Steinbrücken (Dietzhölztal)

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Steinbrücken
Gemeinde Dietzhölztal
Koordinaten: 50° 50′ 0″ N, 8° 20′ 0″ O
Höhe: 331 (325–446,4) m
Fläche: 2,4 km²[1]
Einwohner: 810 (1. Nov. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 338 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 35716
Vorwahl: 02774

Steinbrücken ist ein Ortsteil der Gemeinde Dietzhölztal im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis und trägt seinen Namen nach zwei heute nicht mehr vorhandenen steinernen Brücken, auf denen die Straße Köln-Leipzig in zwei Zügen oberhalb und unterhalb der heutigen Ortschaft die Dietzhölze überquerte. Möglicherweise kann auch Friedrich Steinbrücker (Stenenbruckere), der 1283 als Zeuge für Graf Siegfried von Wittgenstein in einer Urkunde für Kloster Caldern bei Marburg erwähnt wird, mit dem Ort in Verbindung gebracht werden.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern liegt am Osthang der Berge Sasenberg (442,7 m.ü.NN) und Stein (377,2 m.ü.NN) über der Dietzhölze (etwa 330 m.ü.NN). Der höchste Berg in der Gemarkung ist der Homberg (446,4 m.ü.NN)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kapelle Steinbrücken

Steinbrücken war ursprünglich Teil der Gemarkung Ewersbach. 1823 erhielt es seine eigene Gemarkung, die aus Flurstücken der umliegenden Dörfer gebildet wurde.

Am 1. Februar 1971 schlossen sich im Zuge der Gebietsreform in Hessen Steinbrücken und Ewersbach auf freiwilliger Basis zur Gemeinde Dietzhölztal zusammen.[3] Am 1. April 1972 erfolgte die Eingemeindung von Mandeln und am 1. Januar 1977 kraft Landesgesetz die von Rittershausen.[4][5] Ortsbezirke wurden in der Gemeinde Dietzhölztal nicht gebildet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinbrücken: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2018
Jahr  Einwohner
1834
  
239
1840
  
244
1846
  
246
1852
  
245
1858
  
250
1864
  
254
1871
  
255
1875
  
253
1885
  
327
1895
  
368
1905
  
383
1910
  
420
1925
  
501
1939
  
478
1946
  
723
1950
  
756
1956
  
751
1961
  
809
1967
  
931
1970
  
900
1980
  
?
1990
  
?
1999
  
1.066
2013
  
882
2016
  
863
2018
  
829
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; nach 1970: Gemeinde Dietzhölztal[6][7]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 327 evangelische (= 100,00 %) Einwohner
• 1961: 715 evangelische (= 88,38 %), 85 katholische (= 10,51 %) Einwohner
• 1999: 719 evangelische (= 67,45 %), 134 katholische (= 12,57 %) und 261 sonstige Einwohner[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kapelle des Ortes wurde 1709 als Fachwerksbau errichtet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinbrücken hatte einen Haltepunkt an der Dietzhölztalbahn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Steinbrücken, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Dietzhölztal, abgerufen im August 2019.
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 12 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  4. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28) vom 13. Mai 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 17, S. 237 ff., § 26 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  5. Karl-Heinz Gerstemeier, Karl Reinhard Hinkel: Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Hrsg.: Hessischer Minister des Inneren. Bernecker, Melsungen 1977, DNB 770396321, OCLC 180532844, S. 287.
  6. a b Bevölkerung nach Wohnsitz. In: Webauftritt. Gemeinde Dietzhölztal, archiviert vom Original; abgerufen im Februar 2019.
  7. Einwohnerzahlen. (alle Versionen). In: Webauftritt. Gemeinde Dietzhölztal, archiviert vom Original; abgerufen im Februar 2019.