Steinsoultz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Steinsoultz
Wappen von Steinsoultz
Steinsoultz (Frankreich)
Steinsoultz
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Altkirch
Kanton Hirsingue
Gemeindeverband Communauté de communes Ill et Gersbach.
Koordinaten 47° 33′ N, 7° 20′ O47.5538888888897.3375390Koordinaten: 47° 33′ N, 7° 20′ O
Höhe 353–442 m
Fläche 4,06 km²
Einwohner 781 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 192 Einw./km²
Postleitzahl 68640
INSEE-Code
Website http://www.steinsoultz.net/

Steinsoultz (deutsch Steinsulz) ist eine französische Gemeinde mit 781 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Kanton Hirsingue und zum Kommunalverband Communauté de communes Ill et Gersbach.

Geografie[Bearbeiten]

Steinsoultz liegt im Sundgau, etwa 20 Kilometer westlich von Basel, 15 Kilometer westlich von Allschwil, etwa 7,5 Kilometer südöstlich des Kantonshauptorts Hirsingue, zwischen den Nachbargemeinden Roppentzwiller im Süden, Waldighofen im Westen und Muespach im Osten, an einem Hang über dem Tal des Gersbach.[1] Die Lieux-dits (Ort, der Namen trägt...) Fosse Richmans, Geissenstuemmler, Kahlhuette, In der Wanne, Schlangenmatten und Sonnenglanz gehören zur Gemeinde. Zehn Prozent der Gemeindefläche besteht aus Wald.

Die Gemeinde besaß einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Waldighoffen–Saint-Louis-la-Chaussée von 1915 an. Der Personenverkehr wurde 1955 eingestellt und die Strecke 1960 stillgelegt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1883 wurde in Steinsoultz eine Steinaxt aus der Jungsteinzeit gefunden.

Die Ortschaft wurde als Steinsulze 1302 erstmals urkundlich erwähnt. Sultz ist wie das Wort „Sülze“ abgeleitet vom althochdeutschen Wort sulza, „Salzwasser“. Steinsoultz bedeutet demnach „mineralische Quelle aus einem Felsen“.[2] Gemeint war damit wohl die schwefelhaltige Quelle am Fuße des Weinbergs.

Die Ortschaft gehörte bis 1324 zur Grafschaft Pfirt, danach bis 1648 den Habsburgern.[3] Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde Steinsoultz Frankreich zugesprochen.

1793 erhielt Steinsoultz (als Steinsultz) im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Von 1871 bis 1919 gehörte Steinsoultz zu Deutschland.[4]

Kirche St. Nikolaus
Schule und Rathaus

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 481 489 490 523 606 625 743

Politik[Bearbeiten]

Steinsoultz unterhält eine Gemeindepartnerschaft mit Metzerlen-Mariastein in der Schweiz.

Das Wappen der Gemeinde ist rot, mit einem goldenen Fels und blauer Spitze, auf der zwei silberne Wellenbänder dargestellt sind. Das Wappen wurde 1977 entworfen und stellt den Ortsnamen dar.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinsoultz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steinsoultz auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 3. Februar 2010
  2. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 2: Formations non-romanes, formations dialectales (= Publications romanes et françaises. Bd. 194). 2. tirage. Librairie Droz, Genf 1996, ISBN 2-600-00133-6, S. 717, in Google Books, abgerufen am 3. Februar 2010, (französisch).
  3. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=833&req=Steinsoultz&style=fiche Steinsoultz auf quid.fr (französisch) Abgerufen am 3. Februar 2010, seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.
  4. Steinsoultz auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 3. Februar 2010