Steffen Justus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Triathlon
DeutschlandDeutschland 0 Steffen Justus
beim Ironman 70.3 Germany (2016)
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 15. April 1982 (36 Jahre)
Geburtsort Jena, Deutschland
Spitzname „Schmatzel“ oder „Schmertzel“
Größe 182 cm
Gewicht 67 kg
Vereine
2001–2016 DTU-Bundeskader
2011–2017 EJOT Team TV Buschhütten
Bis 2017 Triathlonfreunde Saarlouis
Erfolge
2000 Europameister Triathlon Junioren
2010 3. Rang Triathlon-Weltmeisterschaft U23
2010 Deutscher Meister Triathlon Kurzdistanz
2010 Vizeweltmeister Triathlon Kurzdistanz
2011, 2014 2 × Deutscher Meister Triathlon Sprintdistanz
2017 Deutscher Vizemeister Duathlon Kurzdistanz
Status
2017 zurückgetreten

Steffen Justus (* 15. April 1982 in Jena) ist ein ehemaliger deutscher Triathlet. Er ist Junioreneuropameister (2000), Dritter der Triathlon-Weltmeisterschaft U23 (2003), Triathlon-Vizeweltmeister (2010) und Deutscher Meister auf der Triathlon-Kurzdistanz (2010) und Sprintdistanz (2011, 2014).

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steffen Justus ist der Sohn des Leichtathleten Klaus-Peter Justus (* 1951). Im Jahre 1993, als der Juniorcoss des Rennsteiglaufes seine Premiere feierte, erreichte er in seiner Altersklasse den zweiten Platz. Bis 1997 war er als Läufer aktiv und begann dann mit dem Triathlon-Sport. Seit 1998 war Justus Mitglied der deutschen Nationalmannschaft für Laufen sowie Triathlon und seit 2001 ausschließlich Triathlon.

Junioren-Europameister Triathlon 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2000 wurde er in den Niederlanden Triathlon-Junioreneuropameister. Er wurde trainiert von Wolfgang Thiel und Dan Lorand. Steffen Justus war Mitglied im Verein Triathlonfreunde Saarlouis und startete vorwiegend bei Wettbewerben über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen).

Im Oktober 2008 gewann der Stabsunteroffizier den München-Marathon sowie den München-Triathlon mit neuem Streckenrekord (4:12:03 Stunden).[1] Im Oktober 2009 startete er beim Frankfurt-Marathon und konnte dort als bester deutscher Läufer seine persönliche Bestleistung aus dem Vorjahr auf 2:18:44 Stunden verbessern.

Vizeweltmeister Triathlon 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinem dritten Rang beim siebten und letzten Rennen der Rennserie holte sich Justus im September 2010 hinter dem Spanier Javier Gómez in der Jahreswertung den Vizeweltmeistertitel auf der Olympischen Distanz.[2]

Justus startete seit 2011 für das EJOT Team TV Buschhütten, aber sein Erststartrecht (Heimatverein) war immer noch beim Verein „Triathlon-Freunde SaarLouis“.[3] Er war Mitglied im B-Kader der Deutschen Triathlon Union. Justus wurde für die Saison 2011 von der Internationalen Triathlon Union (ITU) zum Mitglied der „Gold Group“ ernannt – die zehn besten Frauen und Männer der Vorjahre repräsentieren die ITU in der Öffentlichkeit und sicherten ihren nationalen Verbänden für jedes der sieben Rennen der ITU World Championship Series einen zusätzlichen Startplatz.[4]

Olympische Sommerspiele 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steffen Justus war zusammen mit Jan Frodeno und Maik Petzold für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2012 in London qualifiziert, wo er den 16. Rang belegte. In der Weltrangliste belegte er 2014 als zweitbester Deutscher hinter Gregor Buchholz (Rang[[]]11) den 20. Rang. In der Weltrangliste 2015 belegte er wiederum als zweitbester Deutscher den 29. Rang.

Im zweijährigen Qualifikationszeitraum für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen 2016 erreichte Steffen Justus zwar mit Platz 31 die beste Platzierung der männlichen deutschen Athleten auf der ITU-Olympia-Qualifikationsliste[5], erfüllte aber nicht die von DTU und DOSB vereinbarten sportlichen Qualifikationskriterien und wurde nicht nominiert.[6][7][8] Die Weltmeisterschafts-Rennserie 2016 beendete er als bester Deutscher auf dem 23. Rang und erklärte Ende des Jahres, nach dem Rennen am 10. Dezember 2016 (Ironman 70.3 Bahrain), seine Zeit als Profiathlet für beendet.[9]

Im April 2017 wurde der damals 35-Jährige Deutscher Vizemeister auf der Duathlon-Kurzdistanz. Seit 2017 ist Steffen Justus bei der Deutschen Triathlon Union (DTU) für die Sichtung der Talente verantwortlich.

Im Mai 2018 startete er im Supermarathon (73,9 km) beim GutsMuths-Rennsteiglauf.[10] Steffen Justus lebt in Saarbrücken.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steffen Justus gewinnt München-Marathon
  2. 2010 Dextro Energy Triathlon - ITU Triathlon World Championship Grand Final Budapest
  3. EJOT-Team Buschhütten: 2011 mit Justus und Buchholz
  4. ITU: Zwei Deutsche in Gold Group
  5. ITU Olympic Qualification List: Rio 2016 | Men's Standings In: ITU 14. Mai 2016
  6. Fabian Fiedler: Über Abu Dhabi nach Rio de Janeiro In: tri-mag.de, 28. Januar 2016
  7. Frank Wechsel: DTU nominiert Lindemann, Knapp, Justus und Buchholz In: tri-mag.de 19. Juni 2016
  8. Oliver Kubanek: „Neben Anne Haug hat niemand ein persönliches Startrecht für Rio 2016“ In: Deutsche Triathlon Union 20. Mai 2016
  9. STEFFEN JUSTUS BEENDET IN BAHRAIN SEINE PROFI-KARRIERE (21. November 2016)
  10. Suche nach Schicksalsgefährten: Ex-Weltklasse-Triathlet Justus aus Jena bei erstem Supermarathon (25. Mai 2018)
  11. Meisterlich: Robisch und Justus in Grimma vorn
  12. Alpen Triathlon 2010: Steffen Justus und Lisa Norden siegreich
  13. Triathlon-EM: Brownlee führt Gomez vor
  14. Europacup: Steffen Justus siegt in Weiswampach (Luxemburg)
  15. Kai Baumgartner: Zweifacher Titelgewinn und Dreifach-Triumph der DTU bei Militär Weltmeisterschaften im estnischen Otepää. In: 3athlon.de. 15. Juni 2008. Archiviert vom Original am 18. Juni 2008.
  16. Militär-WM: Zweifacher Titelgewinn und Dreifach-Triumph
  17. Saisonstart: Dritte Plätze für Justus und Müller
  18. Silvesterläufe: Rank schlägt Raelert in Rostock
  19. Ergebnisliste des 23. Int. Martinslaufes 2011
  20. Ewige Deutsche Bestenliste Marathon
  21. Ewige Deutsche Bestenliste Halbmarathon