Steinhöfel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Steinhöfel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Steinhöfel
Steinhöfel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steinhöfel hervorgehoben
52.39972222222214.16666666666752Koordinaten: 52° 24′ N, 14° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Höhe: 52 m ü. NHN
Fläche: 160,46 km²
Einwohner: 4377 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15518
Vorwahlen: 033636, 033635, 033432
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 473
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Demnitzer Straße 7
15518 Steinhöfel
Webpräsenz: www.gemeinde-steinhoefel.de www.forum-steinhoefel.net
Bürgermeister: Renate Wels (parteilos)
Lage der Gemeinde Steinhöfel im Landkreis Oder-Spree
Bad Saarow Beeskow Berkenbrück Briesen Brieskow-Finkenheerd Diensdorf-Radlow Eisenhüttenstadt Erkner Friedland Fürstenwalde/Spree Gosen-Neu Zittau Groß Lindow Grünheide Grunow-Dammendorf Jacobsdorf Langewahl Lawitz Briesen (Mark) Mixdorf Müllrose Neißemünde Neuzelle Ragow-Merz Rauen Reichenwalde Rietz-Neuendorf Schlaubetal Schöneiche Siehdichum Spreenhagen Steinhöfel Storkow Tauche Vogelsang Wendisch Rietz Wiesenau Woltersdorf Ziltendorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Steinhöfel ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Die heutige (Groß-)Gemeinde entstand in den Jahren 2001 bis 2003 aus den Gemeinden des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Steinhöfel/Heinersdorf.

Geografie[Bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten]

Nach der Hauptsatzung[2] wird Gemeinde Steinhöfel in zwölf Ortsteile untergliedert:

Arensdorf
Beerfelde
Buchholz
Demnitz
Gölsdorf
Hasenfelde
Heinersdorf
Jänickendorf
Neuendorf im Sande
Schönfelde
Steinhöfel
Tempelberg

Dazu kommen noch die bewohnten Gemeindeteile: Altes Vorwerk, Ausbau Beerfelde, Ausbau Jänickendorf, Bahnhofsiedlung, Behlendorf, Charlottenhof, Demnitzer Mühle, Dorotheenhof, Fritzfelde, Gutshof, Hasenwinkel, Heinersdorfer Vorwerk, Margaretenhof, Neue Mühle, Vorwerk Demnitz und Vorwerk Hasenfelde.[3]

Amt Steinhöfel/Heinersdorf[Bearbeiten]

Am 13. Juli 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Steinhöfel/Heinersdorf.[4] Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 21. Juli 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Steinhöfel und bestand zunächst aus zehn Gemeinden im damaligen Kreis Fürstenwalde:

  1. Arensdorf
  2. Beerfelde
  3. Buchholz
  4. Demnitz
  5. Hasenfelde
  6. Heinersdorf
  7. Jänickendorf
  8. Neuendorf
  9. Schönfelde
  10. Steinhöfel
  11. Tempelberg

Zum 31. Dezember 2001 schlossen sich die Gemeinden Arensdorf, Beerfelde, Hasenfelde, Heinersdorf, Jänickendorf, Schönfelde, Steinhöfel und Tempelberg zur neuen Gemeinde Steinhöfel zusammen.[5] Zum 26. Oktober 2003 wurden die Gemeinden Buchholz, Demnitz und Neuendorf im Sande in die Gemeinde Steinhöfel eingegliedert. Das Amt Steinhöfel/Heinersdorf wurde aufgelöst und die Gemeinde Steinhöfel amtsfrei.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 538
1890 478
1910 516
1925 528
1933 459
1939 433
1946 610
1950 601
1964 576
1971 589
Jahr Einwohner
1981 559
1985 559
1989 553
1990 539
1991 543
1992 534
1993 520
1994 514
1995 505
1996 526
Jahr Einwohner
1997 542
1998 550
1999 547
2000 542
2001 3 815
2002 3 780
2003 4.687
2004 4.675
2005 4.647
2006 4.664
Jahr Einwohner
2007 4.626
2008 4.597
2009 4.552
2010 4.507
2011 4.378
2012 4.322
2013 4.379
2014 4.377

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[7][8], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Steinhöfel besteht aus 16 Gemeindevertretern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister.

  • Wählergruppe Wir, für unsere Dörfer (WfD): 4 Sitze
  • Wählergruppe Aktive Bürger (AB): 3 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • Die Linke: 2 Sitze
  • Wählergruppe Bürgerliche Mitte: 1 Sitz
  • SPD: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Udo Grabs: 1 Sitz
  • Bündnis 90/Die Grünen: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[9]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Steinhöfel – Parkseite
Kriegerdenkmal in Heinersdorf

In der Liste der Baudenkmale in Steinhöfel und in der Liste der Bodendenkmale in Steinhöfel stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmäler.

Der Gemeindeteil Behlendorf ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Historische Dorfkerne im Land Brandenburg“.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Kirche aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts im Ortsteil Arensdorf
  • Kirche aus dem 13. Jahrhundert im Ortsteil Steinhöfel
  • Schloss Steinhöfel, eindrucksvolle Schlossanlage an Stelle eines in den 1730er Jahren durch die Familie v. Wulffen errichteten Vorgängerbaus. Nach dem Erwerb des Schlosses durch die Familie v. Massow wurde das vorhandene Herrenhaus Anfang der 1790er Jahre von David Gilly stark verändert. Das ursprünglich zweigeschossige Gutshaus wurde um zwei Seitenflügel erweitert. Außerdem wurde die Fassade dem nun geltenden klassizistischen Stil angeglichen und ein Gartenhaus mit Bibliothek errichtet. Um 1880 wird das Gebäude im Stile des Neobarock erneut umgebaut. Im Mittelteil des Gebäudes entsteht ein Risalit mit Dreiecksgiebel, das Erdgeschoss wird durch Putz gequadert. Vor den Mittelrisalit setzt man im ersten Obergeschoss einen Balkon, während die Ecktürme am Erdgeschoss jeweils einen Erker erhalten. Die Restaurierung des Schlosses wurde 1992/93 u. a. von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert. Heute wird das Schloss als Hotel genutzt.
  • Gefallenendenkmal im Ortsteil Arensdorf vor der Dorfkirche
  • Denkmal für die Opfer des Faschismus auf der Dorfaue des Ortsteiles Heinersdorf, ursprünglich ein Kriegerdenkmal, wurde nach 1989 den Opfern von Gewaltherrschaft und der Toten der Kriege gewidmet
  • Gedenktafel von 1988 an der Wand des Gutshauses im Ortsteil Neuendorf im Sande an die Lehrerin Clara Grunwald und ihre 200 jüdischen Kinder, die sie in der Zeit des Nationalsozialismus im Gut Neuendorf, einem „Umschulungslager“, auf die Ausreise nach Palästina vorbereitete und von denen die letzten 15 Kinder mit ihr in das KZ Auschwitz zur Vernichtung deportiert wurden

Parks[Bearbeiten]

Quellfassung im Schlosspark

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Uta-Renate Rückert: Steinhöfel (Schlösser und Gärten der Mark). ed. Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark; Deutsche Gesellschaft e. V. 4., veränd. Aufl. Berlin 2010.
  • Thorsten Volkmann: Gutspark, Steinhöfel. In: Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (Hrsg.): Weißbuch der historischen Gärten und Parks in den neuen Bundesländern. 2., überarb. Aufl. Bonn 2005, ISBN 3-925374-69-8, S. 47f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinhöfel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Steinhöfel vom 26.03.2009 (in der Fassung der 1. Änderung vom 24.06.2010) PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Steinhöfel
  4. Bildung der Ämter Gartz/Oder, Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elbe, Plessa, Märkische Schweiz, Premnitz, Rüdersdorf, Scharmützelsee, Steinhöfel/Heinersdorf Elsterland, Kleine Elster und Falkenberg Uebigau. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. Juli 1992. In: Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, Nummer 54, 31. Juli 1992, S. 970/1.
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Steinhöfel. (PDF) Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 12. Dezember 2001. In: Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S. 899.
  6. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 26–29
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014