Steinigtwolmsdorf

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Steinigtwolmsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Steinigtwolmsdorf hervorgehoben
51.06666666666714.35394Koordinaten: 51° 4′ N, 14° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Höhe: 394 m ü. NHN
Fläche: 18,03 km²
Einwohner: 2977 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01904
Vorwahl: 035951
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 590
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Markt 1
01904 Steinigtwolmsdorf
Webpräsenz: www.steinigtwolmsdorf.de
Bürgermeister: Guntram Steglich (parteilos)
Lage der Gemeinde Steinigtwolmsdorf im Landkreis Bautzen
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Über dieses Bild

Steinigtwolmsdorf (sorbisch Wołbramecy, oberlausitzisch-umgangssprachlich Wunsdurf) ist eine Gemeinde im Landkreis Bautzen im Südosten des Freistaates Sachsen, direkt an der Grenze zu Tschechien.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Steinigtwolmsdorf liegt im Süden des Landkreises Bautzen mitten im Oberlausitzer Bergland. Es befindet sich etwa 13 km südöstlich von Bischofswerda und ca. 14 km südwestlich der Kreisstadt Bautzen. Steinigtwolmsdorf liegt an der Bundesstraße 98 (Bischofswerda – Oppach – Zittau). Der nächste Haltepunkt ist der Haltepunkt Neukirch (Lausitz) Ost an der Bahnstrecke Bautzen–Bad Schandau.

Die Gemeinde wird begrenzt von Wilthen im Norden, Schirgiswalde-Kirschau und Sohland an der Spree im Osten, Lipová (dt. Hainspach) und Lobendava (dt. Lobendau) im Süden sowie Neustadt (Sachsen) und Neukirch/Lausitz im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Hauptort Steinigtwolmsdorf wurde um das Jahr 1250 gegründet. 1442 erfolgte in schriftlichen Quellen die erste Erwähnung von „Stenychtem Wolffersdorfe". Nach einer kleinen Holzkapelle im Jahre 1262 wurde im Jahre 1363 die erste Kirche am heutigen Standort errichtet.

Die ersten nachweisbaren Lehensbesitzer des Ortes, die Herren von Hermsdorf, besaßen Steinigtwolmsdorf von 1340 - 1399.

Um 1459 ließen die Grundherren von Haugwitz auf dem Birkgut eine Schäferei erbauen. Zur Einweihung pflanzte man im Hofe der Schäferei Linden. Eine davon steht noch heute und ist eine der ältesten Linden in der Lausitz. Der Stammumfang beträgt über 8 m und der Stammdurchmesser 2,55 m.

Ortsname[Bearbeiten]

1442 erfolgte in schriftlichen Quellen die erste Erwähnung von „Stenychtem Wolffersdorfe".

Der ursprüngliche Ortsname war im 16. Jahrhundert bereits abhandengekommen.

1512 nennt es der Bischof Johann IV. Wuhnsdorf 1551 heißt es wieder Wolmannsdorf 1559 in der Lehensurkunde Steinigt Wolframsdorf und Steinigtwolfersdorf 1594 Steinigt Wuhnsdorf 1700 wurde Steinichtwolmsdorf und ab 1900 Steinigtwolmsdorf geschrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchenschiff in Steinigtwolmsdorf
  • Schulmuseum
  • Kirche Steinigtwolmsdorf von 1861
  • kleinstes Umgebindehaus der Oberlausitz in Ringenhain
  • Birkgutlinde, ca. 550 Jahre alt, Stammumfang 8,15 m
  • Dorfensemble Weifa, höchster Ort der Oberlausitz mit vielen Umgebindehäusern
  • Erlebnisbad Wasserwelt Steinigtwolmsdorf
  • Heimatmuseum in Weifa, Kammweg 21

Eine Auswahl von Kulturdenkmälern findet sich in der Liste von Kulturdenkmalen in Steinigtwolmsdorf.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Ringenhain, Steinigtwolmsdorf und Weifa.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[2]
Wahlbeteiligung: 55,6 % (2009: 51,9 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,5 %
25,2 %
7,4 %
14,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-3,6 %p
-9,7 %p
-1,5 %p
+14,9 %p

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 8 Sitze
  • Bürgerbewegung Steinigtwolmsdorf (BüBew): 3 Sitze
  • Bürgerbewegung Ringenhain (BBR): 2 Sitze
  • LINKE: 1 Sitz

Bürgermeister ist seit 2005 Guntram Steglich (parteilos). Er wurde am 3. Juni 2012 im Amt bestätigt.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Steinigtwolmsdorf verfügt über eine Grundschule. Die Mittelschule des Ortes wurde 2001 geschlossen.

Sprache[Bearbeiten]

Entsprechend der Klassifizierung von Hans Klecker [3] wird in den Dörfern der Gemeinde die westliche Variante der Oberlausitzer Mundart gesprochen. Hauptsächlich im Ortsteil Weifa ist die Besonderheit der sogenannten Kürzungsmundart zu beobachten. Anders als in anderen Gebieten der Oberlausitzer Mundart werden insbesondere, ähnlich wie im Bairischen, Vor- und Endsilben verkürzt, z. B. gwaast statt gewaasen für gewesen.

Persönlichkeiten aus der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Steinigtwolmsdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 32. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (II. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 291.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  3. www.oberlausitzer-woerterbuch.de, Mundartgebiete Oberlausitz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinigtwolmsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien