Steingaden

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Dieser Artikel behandelt eine deutsche Gemeinde. Zum deutschen Franziskanerpater und Kirchenmusiker siehe Constantin Steingaden.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steingaden
Steingaden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steingaden hervorgehoben
Koordinaten: 47° 42′ N, 10° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Steingaden
Höhe: 763 m ü. NHN
Fläche: 64,06 km²
Einwohner: 2744 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86989
Vorwahl: 08862
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 154
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathaus
Krankenhausstr. 1
86989 Steingaden
Webpräsenz: www.steingaden.de
Bürgermeister: Xaver Wörle
Lage der Gemeinde Steingaden im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild
Altes Bauernhaus in Steingaden

Steingaden ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Steingaden. Steingaden ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Die Gemeinde beherbergt zwei einzigartige Baudenkmäler, die berühmte Wieskirche und das Welfenmünster.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Alpenvorland an der Grenze zwischen Oberbayern und dem Allgäu. Sie besteht aus 53 Ortsteilen. Die größeren und bekannteren Ortsteile sind neben Steingaden Fronreiten, Ilgen, Lauterbach, Riesen, Urspring und Wies. Weitere Ortschaften und Weiler im Gemeindegebiet sind Biberschwöll, Bichl, Boschach, Brandach, Brandstatt, Butzau, Deutenhof, Deutenried, Deutensee, Egart, Engen, Gagras, Gmeind, Gogel, Graben, Hiebler, Hirschau, Illach, Illberg, Jagdberg, Karlsebene, Kellershof, Kohlhofen, Kreisten, Kreuzberg, Kuchen, Langau, Lechen, Lindegg, Litzau, Maderbichl, Moos, Oberengen, Reitersau, Resle, Sandgraben, Schlatt, Schlauch, Schwarzenbach, Staltannen, Steingädele, Tannen, Thal (andere Schreibweise: Tal), Unterengen, Vordergründl, Wiesle und Zöpfhalden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Steingaden gehörte zur geschlossenen Hofmark des 1147 von Welf VI. gegründeten Prämonstratenserklosters Steingaden, das 1803 im Zuge der Säkularisation aufgehoben wurde. Die früher großenteils zum Kloster gehörigen umliegenden Orte Fronreiten, Lauterbach und Urspring wurden im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern 1818 zu selbständigen politischen Gemeinden. Fronreiten, Lauterbach und Urspring wurden am 1. April 1939 zur Gemeinde Steingaden zusammengefasst.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2011 2014
Einwohner[3] 1417 1565 1850 2031 1973 3051 2418 2368 2443 2730 2760 2747

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 erhielt die Listenverbindung von CSU/Unabhängigen Wähler/Parteifreie Wähler bei einem Stimmenanteil von 70,7 % zehn Sitze im Gemeinderat, die Frauenliste vier Sitze (Stimmenanteil 29,3 %).

Bürgermeister ist seit 1996 Xaver Wörle. Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 83,5 % der gültigen Stimmen erneut im Amt bestätigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steingaden Kloster 1.jpg
Die Klosterkirche in Steingaden
Steingaden Brunenfigur 1.JPG
Brunnenfigur in Steingaden
Wieskirche1998.jpg
Wieskirche

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenmusik im Welfenmünster: Die Gestaltung der Liturgie obliegt im Wesentlichen dem Steingadener Kirchenchor und der Schola. Der Chor besteht aus ca. 60 Chormitgliedern. Die Musikliteratur erstreckt sich vom gregorianischen Choral über Motetten, Choräle und Orchestermessen bis zum neuen geistlichen Lied. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind stets willkommen. Der Chor wirkte auch mit bei den großen Freilichtaufführungen „Welfs Erbe“ und „Wunder Wies“.

In der Wieskirche werden jedes Jahr von Mai bis September die Konzertreihen „Festlicher Sommer“[4], „Abendkonzerte“[5] und „Musik im Pfaffenwinkel“[6] veranstaltet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Steingaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Steingaden – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 566.
  3. Kommunalstatistik von Steingaden, abgerufen am 5. November 2010
  4. Festlicher Sommer in der Wies
  5. Abendkonzerte
  6. Musik in Pfaffenwinkel (siehe S. 3)