Stein im Jauntal

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Stein im Jauntal (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Stein
Stein im Jauntal (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Völkermarkt (VK), Kärnten
Gerichtsbezirk Völkermarkt
Pol. Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See
Koordinaten 46° 36′ 38″ N, 14° 32′ 35″ OKoordinaten: 46° 36′ 38″ N, 14° 32′ 35″ Of1
Höhe 472 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 181 (1. Jän. 2020)
Gebäudestand 87 (2001)
Fläche d. KG 6,06 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 02836
Katastralgemeinde-Nummer 76118
Zählsprengel/ -bezirk St. Kanzian-Südwest (20813 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
f0
f0
181

BW

Stein im Jauntal. Übersicht mit Friedhofskirche, Kärntner Kreuzweg und Pfarrkirche
Propstei in Stein im Jauntal
Striezelwerfen in Stein im Jauntal

Stein im Jauntal (slowenisch: Kamen v Podjuni) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Sankt Kanzian am Klopeiner See, liegt in 472 m Seehöhe über dem Normalniveau und zählt 207 Einwohner (Stand 2001).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche Sankt Lorenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sankt Lorenz-Kirche im Dekanat Eberndorf soll schon im 11. Jahrhundert gestiftet worden sein. Die Bauart dieser kleinen Kirche, die sich auf einem gegen Süden und Osten steil abfallenden Hügel erhebt, zeigt verschiedene Bauzeiten für die einzelnen Teile. Der nach innen dreiseitige, nach außen halbrunde Chorschluss samt Krypta gehört noch der romanischen Zeit an. Das Schiff hat ein einjochiges, quadratisches Langhaus und einen einjochigen Chor mit Kreuzrippengewölbe und drei runden Schlusssteinen. Der Turm stammt aus neuerer Zeit. An der Südseite steht ein nach innen achtseitiger, nach außen runder Karner aus behauenem Stein mit halbrunder Konche, spitzbogigem Gewölbe, mit zwei halbrunden Mauerschlitzen, spitzbogig geschrägter Türe und kegelförmigem Dach über dem Gesims.

Katholische Friedhofskirche Sankt Margareta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Friedhofskirche ist der hl. Margarete geweiht und ebenfalls romanischen Ursprungs mit späterer Erweiterung. Der barocke Hauptaltar zeigt eine Statue der hl. Margarete, flankiert von zwei Heiligen. An der südlichen Innenwand sind Reste gotischer Freskomalerei zu sehen.

Kärntner Kreuzweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stationen des Kärntner Kreuzweges, der vom Tal zur Pfarrkirche hinaufführt, wurden von zeitgenössischen Künstlern geschaffen.

Bildstöcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind der große und der kleine Hildegard-Bildstock im Ort.

Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Pfarrkirche findet alljährlich am ersten Sonntag im Februar das sogenannte Striezelwerfen zu Ehren der heiligen Hildegard von Stein statt; es bezieht sich auf ihre Mildtätigkeit.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft ist sowohl über Schiene wie auch Straße sehr gut erreichbar.

An der Eisenbahnlinie KlagenfurtBleiburg gelegen, verfügt der Ort über einen eigenen Bahnhof Tainach-Stein.

Die gut ausgebaute Verbindungsstraße Sankt Kanzian am Klopeinersee nach Gallizien schließt den Ort an das Straßennetz an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DEHIO Kärnten. Topographisches Denkmälerinventar. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 2001 (Dritte, erweiterte und verbesserte Auflage 2001, bearbeitet von Gabriele Russwurm-Biro), ISBN 3-7031-0712-X, S. 905–907
  • Matthias Kapeller: Kirchen, Klöster und Kultur – Begegnungsräume in Kärnten. Verlag Carinthia, Klagenfurt 2001, ISBN 3-85378-539-5, S. 158–159.
  • Josef Till: 4 K in Stein im Jauntal in der Gemeinde St. Kanzian am Klopeinersee. Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stein im Jauntal – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien