Stempelzeichen

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Als Stempelzeichen oder Kontermarke bezeichnet man ein Zeichen, das in Münzen eingeschlagen wurde, um anzuzeigen, dass eine bisher ungültige Münze Geltung erhält, oder dass der Wert einer bisher kursierenden Münze verändert worden ist. Mit dieser Methode wurden Münzen von Nachbarländern hinsichtlich Metallhaltigkeit, Größe und Gewicht in einem anderen Währungsgebiet umlauffähig.

Das Verfahren ersparte das Einschmelzen und Neuprägen von Münzen und deckte einen kurzfristig bestehenden Kleingeldmangel. Es wurde ausschließlich auf Kurantmünzen angewandt, deren Wert im reinen Metallwert bestand.

Solche Stempelzeichen finden sich schon auf den Münzen der alten Griechen und Römer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Fassbender: Lexikon für Münzsammler. Über 1800 Begriffe von „Aachener Mark“ bis „Zwittermünze“. Battenberg, Augsburg 1991, ISBN 3-89441-016-7.