Stellaris

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Stellaris ist ein echtzeitbasiertes 4X-Globalstrategiespiel des Entwicklers Paradox Development Studio. Der Spieler hat die Aufgabe, den Weltraum zu erforschen, ihn zu kolonisieren und ein Sternenreich durch diplomatische, wirtschaftliche und militärische Maßnahmen zu errichten und unterhalten. Das Spiel wurde am 9. Mai 2016 für Microsoft Windows, Mac OS X und Linux veröffentlicht. Am 26. Februar 2019 erschien eine Portierung für Playstation 4 und Xbox One. Damit ist Stellaris das erste Grand-Strategy-Spiel, das für moderne Spielekonsolen erhältlich ist.[1]

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stellaris gibt keine Geschichte vor, sondern lässt den Spieler – nach Auswahl und Anpassung einer Spezies und deren Verhaltensweisen und Technologien – mit einer kleinen Anfangsflotte auf eigene Faust starten, um ein Sternenreich aufzubauen. Zu Beginn steht dem Spieler neben dem Heimatplaneten samt Raumhafen eine kleine Raumflotte aus Forschungsschiff, Konstruktionsschiff sowie einer Handvoll Militärschiffe zur Verfügung. Mit wachsender Größe gesellen sich militärische und diplomatische Aufgaben zum anfänglichen Forschungs- und Aufbaumanagement, sobald das wachsende Imperium auf weitere besiedelte Welten trifft. Im späteren Spielverlauf treten galaxisweite Zufallsereignisse ein, wie beispielsweise eine Invasion aus einer anderen Dimension, bzw. von außerhalb der Galaxis, oder ein Roboteraufstand, der das gesamte bekannte Universum in die Krise stürzt und dabei nicht nur das Imperium des Spielers allein betrifft. Die Entwickler hoffen, durch diese Krisen ein generelles Manko von Strategiespielen dieser Art zu beseitigen: Im späteren Verlauf kann eine Fraktion so übermächtig werden, dass Motivation und Spielspaß darunter leiden.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stellaris stammt aus den Paradox Development Studios und wird vertrieben durch deren Muttergesellschaft Paradox Interactive. Die im Spiel verwendete Clausewitz Engine nutzt Paradox bereits seit 2007, erstmals eingesetzt bei Europa Universalis III. Erstmals angekündigt wurde das Spiel auf der Gamescom 2015. Während der Entwicklung wurden in regelmäßigen Abständen Entwicklertagebücher veröffentlicht, die verschiedene Aspekte des Spiels beleuchteten.[2]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack wurde von Andreas Waldetoft komponiert und durch das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) eingespielt.[3]

Erweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste Erweiterung erschien am 20. Oktober 2016 Leviathans mit dem Patch 1.3. Am 6. April 2017 folgte Utopia in dem Patch 1.5. Danach kam Synthetic Dawn am 21. September 2017 mit dem Patch 1.7 heraus. Es folgte Apocalypse, das am 22. Februar 2018 mit dem Patch 2.0 herauskam. Als nächste Erweiterung kam am 22. Mai 2018 mit dem Patch 2.1 Distant Stars heraus.[4] Die nächste große Erweiterung war Megacorp, veröffentlicht am 6. Dezember 2018.[5] Die bislang letzte Erweiterung war Ancient Relics, welche am 4. Juni 2019 veröffentlicht wurde.[6]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Rezeption nach den recht tiefgreifenden Änderungen in 2.0
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Vorabrezensionen äußerten sich positiv und drückten die Hoffnung aus, dass Stellaris sich zu einem Meilenstein für das 4x-Strategie-Genre entwickeln könnte.[7] Nach Veröffentlichung wurde zwar die Spielmechanik als hervorragend gewertet, jedoch trübten technische Mängel, insbesondere Performanceprobleme im späteren Spielverlauf bei mittleren bis großen Galaxiekarten das Spielvergnügen.[8] In der Zwischenzeit wurden durch Patches, die mit Asimov, Clarke und Heinlein Namen berühmter Science-Fiction-Schriftsteller[9] tragen, Schwächen in der Performance korrigiert und neue Features hinzugefügt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Test von Rowan Kaiser auf der Reviewseite von IGN Entertainment, in dem vor allem der spätere Spielverlauf kritisiert wurde.[10][11] Kaisers Review zu Stellaris geriet unter Druck, nachdem ihm aus der Spielerschaft vorgeworfen wurde, aufgrund der Beziehung zwischen Paradox und dem Spielekritiker John Bain eine persönliche Abneigung gegen Paradox Interactive zu hegen.[12] Paradox Interactive veröffentlichte am 11. Mai 2016 ein Statement, in dem Kaisers persönliche Meinung mit dem Hinweis auf Meinungsfreiheit verteidigt wurde.[13]

Modifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stellaris bietet, wie für Spiele von Paradox Interactive üblich, eine einfache Modifizierbarkeit an. Spieler der Steam-Version des Spiels können Mods über den Steam-Workshop installieren.[14][15] Andere Plattformen für Stellaris-Mods sind das offizielle Forum[15], ModDB[16] und Nexus Mods[17].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charlie Hall: Stellaris: Console Edition arrives in February, the first grand strategy title on PS4, Xbox One. In: Polygon. 22. Januar 2019, abgerufen am 18. März 2019 (englisch).
  2. Developer diaries – Stellaris. von Paradox Development Studios, 21. September 2015 – 2. Mai 2016, abgerufen am 12. Mai 2016 (englisch).
  3. Stellaris Complete Soundtrack. Paradox Interactive. Abgerufen am 29. September 2018.
  4. [Dev Team] Niven update (2.1.0) Released [checksum 01a9]. Abgerufen am 22. Mai 2018.
  5. Stellaris: MegaCorp Available Now!. Abgerufen am 17. Januar 2019.
  6. Stellaris: Ancient Relics - Release Information. Abgerufen am 4. Juni 2019 (amerikanisches Englisch).
  7. Adam Smith: Paradox’s Space Strategy Game Stellaris Has Won Gamescom. Artikel von rockpapershotgun.com, 6. August 2015, abgerufen am 12. Mai 2016.
  8. Peter Bathge: Stellaris im Test mit Video-Review: Paradox' fantastisches Weltraum-Debüt hat ein großes Problem – die Performance. Artikel von pcgames.de, 10. Mai 2016, abgerufen am 12. Mai 2016.
  9. Michael Bonke: Stellaris: Updates für Clarke, Asimov und Heinlein angekündigt. Artikel von pcgames.de, 18. Mai 2016, abgerufen am 20. Oktober 2016.
  10. IGN Reviewer, Rowan Kaiser Low Ball Review Score of Stellaris, History of Bias. 9. Mai 2016, abgerufen am 13. Mai 2016.
  11. Stellaris Reviews. IGN, 9. Mai 2016, abgerufen am 13. Mai 2016.
  12. Publisher Defends Negative IGN Review Of Their Game, Shoots Down ‘Supposed Conspiracy’. 11. Mai 2016, abgerufen am 13. Mai 2016.
  13. Statement on the Reception of IGN’s Recent Stellaris Review. 11. Mai 2016, abgerufen am 13. Mai 2016.
  14. Steam Community – Stellaris – Workshop. Abgerufen am 13. Mai 2016.
  15. a b Mods. In: Stellaris Wiki. Abgerufen am 4. Oktober 2018.
  16. Mods - Stellaris - ModDB. Abgerufen am 4. Oktober 2018.
  17. Stellaris Nexus. Abgerufen am 4. Oktober 2018.