Steinau an der Straße

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Steinau an der Straße
Steinau an der Straße
Deutschlandkarte, Position der Stadt Steinau an der Straße hervorgehoben
50.3116666666679.4555555555556175Koordinaten: 50° 19′ N, 9° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 175 m ü. NHN
Fläche: 104,88 km²
Einwohner: 10.485 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36396
Vorwahlen: 06663, 06660 (Marjoß), 06666 (Hintersteinau), 06667 (Neustall, Sarrod, Uerzell, Ulmbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 028
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Brüder-Grimm-Straße 47
36396 Steinau an der Straße
Webpräsenz: www.steinau.de
Bürgermeister: Walter Strauch (SPD)
Lage der Stadt Steinau an der Straße im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (bei Hanau) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Steinau an der Straße liegt im Main-Kinzig-Kreis im Südosten des Landes Hessen. Der Zusatz „an der Straße“ bezieht sich auf die Via Regia, die alte Handelsstraße von Frankfurt am Main nach Leipzig, und dient der Unterscheidung von anderen gleichnamigen Orten.[2] Steinau nennt sich auch Brüder-Grimm-Stadt, weil diese hier einen Teil ihrer Jugend verbrachten.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Steinau liegt eingebettet im Kinzigtal an der Kinzig zwischen dem Spessart im Süden und dem Vogelsberg im Norden auf einer Höhe von 175 m über NN, etwa 6,5 km südwestlich von Schlüchtern.

Geologie[Bearbeiten]

Die Lage zwischen dem Spessart und seinen Sandsteinformationen und dem vulkanisch geprägten Vogelsberg mit seinen fruchtbaren Verwitterungsböden teilt die Gemarkung von Steinau: Im Süden wird diese von Wäldern und im Norden von Landwirtschaft geprägt.

Nördlich der Steinauer Innenstadt befindet sich eine der beiden Tropfsteinhöhlen Hessens, die Teufelshöhle. Die etwa 2,5 Millionen Jahre alte Höhle wurde seit 1905 erschlossen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie teilweise durch Amerikaner beschädigt. Durch ihren großen Karsthohlraum im unteren Muschelkalk stellt sie ein bedeutendes geologisches Naturdenkmal dar.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Steinau grenzt im Norden an die Gemeinde Freiensteinau (Vogelsbergkreis), die Gemeinden Neuhof und Flieden (beide Landkreis Fulda), im Osten an die Stadt Schlüchtern, im Süden an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Spessart, das den Stadtteil Marjoß umschließt sowie im Westen an die Stadt Bad Soden-Salmünster und die Gemeinde Birstein.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Steinau besteht aus den Stadtteilen Bellings, Hintersteinau, Klesberg, Marborn, Marjoß, Neustall, Sarrod, Rabenstein, Rebsdorf, Seidenroth, Steinau, Uerzell und Ulmbach. (Einwohnerzahl in Klammern)

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Die Burg mit ihrem mächtigen Bergfried beherrscht das Stadtbild
Schloss Steinau, Hauptzugang

Steinau war im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit eine wichtige Station an der Via Regia, der alten Handelsstraße zwischen den Messeplätzen Frankfurt am Main und Leipzig.

Es gehörte ursprünglich zur Grafschaft Rieneck. Die Auseinandersetzung zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Grafen von Rieneck in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts um die Macht im westlichen Spessart endete 1271 mit einem Sieg des Mainzer Erzbischofs Werner von Eppstein. Teil des Friedensschlusses war, dass Gräfin Elisabeth von Rieneck, mit reicher Aussteuer, zu der unter anderem die Stadt Steinau an der Straße gehörte, mit Ulrich I., von Hanau, einem Verbündeten des Mainzer Erzbischofs, verheiratet wurde.[3] So kam Steinau an die Herrschaft und spätere Grafschaft Hanau. Ulrich I. sorgte dann dafür, dass Steinau am 4. Juli 1290 – als zweite Stadt seiner Herrschaft, nach der Residenz Windecken und noch vor Hanau – Stadtrecht, und zwar das von Gelnhausen erhielt. 1339 beanspruchte das Erzstift Mainz die Stadt als verfallenes Lehen, konnte sich aber nicht durchsetzen. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde Steinau dem Kloster Fulda als Lehen aufgetragen; der älteste erhaltene Lehenbrief über Burg und Stadt Steinau stammt aus dem Jahr 1442.

Die Stadt Steinau war Hauptort des gleichnamigen Amtes Steinau der Herrschaft und Grafschaft Hanau. Nachdem es 1458 zur Teilung der Grafschaft Hanau kam, gehörte Steinau zur Grafschaft Hanau-Münzenberg und war der Hauptort von deren „Obergrafschaft“.

Mit der Burg Steinau, von der der quadratische Stumpf des Bergfrieds aus dem 13. Jahrhundert erhalten ist, errichteten die Herren von Hanau eine Befestigung, die der Sicherung des Geleits auf der Via Regia diente. Die Burg wurde zum Schloss Steinau ausgebaut, das später oft als Witwensitz Hanauer Gräfinnen diente. Philipp Wilhelm Grimm, Vater der Brüder Grimm, war hier im 18. Jahrhundert Amtmann, also Verwaltungsleiter des Amtes Steinau und hatte seinen Wohn- und Dienstsitz im Amtshaus, heute ein Museum.

1319 wurde die Filialkirche in Steinau durch den Abt des Klosters Fulda dem Kollegiatstift von Salmünster übergeben, 1324 wurde ein Gemeindepfarrer in Steinau erwähnt.

Historische Namensformen[Bearbeiten]

  • Steina (1290)
  • Steinahe (1304)
  • Steyna an der strasze gegin Fulde (1339)
  • Stena (1361)
  • Steinau (1364)

Neuzeit[Bearbeiten]

Die Grafschaft Hanau-Münzenberg schloss sich in der Reformation zunächst der lutherischen Konfession an, ab 1597 war sie reformiert. Mit dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736, fiel Steinau – zusammen mit der ganzen Grafschaft Hanau-Münzenberg – an die Landgrafschaft Hessen-Kassel, aus der Anfang des 19. Jahrhunderts das Kurfürstentum Hessen hervorging. Während der napoleonischen Zeit stand Steinau ab 1806 unter französischer Militärverwaltung, gehörte 1807-1810 zum Fürstentum Hanau und dann von 1810 bis 1813 zum Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau. Anschließend fiel es wieder an das Kurfürstentum Hessen zurück. Dort wurde die Stadt mit der Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen von 1821, im Rahmen derer Kurhessen in vier Provinzen und 22 Kreise eingeteilt wurde, dem neu gebildeten Landkreis Schlüchtern zugeschlagen. 1866 wurde das Kurfürstentum – und damit auch Steinau – nach dem Deutsch-Österreichischen Krieg von Preußen annektiert, nach dem Zweiten Weltkrieg Bestandteil des Landes Hessen und mit der Gebietsreform von 1974 Bestandteil des Main-Kinzig-Kreises.

Am 1. Januar 1978 wurde die Gemeinde amtlich in Steinau an der Straße umbenannt.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform wurden Bellings, Marborn und Seidenroth am 1. Dezember 1969, Marjoß am 31. Dezember 1971 sowie Hintersteinau, Neustall und Ulmbach am 1. Juli 1974 eingemeindet[4].

Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Märchenhaft bemaltes Haus
Schweinebrunnen
  • 1587: 65 Schützen, 49 Spießmänner, 15 Schlachtschwerter, 9 Zimmermänner (dazu 17 Schützen und 32 Federspießer in Niederdorf)
  • 1633: 245 Haushaltungen und 15 Gefreite
  • 1753: 262 Haushaltungen mit 1289 Personen
  • 1834: 2462 Einwohner[5]
  • 1840: 2529 Einwohner
  • 1846: 2589 Einwohner
  • 1852: 2398 Einwohner
  • 1858: 2205 Einwohner
  • 1864: 2250 Einwohner
  • 1871: 2241 Einwohner
  • 1875: 2179 Einwohner
  • 1885: 2208 Einwohner
  • 1895: 2128 Einwohner
  • 1905: 2225 Einwohner
  • 1910: 2281 Einwohner
  • 1925: 2243 Einwohner
  • 1939: 2628 Einwohner
  • 1946: 3762 Einwohner
  • 1950: 3968 Einwohner
  • 1956: 3879 Einwohner
  • 1961: 4078 Einwohner[6]
  • 1967: 4707 Einwohner
  • 1970: 6095 Einwohner[7]
  • 2012: 10.485 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Rathaus mit Märchenbrunnen

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 führte zu folgendem Ergebnis:[8]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
44,2 %
40,3 %
10,7 %
3,1 %
1,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+5,4 %p
-2,4 %p
-0,2 %p
+3,1 %p
-5,8 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,2 15 38,8 13 41,2 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,3 13 42,7 14 43,4 16
UBL Unabhängige Bürgerliste 10,7 3 10,9 4 15,5 6
Linke Die Linke 3,1 1
FDP Freie Demokratische Partei 1,7 1 7,5 2
Gesamt 100 33 100 33 100 37
Wahlbeteiligung 49,7 % 49,7 % 60,4 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der seit 2002 amtierende Bürgermeister Walter Strauch (SPD) wurde am 27. Januar 2008 im ersten Wahlgang mit 61,3 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,4 Prozent.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften bestehen mit folgenden Städten:

  • Welsberg-Taisten in Südtirol (Italien), mit Steinau an der Straße, seit dem 26. November 1988
  • Szederkény (Ungarn), mit dem Ortsteil Ulmbach, seit dem 3. Oktober 1988
  • Sarród (Ungarn), mit dem Ortsteil Sarrod, seit dem 24. Juni 2000
  • Naszály (Ungarn), mit dem Ortsteil Hintersteinau, seit dem 1. Juni 2002

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau auf grünem Schildgrund stehend eine weißgekleidete goldhaarige, goldgekrönte und silbernimbierte Frau, links unter der Krone hervortretend ein schalartiges schmales rotes Tuch bis zur Hüfte tragend, in der rechten ausgestreckten offenen Hand ein sechsspeichiges goldenes Wagenrad, in der linken ein silbernes Schwert haltend, die Spitze den Boden berührend, rechts begleitet von einem Schildchen darin in Gold drei rote Sparren, links von fünf wellenpfahlweise gestellten fünfzackigen goldenen Sternen.“

Wappenerklärung: Das Wappen zeigt die Schutzpatronin der Stadt, die heilige Katharina. Sie gilt als Patronin der Wagner, Müller, Jungfrauen, Mädchen, Studenten, Schüler, Bibliothekare und der Gelehrten, aber auch der Töpfer (Steinau war seit dem Mittelalter ein bedeutender Töpferort). In den Händen hält sie ein Rad und ein Schwert, die Werkzeuge ihres Martyriums. In den meisten Darstellungen der heiligen Katharina ist das Rad zerbrochen, nicht jedoch im Steinauer Wappen. Der kleine Wappenschild ist der der Grafen von Hanau, zu deren Ländereien Steinau lange Zeit gehörte, zeitweilig sogar Sitz der Obergrafschaft und kurzfristig Hanauische Residenz war. Die Bedeutung der fünf Sterne ist unbekannt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Historisch[Bearbeiten]

An von der Kinzig abgeleiteten Betriebsgräben bestanden eine Hopfenmühle, eine Walkmühle, die so genannte Herrenmühle, eine Sägemühle und die Neumühle, eine Mahl- und Sägemühle. Bis ca. 1930 war ein Basaltbruch im Ohl, nördlich der Abfahrt Schlüchtern-Süd der A 66 in Betrieb. Der Turm des angegliederten Schotterwerks, der den Basaltbrecher beherbergte, ist noch heute gut von der Autobahn aus zu erkennen (50° 19′ 47,6″ N, 9° 28′ 37,16″ O50.329899.47699). [9]

Gegenwart[Bearbeiten]

Steinaus Wirtschaft wird von Betrieben aus den Bereichen Gummi und Kunststoffe, Chemie, Elektrotechnik und Holzverarbeitung sowie Mechanik bestimmt. Auch der Fremdenverkehr ist nicht ohne wirtschaftliche Bedeutung; jährlich werden etwa 10.000 Übernachtungen registriert. Der Stadtteil Ulmbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Die BAB 66 ersetzt in ihrer Funktion heute die mittelalterliche Via Regia als Straßenfernverbindung durch das Kinzigtal von Frankfurt in Richtung Osten.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Die Kinzigtalbahn, entstanden als Bebraer Bahn, verbindet Steinau im Regionalverkehr mit dem Rhein-Main-Gebiet, Frankfurt, Fulda und den dazwischen liegenden Bahnhöfen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Brüder-Grimm-Schule

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

  • Freibad, mit Planschbecken für kleine und Sprungturm für große Kinder, 2 Wasserrutschen
  • Tennisplatz
  • zwei Fußballplätze
  • drei Reitanlagen
  • Angelmöglichkeiten
  • Stausee mit Tretbootverleih
  • Erlebnispark Steinau an der Straße
  • Kletterwald Steinau
  • 90-Stufen-Weg oberhalb der Teufelshöhle zum Bergweiher: Naturbelassener kleiner See mit Seerosen, Schilfgras, Libellen und Fröschen
  • Durch die Stadt läuft der Hessischen Radfernweg R3 (Rhein-Main-Kinzig-Radweg). Er führt unter dem Motto Auf den Spuren des Spätlesereiters. entlang von Rhein, Main und Kinzig über Fulda nach Tann in der Rhön.

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Stützpunkt der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und der THW-Jugend

Kultur[Bearbeiten]

Steinau liegt an der Deutschen Märchenstraße und an der Deutschen Fachwerkstraße.

Theater[Bearbeiten]

Steinau beherbergt das Marionettentheater „Die Holzköppe“.

Museen[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

  • Schloss Steinau
  • Historischer Stadtkern mit zahlreichen Gässchen und vielen gut erhaltenen Fachwerkbauten.
  • Stadtmauer mit den Wehrtürmen sowie Reste der ehemaligen Landwehr mit vier Warten (Wanderweg): Marborner Warte und Ohlwarte liegen nördlich der Stadt, Bellinger Warte und Seidenröther Warte (Rekonstruktionsbauten) südlich.
  • Amtshaus (erbaut 1562), ehemaliger Verwaltungssitz der hanau-münzenbergischen bzw. hanauischen Amtmänner des Amtes Steinau, heute Brüder-Grimm-Haus Steinau.
  • Katharinenkirche, erbaut im 13. Jahrhundert. Bei archäologischen Grabungen im Innern der Kirche wurden Reste älterer Bauten gefunden, die zeitlich noch weiter zurückreichen.
  • Reinhardskirche, evangelischer Barockbau von Christian Ludwig Hermann (1725–1731)
  • Von-Welsberg-Kapelle (auf dem Friedhof, erbaut 1616)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Jockes-Markt
  • Katharinenmarkt[10]
  • Märchen-Sonntag
  • Steinauer Puppenspieltage[11]
  • Weihnachtsmarkt

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Michael Meyenburg (1491–1555), Jurist, Reformator und Bürgermeister in Nordhausen
  • Melchior Kling (1504–1571), Jurist und Rechtswissenschaftler
  • Karl Reinhard Müller (1774–1861), Mathematiker und Ehrenbürger Marburgs.
  • Johannes Menge (1788–1852), Geologe und Mineraloge, tätig in Australien
  • Heinrich Carl Breidenstein (1796–1876), Komponist und Musikgelehrter
  • Wilhelm Wagner (1843–1880), Altphilologe und Shakespeare-Forscher
  • Ulrich Pothast (* 1939), Philosoph

Im Ort lebten[Bearbeiten]

  • Otto Brunfels (1488–1534), Botaniker
  • Jacob Grimm (1785–1863), Sprach- und Literaturwissenschaftler
  • Wilhelm Grimm (1786–1859), Sprach- und Literaturwissenschaftler
  • Ludwig Emil Grimm (1790–1863), Maler und Kupferstecher
  • Thomas Adolph (1890–1963), Erfinder des Stanzautomaten
  • Karl Magersuppe (1900–1981), Marionettentheaterbesitzer und -spieler, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Hartmann: Geschichte der Stadt und des Amtes Steinau an der Straße. Steinau 1971.
  • Willi Klein: Zur Geschichte des Mühlenwesens im Main-Kinzig-Kreis = Hanauer Geschichtsblätter 40. Hanau 2003, S. 87ff.
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag. Gudensberg-Gleichen 2000. S. 374f. ISBN 3-86134-228-6
  • Regenerus Engelhard: Erdbeschreibung der Hessischen Lande Casselischen Antheiles mit Anmerkungen aus der Geschichte und aus Urkunden erläutert. Teil 2. Cassel 1778, ND 2004, S. 800.
  • Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen. Marburg 1926, S. 454.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinau an der Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Siehe: Steinau.
  3. Theodor Ruf: Hanau und Rieneck. Über das wechselhafte Verhältnis zweier benachbarter Adelsgeschlechter im Mittelalter. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte, 8. Bd., Nr. 6, S. 300-311 (304).
  4. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 376, 277 und 385.
  5. Hessisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen 1 = Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967. Wiesbaden 1968.
  6. mit den Orten Bellings, Marborn und Seidenroth: 5462 Einwohner
  7. nach der Eingemeindung von Bellings, Marborn und Seidenroth am 1. Dezember 1969
  8. http://www.statistik-hessen.de/K2011/EG435028.htm Hessisches Statistisches Landesamt
  9. http://brexp.de/index.php/hessen-regional/historisches-und-sehenswertes/der-ohlbruch Ohlbruch. Norbert Schubert, 1. September 2010 (Stand 23. Februar 2013); eingesehen 13. September 2013
  10. Katharinenmarkt
  11. Steinauer Puppenspieltage