Stefanie Tücking

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Stefanie Tücking, 2009

Stefanie „Steffi“ Tücking (* 1. April 1962 in Kaiserslautern; † 1. Dezember 2018 in Baden-Baden) war eine deutsche Fernseh- und Hörfunk­moderatorin sowie Redakteurin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefanie Tücking wuchs in Kaiserslautern auf, wo sie 1981 das Abitur bestand.[1] Anschließend studierte sie Elektrotechnik ohne Abschluss.[2]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie sammelte erste Erfahrungen als Moderatorin des Fernsehsenders Musicbox. Im Januar 1986 übernahm sie von Ingolf Lück die Moderation der ARD-Musikfernsehsendung Formel Eins und wurde damit einem größeren Publikum bekannt. 1987 erhielt die damals 24-Jährige für ihre Moderation von Formel Eins die Goldene Kamera. Bei einer kleinen Serie mit Formel-Eins-Revivals mit Thomas Anders als Moderator trat sie wiederum für kurze Zeit vor die Kamera. 1992 war sie als "Stimme aus dem Off" die Komoderatorin von Ingo Dubinski in der Rateshow Supergrips.

Stefanie Tücking war auch in anderen Fernsehproduktionen zu sehen. Meist erschien sie in Sendungen mit Musikbezug, aber auch mit Sport-Themen. Anfang der 1980er Jahre mimte sie eine Schülerin in der Serie Monaco Franze; auch in der Krimiserie Tatort wirkte sie mehrmals mit. In den 1990er Jahren moderierte sie die tagesaktuelle WDR-Sendung Hier und Heute. Bis zur Einstellung der Sendung moderierte sie im SWR Fernsehen im Wechsel mit Thorsten Link die Sendung startklar – das automagazin oder war in Beiträgen darin, zum Beispiel bei Autotests, zu sehen. In der Castingshow Die deutsche Stimme, die 2003 im ZDF ausgestrahlt wurde, gehörte sie der Jury an.[3] Darüber hinaus war sie im Sommer 2008 im Magazin F.I.T.! Freizeit ist Tücking zu sehen, in dem sie zusammen mit einer Jury jeweils drei Sportarten ausprobierte und bewertete.[4] 2008 spielte sie in Die Fallers.[5]

Hörfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefanie Tücking mit der SWR3-Band, 2013

Nachdem sie 1987 Hörfunk-Sendungen beim Bayerischen Rundfunk (Bayern 3) moderiert hatte, wechselte sie 1988 zu SWF3 nach Baden-Baden, wo sie von 1989 bis 1995 als Redakteurin und Moderatorin für die populäre Sendung Pop Shop zuständig war. Weiterhin moderierte sie seit 1987 bei SWF3 das Nachtmagazin Lollipop, das in den Nächten von Samstag auf Sonntag auch in der ARD-Popnacht zu hören war und ihre Popularität bundesweit weiter steigerte. Von 1996 bis 1998 war sie für die Frühsendung On als Redakteurin und Moderatorin zuständig.

Ab August 1998 moderierte sie bei SWR3 die Nachmittagsshow, werktags zwischen 12:00 und 14:00 Uhr SWR3 am Mittag sowie die Musiksendung Intensiv. Daneben war sie gemeinsam mit zwei Kollegen in der SWR3-Band aktiv.

Anfang Oktober 2005 und 2006 präsentierte sie im ZDF beim New Pop Festival in Baden-Baden die Preisverleihung des von Mercedes-Benz und SWR3 gestifteten Pioneer Pop Awards an verdiente Künstler mit jeweils anschließendem Bühnenauftritt. Tücking war bei der Veranstaltung seit 1998 fest im Programm verankert.

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Computerfirma Commodore brachte im Jahr 1989 ihr Gerät Amiga 500 mit zwei speziellen Designs des Gehäuses auf den Markt (ein Tiger- und ein Balldesign), was als Amiga 500 new art in einer limitierten Auflage vertrieben und mit „Designed by Stefanie Tücking“ beworben wurde.[6][7]

1990 war sie Copilotin des Rennfahrers Klaus Fritzinger bei seiner letzten Teilnahme an der Rallye Monte Carlo.[8]

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefanie Tücking starb in der Nacht zum 1. Dezember 2018 im Alter von 56 Jahren in Baden-Baden an einer Lungenembolie.[9] Am 13. Dezember wurde sie auf dem Hauptfriedhof ihrer Geburtsstadt Kaiserslautern beigesetzt.[10][11]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Orakel. Musicbox, präsentiert von Stefanie. Keiner weiß mehr. Das Frage- und Antwortspiel. Egmont Franz Schneider 1986, ISBN 978-3-505-09095-0.
  • Mit Kai Böcking: Das Anti-Aids-Buch nach der Formel-Eins-Sendung. Fischer Taschenbuch 1990, ISBN 978-3-596-27604-2.
  • Christina Drewing (Autorin), Stefanie Tücking (Mitwirkende): Die wahren deutschen Superstars und wie alles beginnt. CD Musik & Medien 2006, ISBN 978-3-939126-00-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stefanie Tücking – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefanie Tücking (†56): Neue Details zu dramatischem Tod – „Sie schüttelte sie, aber sie rührte sich nicht“. In: tz. 5. Dezember 2018, abgerufen am 1. Oktober 2020.
  2. Stefanie Tücking: Mein Leben bis hierhin – ich mach’s kurz. In: tueckabout.com. Abgerufen am 1. Dezember 2018.
  3. Wiebke Brauer, DER SPIEGEL: Casting-Show im ZDF: Der Güte-Siegel. Abgerufen am 10. Mai 2021.
  4. Neues SWR-Fitness-Format mit Stefanie Tücking. (Nicht mehr online verfügbar.) In: SWR.de. 8. Juli 2008, archiviert vom Original am 19. Mai 2014; abgerufen am 1. Dezember 2018.
  5. "Die Fallers - Eine Schwarzwaldfamilie" Bikerträume (TV Episode 2008) - IMDb. Abgerufen am 25. Juli 2021 (amerikanisches Englisch).
  6. Michael Kukafka: Amiga – Quo vadis? Der Werdegang eines Kultcomputers (= Edition Retrobooks). Skriptorium-Verlag, Morschen 2007, ISBN 978-3-938199-15-2, S. 34 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. AMIGA new art. (JPG; 73,9 kB) Scan einer Werbeanzeige von Commodore. In: retroport.de. Jürgen Klöpper, abgerufen am 3. Dezember 2018.
  8. ewrc-results.com: Klaus Fritzinger
  9. Stefanie Tücking ist an einer Lungenembolie gestorben - Wir / SWR3 Crew | SWR3. 6. Dezember 2018, abgerufen am 1. Januar 2021.
  10. Stefanie Tücking in ihrer Heimatstadt beigesetzt. In: t-online.de. 13. Dezember 2018, abgerufen am 14. Dezember 2018.
  11. Das Grab von Stefanie Tücking. In: knerger.de. Klaus Nerger, abgerufen am 17. Januar 2019.