Steffenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steffenberg
Steffenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steffenberg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 50′ N, 8° 29′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 371 m ü. NHN
Fläche: 24,31 km2
Einwohner: 3942 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35239
Vorwahlen: 06464, 06465Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 019
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bauhofstraße 1
35239 Steffenberg
Website: www.steffenberg.de
Bürgermeister: Gernot Wege (parteilos)
Lage der Gemeinde Steffenberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg)BiedenkopfBreidenbachSteffenbergAngelburgBad EndbachDautphetalGladenbachLohraFronhausenWetter (Hessen)LahntalRauschenbergWohratalCölbeWeimar (Lahn)MarburgEbsdorfergrundNeustadt (Hessen)KirchhainAmöneburgStadtallendorfNordrhein-WestfalenLandkreis Waldeck-FrankenbergSchwalm-Eder-KreisLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild

Steffenberg ist eine Gemeinde im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steffenberg liegt an den südlichen Ausläufern des Rothaargebirges zwischen den Städten Dillenburg (20 km) und Marburg (35 km). Die Höhenlage beträgt etwa 330 bis 550 m ü. NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steffenberg grenzt im Norden an die Gemeinde Breidenbach, im Osten an die Gemeinde Dautphetal, im Süden an die Gemeinden Bad Endbach und Angelburg (alle im Landkreis Marburg-Biedenkopf), sowie im Westen an die Gemeinde Eschenburg (Lahn-Dill-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus sechs Ortsteilen:

Gemeindebildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zum 1. April 1972 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Niedereisenhausen, Obereisenhausen, Niederhörlen und Oberhörlen freiwillig zur Gemeinde Steffenberg zusammen.[2] Der Name wurde nach der höchsten Erhebung auf dem Gemeindegebiet gewählt.

Am 1. Juli 1974 kamen durch Landesgesetz die bis dahin selbstständigen Gemeinden Steinperf und Quotshausen zur neuen Großgemeinde hinzu.[3][2]

Am 11. Oktober 2015 fand eine Abstimmung über eine Gemeindefusion von Steffenberg und Angelburg statt. Dabei sprach sich eine knappe Mehrheit der Steffenberger (52,7 %) gegen die Fusion aus, wohingegen die Bevölkerung Angelburgs knapp (51,7 %) für den Zusammenschluss votierte.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7][8][9]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2021
   
Insgesamt 23 Sitze
  • SPD: 9
  • BLS: 9
  • CDU: 5
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
BLS Bürgerliste Steffenberg 38,7 9 39,7 9 44,6 10 38,9 9 40,9 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 37,3 9 37,1 9 35,3 8 38,9 9 32,3 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,9 5 23,2 5 20,1 5 22,2 5 26,8 6
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Ungültige Stimmen in % 3,5 3,3 2,6 3,2 3,5
Wahlbeteiligung in % 47,3 63,0 47,0 43,2 52,4

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Steffenberg neben dem Bürgermeister acht ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Seit dem Jahr 1993 werden in Hessen die Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt.[10]

Bürgermeister ist seit 1. Juni 2016 Gernot Wege (Parteilos).[10][11] Sein direkt gewählter Amtsvorgänger war

  • 1998 bis 2016 Peter Pfingst

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Im goldenen (gelben) Schild über einem blauen Wellenbalken einen schreitenden schwarzen Bären.

Mit diesem Wappen wird der Name der das Gemeindegebiet durchfließenden Perf versinnbildlicht, der so viel wie Bärenwasser (althochdeutsch: pernaffa) bedeutet.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Steffenberg

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Klingelhöffer (1803–1882), in Oberhörlen geborener Richter und Politiker, Abgeordneter der Landstände des Großherzogtums Hessen
  • Werner Link (* 1934), in Quotshausen geborener Politikwissenschaftler und Hochschullehrer
  • Dieter Becker (* 1963), evangelischer Theologe, Pfarrer und Betriebswirt

Persönlichkeiten mit Bezug zu den Ortsteilen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Dickel (1819–1896), baute 1853 die Orgel der evangelischen Kirche in Obereisenhausen
  • Georg Zitzer (1870–1932), Lehrer in Niedereisenhausen, Heimatforscher und -dichter
  • Karl Herbert (1907–1995), evangelischer Pfarrer in Oberhörlen, Mitglied der Bekennenden Kirche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Steffenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2019 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)  (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350–351.
  3. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 16 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  4. Aus zwei mach eins. Gemeindefusion: Angelburg will, Steffenberg nicht (Memento vom 12. Oktober 2015 im Internet Archive), Hinterländer Anzeiger vom 11. Oktober 2015, via mittelhessen.de; letzter Zugriff: 20. März 2016.
  5. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  6. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  7. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  8. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  9. Ergebnis der Gemeindewahl am 18. März 2001. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2001.
  10. a b Bürgermeister-Direktwahlen in Steffenberg. In: Statistik.Hessen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2021.
  11. Gemeindevorstand von Steffenberg, abgerufen am 2. August 2016.