Stefanie von Berg

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Stefanie von Berg (* 16. August 1964 in Göttingen) ist eine deutsche Pädagogin und gewählte Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft (Bündnis 90/Die Grünen Hamburg).

Stefanie von Berg

Leben[Bearbeiten]

An den Grundschulbesuch in Göttingen, unterbrochen durch einen einjährigen Aufenthalt der Familie in New York, schlossen sich Schulbesuch und Abitur 1983 in Rotenburg an der Wümme an. Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Arzthelferin.

Stefanie von Berg studierte von 1985 bis 1989 an der Universität Osnabrück ein Lehramt in der beruflichen Fachrichtung Gesundheit und im Unterrichtsfach Englisch. Ein Referendariat in Stade schloss sich an. Danach war sie bis 1998 an der Berufsbildenden Schule Verden an der Aller tätig. Berg wurde 2000 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald mit einer Dissertation über „Uncomfortable Mirror: (De-) Kolonisation in Gedichten zeitgenössischer nordamerikanischer indigener Autorinnen. 1973–1997promoviert.

Am Studienseminar Stade war sie seit 1997 Fachleiterin für das Fach Englisch, seit 2003 auch für das Fach Gesundheit, seit 2004 leitet sie das Seminar.[1]

Politik[Bearbeiten]

Stefanie von Berg wurde 2011 im Wahlkreis Stellingen-Eimsbüttel-West in die Bürgerschaft gewählt. In der grünen Fraktion ist sie Fachsprecherin für die Themen Schule und Berufsbildung, Inklusion und Religion.[2]

Bei der Bürgerschaftswahl 2015 errang von Berg ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis und ist somit seit März 2015 Mitglied der 21. Hamburgischen Bürgerschaft.[3]

Im Herbst 2015 wurde Berg Gegenstand eines Shitstorms. Am 11. November hatte sie in der Bürgerschaft die Aussicht, dass es in Zukunft in Hamburg eine „superkulturelle Gesellschaft“ ohne ethnische Mehrheiten geben werde, begrüßt („Das ist gut so!“). Ein Film mit dieser Aussage wurde auf die Facebook-Seite der AfD-Fraktion gestellt, von dort aus vielfach weitergeleitet und mit über 500 Beleidigungen, Hassbotschaften und Todesdrohungen gegen Berg kommentiert. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörn Kruse bat von Berg, die gegen acht der Kommentatoren Strafanzeige erstattete, um Entschuldigung.[4] [5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stefanie von Berg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie auf der Homepage des Studienseminars Stade, abgerufen am 24. August 2014
  2. Vorstellung von Bergs auf der Homepage der grünen Bürgerschaftsfraktion, abgerufen am 3. Februar 2016
  3. Vorläufiges Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2015: Gewählte Kandidatinnen und Kandidaten auf den Seiten des Statistikamtes Nord, abgerufen am 17. Februar 2015
  4. Marco Carini: „In die Fresse schießen“. In: taz.nord vom 4. Januar 2016, S. 21.
  5. Oliver Hollenstein: Rohe Weihnachten. Die Zeit 52/2015. 23. Dezember 2015. Abgerufen am 4. Januar 2016.