Steinbergkirche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steinbergkirche
Steinbergkirche
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steinbergkirche hervorgehoben
54.7558333333339.761111111111143Koordinaten: 54° 45′ N, 9° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Geltinger Bucht
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 35,75 km²
Einwohner: 2766 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24972
Vorwahl: 04632
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 186
Adresse der Amtsverwaltung: Holmlück 2
24972 Steinbergkirche
Webpräsenz: www.steinbergkirche.de
Bürgermeister: Gernot Müller (WSQ)
Lage der Gemeinde Steinbergkirche im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Steinbergkirche (dänisch: Stenbjergkirke) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Sie ist Verwaltungssitz des Amtes Geltinger Bucht.

Verwaltungsgebäude Amt Geltinger Bucht und Gemeindeverwaltung
Luftbild Steinbergkirche an der B 199

Geographie[Bearbeiten]

Steinbergkirche liegt in der Region Angeln und vom Amtssitz 4 km nordöstlich entfernt von der Geltinger Bucht; der 1970 in Steinbergkirche eingegliederte Ort Neukirchen liegt hingegen nördlich an der Flensburger Förde (Ostsee).

Eingegliederte Ortschaften[Bearbeiten]

Alphabetische Aufzählung der Ortsteile nach letzter Eingliederung:
Elkier (dän.: Ellekær), Friedrichstal (Frederiksdal), Fuchsgraben (Rævegrav), Gintoft (Gingtoft), Gräfsholz (Grøftsholt), Groß-Quern (Store Kværn), Hattlund (Hatlund), Hattlundmoor (Hatlundmose), Kalleby, Klein-Quern (Lille Kværn), Mühlendamm (Mølledam), Neukirchen (Nykirke), Nübel (Nybøl), Nübelfeld (Nybølmark), Nübelmoor, Philipstal, Quern, Quern-Dingholz (Kværn Tingskov), Rodeheck (Rødeled), Roikier (Røjkær), Scheersberg (Skærsbjerg), Schiol (Skjold), Tiefensgruft (Dybgrav), Westerholm (Vesterholm), Wolfsbrück (Ulvebro).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ansiedlung Bredegatt geht auf die bereits im 12. Jahrhundert erwähnte Kirche zurück. Die Gemeinde hieß ursprünglich auch Bredegatt (Bredegade) und wurde 1963 in Steinbergkirche umbenannt.

1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gintoft, Hattlund und Westerholm eingegliedert und am 1. März 2013 die Gemeinde Quern.

Politik[Bearbeiten]

Von der Fusion mit Quern bis zur Konstituierung der bei der Kommunalwahl 2013 gewählten Gemeindevertretung nahm ein von der Kommunalaufsicht berufener Beauftragter die Aufgaben der Gemeindevertretung und des Bürgermeisters wahr. Seit der Kommunalwahl gehören der Gemeindevertretung 17 Gemeindevertreter an, davon zehn der Wählergemeinschaft WSQ, fünf der SPD und zwei dem SSW.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Blau und Gold im Zinnenschnitt geteilt. Oben ein goldener Siebenstern, unten über blau-silbernen Wellen ein flacher grüner Fünfberg.“[2]

Wappen vor 2013

Altes Wappen[Bearbeiten]

Seit 1981 führte die Gemeinde Steinbergkirche bis 28. Februar 2013 ein Wappen mit folgender Blasonierung: „In Blau ein gesenkter silberner Schragen. Darüber ein abnehmender goldener Mond und ein goldener Stern nebeneinander.“[3]
Zentrale Figur dieses Wappen ist das Andreaskreuz, das vorrangig die Kreuzung der Landstraße 248 und der Bundesstraße 199 im Ortsteil Bredegatt bezeichnet. Zusätzlich weist das Kreuz auf die Kirche hin. Mond und Stern sind die Siegel der historischen Nieharde, zu der Steinbergkirche gehört. Die Farben Gold und Blau sind diejenigen des Herzogtums Schleswig.

Partnerschaft/en[Bearbeiten]

Klink in Mecklenburg-Vorpommern ist die Partnergemeinde von Steinbergkirche.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Im Ortsteil Steinbergkirche befinden sich mehrere Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe. Mit dem Einzelhandelskomplex stellt Steinbergkirche einen ländlichen Zentralort[4] dar. Im Übrigen sind Steinbergkirche und die anderen Ortsteile einerseits touristisch und andererseits landwirtschaftlich geprägt. Erwähnenswert ist zudem ein Strukturwandel zum Pferdesport, der landwirtschaftlichen Betrieben der Region eine Ergänzung brachte.

Verkehr[Bearbeiten]

Die frühere Eisenbahnanbindung von Steinbergkirche ist dem Ausbau des Straßenverkehrsnetzes gewichen. Der Ort bildet in der Nord-Süd-Anbindung an die B 199 (Flensburg - Kappeln) und westlich über die L 22 und die L 292 zur Autobahn 7 einen regionalen Verkehrsknoten.

Der öffentliche Personennahverkehr ist über Omnibusanbindungen geregelt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Grundschulkomplex Steinbergkirche (Foto 2012)
Polizei in Steinbergkirche an der Nordstraße
Einsatzzentrum Feuerwehr DRK-Rettungswache (Foto 2012)

Schulen und Kindergärten[Bearbeiten]

In Steinbergkirche gibt es die Grundschule Steinbergkirche und Kindergärten. Zusätzliche Schulen existieren im Bereich des Amtes Geltinger Bucht, ergänzt durch mehrere weiterführende Schulen in Flensburg und Kappeln.

Im Ortsteil Hattlund besteht für Angehörige der dänischen Minderheit zudem ein dänischer Kindergarten sowie eine dänische Grundschule (Hatlund-Langballe Danske Skole).[5]

Polizei[Bearbeiten]

An der Nordstraße/Kreuzung Ginthofter Straße in Steinbergkirche befindet sich die örtliche Polizeiwache.

Seit der Strukturreform für die Polizei in Schleswig-Holstein im Jahre 2013 und der Zusammenführung der Aufgaben der Polizeidirektionen Husum und Flensburg zu einer Polizeidirektion mit Sitz in Flensburg [6] wurde die Polizeidienststelle in Steinbergkirche aufgewertet und personell stärker besetzt.

Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Steinbergkirche befindet sich in der Gintofter Straße und untersteht der Amtswehr Geltinger Bucht. Die Gemeindewehr Steinbergkirche verfügt auch über eine Jugendfeuerwehr.

Rettungs- und Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Die regionale Rettungswache ist durch das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Schleswig-Flensburg e.V. besetzt und mit einem Rettungsfahrzeug ausgestattet. Die Rettungswache befindet sich zusammen mit der Feuerwehr in Steinbergkirche in einem modernen Einsatzzentrum in der Gintofter Straße.

Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wird neben dem überregionalen Notarztdienst abgerundet durch verschiedene örtliche Arzt- und Zahnarztpraxen, sowie die örtliche Apotheke.

Es besteht eine Diakonie-Sozialstation, die auch zusammen mit Pflegedientfirmen den ambulanten Krankenpflegedienst sichert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Durch die Reformation gab es einen Wandel vom katholischen Glauben hin zur damals neuen evangelisch-lutherischen Kirche. So gehört die örtliche Feldstein-Kirche St. Martin zur evang.-luth. Kirchengemeinde Steinberg. Auch die beiden anderen Kirchen im Gemeindegebiet der Kirchengemeinde Quern-Neukirchen in sind evangelisch-lutherisch.

Vereinigungen[Bearbeiten]

Ortsansässig sind Sportvereine, insbesondere auch Wassersportvereine und die DLRG, Naturschutz- und Heimatvereine, sowie diverse kulturell ausgerichtete Vereinigungen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Pastor Thomas Atzersen (16. Jahrh.), Pfarrer und Pastor in Steinbergkirche zur Reformation

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinbergkirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Raumordnungsbericht 2014
  5. Hatlund-Langballe Danske Skole
  6. [1] Strukturreform der Polizei SH