Steinburg (Holstein)

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Steinburg
Standort der Steinburg im April 2010

Standort der Steinburg im April 2010

Alternativname(n): nd. Steenborch
Entstehungszeit: kurz vor 1300
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Burgstall, Erdwall erhalten
Ort: Süderau-Steinburg
Geographische Lage 53° 50′ 32,7″ N, 9° 33′ 40,7″ OKoordinaten: 53° 50′ 32,7″ N, 9° 33′ 40,7″ O
Steinburg (Holstein) (Schleswig-Holstein)
Steinburg (Holstein)

Die Steinburg ist eine abgegangene kurz vor 1300 erbaute Niederungsburg, die urkundlich erstmals 1307 erwähnt ist. Sie befand sich im heutigen Ortsteil Steinburg der Gemeinde Süderau im nach ihr benannten Kreis Steinburg.

Errichtung, Verwaltungssitz und Abbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde von den landesherrlichen Grafen von Schauenburg und Holstein errichtet und war der Sitz von Vögten, die ihr Amt zunächst als erbliches Lehen erhielten. Nach Konflikten mit den gräflichen Landesherren wurde der Burgvogt ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts vom jeweiligen Landesherrn ernannt.

Nachdem Christian I. 1460 im Vertrag von Ripen die Landesherrschaft übernommen hatte, führte der Vogt den Titel Amtmann. Seine Zuständigkeit umfasste die gesamte allgemeine Verwaltung (wie Polizeiwesen, Infrastruktur- und Deichwesen etc.) und auch das Gerichts-, Steuer- und Militärwesen.

1492, während der Amtszeit Heinrich Rantzaus, wurde auf der Steinburg der spätere Amtmann Johann Rantzau geboren. Dessen Sohn Heinrich Rantzau wurde 1526 ebenfalls auf der Steinburg geboren und war später Amtmann von Segeberg.

Die Steinburg blieb Sitz der Amtmänner, bis sie in den Jahren 1641 bis 1643 abgebrochen wurde. Danach wurde das Amt Steinburg zunächst von Glückstadt und dann von Itzehoe aus verwaltet.

Übertragung des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht vom Juli 2014

Nach der Annexion der Herzogtümer Schleswig und Holstein in der Folge des Deutsch-Dänischen und des Preußisch-Österreichischen Krieges (1864 und 1866) wurden die Herzogtümer 1867 als Provinz Schleswig-Holstein in den Staat Preußen eingegliedert. Mit der Einführung neuer Verwaltungsstrukturen wurden das Amt des Amtmanns durch das des Königlich Preußischen Landrats ersetzt sowie das „Amt Steinburg“ in „Kreis Steinburg“ umbenannt und wesentlich erweitert.

1970 wurde der Kreis im Zuge einer Gebietsreform um 17 Gemeinden des ehemaligen Kreises Rendsburg erweitert.

Der Sitz der Kreisverwaltung befindet sich bis heute in Itzehoe.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolph Halling: Schloß und Amt Steinburg und seine Amtmänner, Glückstadt 1911.
  • Paul Holtorf: Chronik des Kreises Steinburg 1307 bis 1967, Itzehoe 1967.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Steinburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien