Steina (Sachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steina (Sachsen)
Steina (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steina (Sachsen) hervorgehoben
51.214.05337Koordinaten: 51° 12′ N, 14° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Verwaltungs­gemeinschaft: Pulsnitz
Höhe: 337 m ü. NHN
Fläche: 12,49 km²
Einwohner: 1657 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01920
Vorwahl: 035955
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 580
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 64
01920 Steina (Sachsen)
Webpräsenz: www.steina-sachsen.de
Bürgermeister: Lutz Hönicke (FDP)
Lage der Gemeinde Steina (Sachsen) im Landkreis Bautzen
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Über dieses Bild

Steina ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Bautzen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pulsnitz.

Geographie[Bearbeiten]

Steina liegt ca. 30 Kilometer nördlich von Dresden, zwischen Kamenz und Pulsnitz am Rande des Lausitzer Berglandes im Landschaftsschutzgebiet Westlausitz. Der Ort erstreckt sich - als typisches Reihendorf mit Waldhufenflur - über mehr als 7 Kilometer und teilt sich in die Teilorte Weißbach, Niedersteina und Obersteina. Durch den Ort fließt der Weißbach, ein Nebengewässer des Haselbaches, welcher bei Reichenau in die Pulsnitz mündet. Markant für Steina ist seine mittelgebirgsnahe Struktur, wobei das Terrain vom Schwedenstein (ca. 420 m) beherrscht wird.

Geschichte[Bearbeiten]

1349 wurde Steina erstmals urkundlich erwähnt. Begonnen hat die Besiedlung mit der Gründung der Kolonistendörfer Weißbach (ursprünglich Wysbach), Niedersteina (ursprünglich Nedirstein) und Obersteina (ursprünglich Oberstein). Im Vergleich zu den Nachbargemeinden erfolgte die Gründung relativ spät. Vermutlich führte dies auch dazu, dass keine eigene Kirchgemeinde entstand, sondern alle kirchlichen Anlässe von der Taufe bis zum Begräbnis in der Kirchgemeinde Pulsnitz stattfanden. Seit ihrer Gründung waren Weißbach, Nieder- und Obersteina der Pulsnitzer Rittergutsherrschaft dienstpflichtig.

Die über Jahrhunderte eigenständigen Gemeinden Nieder- und Obersteina wuchsen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen. Die neuen Häuser erhielten den Namen Himmelreich. 1950 war Steina mit ca. 2150 Einwohnern die größte Landgemeinde des damaligen Kreises Kamenz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[2]
Wahlbeteiligung: 56,8 % (2009: 54,4 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
37,5 %
13,9 %
4,7 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-0,9 %p
+5,7 %p
+2,8 %p
-2,1 %p
-5,6 %p

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Wirtschaft[Bearbeiten]

Über Jahrhunderte wurde das Bild der einzelnen Gemeinden durch die bäuerlichen Hufen geprägt. Die steinigen Bodenverhältnisse, auf denen möglicherweise auch der Ortsname gründet, brachten den Bauern nur geringe Erträge. Der Bedarf an weiteren Ackerflächen drängte den Wald auf Flächen zurück, die landwirtschaftlich ungeeignet waren. Dadurch entstand die heutige Landschaft mit Restwald auf Bergkuppen und sumpfigen Tälern. Südöstlich des Dorfgebietes verblieb ein großes geschlossenes Waldgebiet, der Luchsenburg-Wald. Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts entstand das Gewerbe der Bandmacher, das vor allem als Heimweberei betrieben wurde. Dazu kam später die Steinindustrie, die sich durch den zunehmenden Baustoffbedarf stark entwickelte. Zahlreiche Restlöcher, aus denen der Granit gebrochen wurde, zeugen heute noch davon. 1972 wurde der Abbaubetrieb im letzten Steinbruch, dem Haustein, beendet.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Bedingt durch die landschaftlich reizvolle Lage bietet sich Steina besonders als Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen an. Besonderes Ausflugsziel ist der Schwedenstein, dessen 1898 erbauter Aussichtsturm einen sehr guten Rundblick auf die Ober- und Westlausitz bietet. Im Winter bieten die Flanken des Berges gute Bedingungen zum Skifahren, nicht zuletzt auch durch einen Skilift.

Freizeit- und Sport[Bearbeiten]

Sportliche Betätigung hat in der jüngeren Geschichte des Ortes einen großen Stellenwert. 1885 wurde der Turnverein Obersteina gegründet. 1900 folgte der Radfahrklub Niedersteina. Bis heute hat sich der Handballsport einen guten Namen errungen.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Ortsteile der Gemeinde sind Weißbach, Niedersteina, Obersteina und das Neue Dorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014