Steffen Hofmann

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Steffen Hofmann

Steffen Hofmann (2015)

Spielerinformationen
Geburtstag 9. September 1980
Geburtsort WürzburgDeutschland
Größe 173 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1985–1993 1. FC Kirchheim
1993–1996 Würzburger FV
1996–1999 FC Bayern München
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1999–2002 FC Bayern München Amateure 84 (26)
2001–2002 FC Bayern München 1 0(0)
2002–2006 SK Rapid Wien 109 (26)
2006 TSV 1860 München 16 0(2)
2006– SK Rapid Wien 310 (71)
Nationalmannschaft
Deutschland U-16 6 0(0)
1996–1997 Deutschland U-17 12 0(1)
1997–1998 Deutschland U-18 3 0(1)
2003–2004 Team 2006 3 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 23. April 2017

Steffen Hofmann (* 9. September 1980 in Würzburg) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht seit 2002 mit halbjähriger Unterbrechung (Rückrunde der Saison 2005/06 beim TSV 1860 München) beim österreichischen Bundesligisten SK Rapid Wien unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Jugendvereine 1. FC Kirchheim und Würzburger FV, für die Steffen Hofmann vom fünften bis sechzehnten Lebensjahr spielte, gelangte er 1996 in die Jugendabteilung des FC Bayern München, in der er bis 1999 aktiv war.

Von 1999 bis 2002 gehörte er dem Amateur-Kader der Bayern an, für den er in der Regionalliga Süd 84 Mal zum Einsatz kam und dabei 26 Tore erzielte. Sein Debüt gab er am 19. August 2000 (4. Spieltag) beim torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Schweinfurt 05, bei dem er in der 78. Minute für Philipp Bönig eingewechselt wurde. Sein erstes Tor gelang ihm am 28. Oktober 2000 (14. Spieltag) zum 1:0-Führungstreffer bei der 1:6-Niederlage beim SSV Jahn Regensburg.

Am 27. Oktober 2001 (11. Spieltag) gab Hofmann sein Debüt in der Bundesliga, als er – beim 2:0-Auswärtserfolg über den 1. FC Köln – in der 90. Minute für Claudio Pizarro eingewechselt wurde. Damit ist er gegenwärtig einer von 30 „Einmal-Spielern“ des FC Bayern München.

2002 wechselte er zum österreichischen Bundesligisten SK Rapid Wien. Dort bildete der Spielmacher gemeinsam mit Andreas Ivanschitz eines der besten Mittelfeldduos der Liga. Er wurde im Jahre 2004 zum Spieler des Jahres in Österreich gewählt und führte Rapid als Mannschaftskapitän 2005 zum 31. Meistertitel der Vereinsgeschichte und zum Einzug in die Gruppenphase der Champions League. In der Winterpause der Saison 2005/06 wechselte Steffen Hofmann zum Zweitligisten TSV 1860 München, bei dem er aber sportlich nicht an seine Erfolge in Österreich anknüpfen konnte.

Im Juli 2006 kehrte er zu Rapid Wien zurück. Jedoch verletzte er sich gleich im ersten Pflichtspiel gegen die SV Ried. 105 Tage später gab er sein Comeback gegen Pasching. Seither ist er wieder spielbestimmende Figur bei Rapid und übernahm 2008 auch wieder die Kapitänsschleife. Beim SK Rapid ist Hofmann der Publikumsliebling und wird „Fußballgott“ genannt. Für viele Fans verkörpert er den typischen Rapidspieler, der sich vor allem durch hohe Einsatzbereitschaft und Ausdauer auszeichnet. Auch für seine gefährlichen Freistöße und präzisen Torvorlagen ist Hofmann bekannt. Hofmann wurde in der Saison 2007/08 mit 28 Torvorlagen bester Vorbereiter in Europa. In der Saison 2008/09 musste er sich den Titel mit dem Mittelfeldspieler Xavi vom FC Barcelona teilen, da es beide Spieler auf 22 Torvorlagen brachten.

Im Februar 2010 verlängerte er seinen Vertrag auf weitere drei Jahre. Die Vertragsverlängerung wurde unmittelbar vor dem Spitzenspiel gegen den FC Red Bull Salzburg bekannt gegeben, nachdem Hofmann die Monate zuvor mit zahlreichen internationalen Vereinen in Verbindung gebracht wurde.

In der Saison 2009/10 wurde er mit 20 Toren zum ersten Mal in seiner Karriere österreichischer Torschützenkönig, was bislang kein anderer Mittelfeldspieler des SK Rapid vor oder nach ihm gelang. Mit dem Bundesligaspiel am 9. April 2016 (30. Spieltag), beim 2:2-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen den Wolfsberger AC, bestritt Hofmann als erst zweiter Spieler des SK Rapid Wien sein 500. Pflichtspiel.[1]

Hofmanns Vertragslaufzeit endet am 30. Juni 2017.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab Bemühungen seitens des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), Steffen Hofmann als gebürtigen Deutschen für Österreichs Nationalmannschaft spielen zu lassen. Einer raschen Einbürgerung des mit einer Österreicherin verheirateten Profis hätte nichts im Weg gestanden, die FIFA-Statuten machten einen Wechsel Hofmanns zum ÖFB schließlich jedoch unmöglich, da dieser als Jugendlicher bereits in Auswahlspielen des DFB (U-16 bis U-18) zum Einsatz kam. Ein Wechsel wäre zwar bis zu einem gewissen Datum möglich gewesen, scheiterte jedoch am Fristversäumnis der Österreicher. Die Einladung zur Asien-Reise 2005 der deutschen A-Nationalmannschaft musste Hofmann krankheitsbedingt absagen; weitere Berufungen blieben aus.[3] Hofmann spielte erstmals im deutschen Nationaltrikot am 30. April 2003: Mit dem Team 2006 erreichte er – in der 46. Minute für Albert Streit eingewechselt – ein 0:0 in der Türkei gegen die A 2-Mannschaft. Danach spielte er noch zweimal gegen die Auswahl Russlands. Am 4. September 2003 in Aalen beim 3:2-Erfolg und am 27. April 2004 in Moskau beim 1:1-Unentschieden.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Steffen Hofmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hofmanns Geschichtsschreibung auf skrapid.at
  2. Meldung auf skrapid.at
  3. Artikel auf sport.t-online.de
Vorgänger Amt Nachfolger

Andreas Ivanschitz
Marc Janko
Fußballer des Jahres Österreich
2004
2009

Mario Bazina
Zlatko Junuzović