Steinschlag (Sachschaden)

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Windschutzscheibe, durch Steinschlag beschädigt

Von Steinschlag spricht man, wenn vorausfahrende Kraftfahrzeuge Beschädigungen durch aufgewirbelte Steine an den nachfolgenden Fahrzeugen verursachen. Hierbei handelt es sich neben dem Sachschaden auch um ein allgemeines Verkehrsrisiko, insbesondere, wenn die Windschutzscheibe betroffen ist und Sichtbehinderungen während der Fahrt auftreten.

Den Schaden muss der Fahrzeughalter selbst tragen, wenn kein Verursacher festgestellt werden kann. Eine Haftung des Verursachers kann geltend gemacht werden, wenn unangemessene Geschwindigkeit, beispielsweise im Bereich von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Schotterstraßen oder an Straßenbaustellen, ursächlich waren.

Für Schäden an der Windschutzscheibe kann allerdings die Teilkaskoversicherung in Anspruch genommen werden. Wird die beschädigte Scheibe nicht ausgetauscht, sondern repariert, verzichten viele Versicherungen auf eine vereinbarte Selbstbeteiligung. Ein Steinschlag an der Windschutzscheibe im Sichtfeld darf nicht repariert werden. Die Abmessungen der Schadensstelle und die Lage des Sichtfelds sind per EG-Richtlinie definiert.[1]

Im Unterschied dazu ist normaler Steinschlag als in den Verkehrsraum fallendes Gestein ein natürliches Elementarereignis und unterliegt anderen rechtlichen Regelungen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haubenbra: Kunstlederfolie auf der Motorhaube zum Schutz vor Steinschlagschäden

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EG-Richtlinie über das Sichtfeld bei Land- oder Forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern, RL 2008/2/EG
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