leiter Finanzen bzw. Finanzgeschäftsführer in die USA zu BMW Financial Services. Gefördert wurde er vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Joachim Milberg und dem ehemaligen Finanzvorstand Helmut Panke. Nach seiner Rückkehr 1998 nach Deutschland stieg er als Vertriebschef Europa (V3) zum Bereichsleiter auf.[2] Nur eineinhalb Jahre später avancierte er 2002 als bis dahin jüngster Vorstand zum Finanzvorstand. Als Mitglied des Vorstands hatte er zunächst Konzernverantwortung für Rechnungswesen, Steuern, Controlling, Finanzierung, Organisation und IT sowie Geschäftsfeldverantwortung für das Finanzierungsgeschäft und für die BMW-IT-Gesellschaft Softlab. Danach war er bis Herbst 2007 verantwortlicher Vorstand für Sales & Marketing bei BMW und verantwortete u. a. den Relaunch der Marke MINI.

Zum 1. April 2008 wechselte Krause zur Deutschen Bank und wurde Mitglied des Vorstands und des Group Executive Committees. Seit dem 1. Oktober 2008 war Krause als Nachfolger von Anthony di Iorio Chief Financial Officer der Deutschen Bank. Er war verantwortlich für die Bereiche Finance, Steuern, Revision, Investor Relations, Treasury und Group Strategy und Planung.

Der Aufsichtsrat der Postbank wählte Stefan Krause am 14. Juli 2015 zu seinem Vorsitzenden.[3]

Krause schied Ende Oktober 2015 aus der Deutschen Bank AG aus und legte in diesem Zuge auch sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Postbank nieder.[4] Er war bei der Aufarbeitung des Libor-Skandals nach Vorwürfen der BaFin in die Kritik geraten.[5] Seither arbeitet er als Senior Adviser für den Private-Equity-Investor Warburg Pincus. Am 9. Juni 2016 wurde Krause auf der jährlichen Hauptversammlung zum Aufsichtsrat der Rocket Internet SE gewählt. Am 1. März 2017 wurde er Finanzchef beim chinesisch-kalifornischen Startup Faraday Future Inc.[6]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krause ist Vater von vier Töchtern.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Krause im Munzinger-Archiv, abgerufen am 29. April 2011 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Martin-W. Buchenau: Stefan Krause: Der Senkrechtstarter (deutsch) Handelsblatt. 5. November 2002. Abgerufen am 17. März 2017.
  3. Krause löst Neske als Aufsichtsratchef der Postbank ab. In: boerse-go.de. BörseGo AG, 14. Juli 2015, abgerufen am 14. Juli 2015.
  4. Werner Steinmüller zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutsche Postbank AG gewählt. Postbank, 4. November 2015, abgerufen am 4. November 2015 (Pressemitteilung).
  5. Madeleine Nissen: Steinmüller folgt Krause als Aufsichtsratschef der Postbank. In: Morningstar. 4. November 2015, abgerufen am 4. November 2015.
  6. Michael Freitag: Ex-BMW-Vorstand geht zu Auto-Startup aus China: Stefan Krause wird Finanzchef bei Faraday (deutsch) Manager Magazin. 27. Februar 2017. Abgerufen am 17. März 2017.
  7. Der Macher der neuen Deutsche-Bank-Strategie (deutsch) Handelsblatt. 24. April 2015. Abgerufen am 17. März 2017.