Stephan Mayer

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Politiker Stephan Mayer. Zu anderen Personen siehe Stephan Meyer.
Stephan Mayer (2012)

Stephan Ernst Johann Mayer (* 15. Dezember 1973 in Burghausen) ist ein deutscher Politiker (CSU). Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Mayer ist Sprecher der Arbeitsgruppe Inneres der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gehört dem Fraktionsvorstand an.[1]

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1993 am König-Karlmann-Gymnasium in Altötting absolvierte Mayer ein Studium der Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, welches er 1997 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach dem Referendariat legte er 2000 auch das zweite Staatsexamen ab. Mayer ist seit 2009 als Rechtsanwalt in München tätig.[2]

Er ist ledig und hat keine Kinder.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mayer war von 1994 bis 2003 Vorsitzender des Kreisverbandes Altötting der Jungen Union (JU). Er ist seit 1997 stellvertretender Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Altötting und gehört seitdem auch dem CSU-Bezirksvorstand Oberbayern an. Seit 2006 ist Mayer stellvertretender Landesvorsitzender der Union der Vertriebenen (UdV) und seit Juli 2009 Mitglied des Parteivorstandes der CSU Bayern.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Mayer (2013)

Mayer gehört seit 1996 dem Stadtrat von Neuötting und dem Kreistag des Landkreises Altötting an. Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Stephan Mayer ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Altötting in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt er 60,7 % der Erststimmen und erzielte damit deutschlandweit das drittbeste Ergebnis aller Abgeordneten. Er ist im 18. Bundestag Ordentliches Mitglied im Innenausschuss[3] und im Ausschuss für Sport.[4] Er ist außerdem stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Mayer ist auch Vorsitzender des Arbeitskreises Innen, Recht, Sport, Ehrenamt, Kultur und Medien der CSU-Landesgruppe. Mayer ist Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums.[5]

Mayer ist Vorsitzender der deutsch-britischen Parlamentariergruppe[6] und gehört auch der deutsch-italienischen Parlamentariergruppe an.[7]

Am 1. März 2013 verursachte Mayer mit seinem 5er BMW auf der A 94 bei Ampfing am Tunnelausgang einen Auffahrunfall, bei dem er und der Fahrer des anderen Fahrzeuges, eines Pickups, leicht verletzt wurden. Aufgrund der Aufnahmen von Überwachungskameras ging die zuständige Ermittlungsbehörde davon aus, dass Mayer kurz vor dem Unfall mit über 170 km/h statt der erlaubten 80 km/h unterwegs war.[8] Er erhielt einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung in Höhe von 8.000 Euro (40 Tagessätze zu je 200 Euro) und musste seinen Führerschein für zwei Monate abgeben.[9]

Nach der Bundestagswahl 2013 wurde Mayer von den Mitgliedern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Innen gewählt und damit zum neuen innenpolitischen Sprecher CDU/CSU-Bundestagsfraktion.[10]

Er ist stellvertretendes Mitglied des NSA-Untersuchungsausschusses.

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Mayer ist seit dem 14. März 2010 Präsident der THW-Bundesvereinigung e. V., Vorsitzender der THW-Landesvereinigung Bayern e. V. war er bereits.[11]

Mayer, der selbst sudetendeutsche Vorfahren hat, ist seit 2016 Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen. Er gehört außerdem dem Präsidium des Sudetendeutschen Rates an.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mayer lehnte 2014 einen rechtlichen Schutz für Hinweisgeber ab, die betriebliche Missstände Behörden melden oder zur Anzeige bringen.[12]

Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 äußerte Mayer, selbstverständlich müsse das Beschimpfen […] religiöser Bekenntnisse unter Strafe gestellt bleiben. Eher sollte über die Anhebung des Strafrahmens gesprochen werden.[13][14]

Anfang Mai 2016 äußerte sich Mayer skeptisch zur Aufhebung der Visumpflicht für Türken bei Reisen in die EU.[15]

Mayer fordert (wie auch die Unionsfraktion) (vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise in Deutschland und der anhaltenden Einwanderung über das Mittelmeer in die EU), die Ausreisepflicht von Ausländern ohne Bleiberecht müsse besser durchgesetzt werden („verschärfte Ausreisepraxis“).[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stephan Mayer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahl der Arbeitsgruppenvorsitzenden. CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. 13. Januar 2014. Abgerufen am 1. Juli 2016.
  2. Stephan Mayer (Altötting), CDU/CSU. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 1. Juli 2016.
  3. Mitglieder des Innenausschusses. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 1. Juli 2016.
  4. Mitglieder des Sportausschusses. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 1. Juli 2016.
  5. Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr). Deutscher Bundestag. Abgerufen am 1. Juli 2016.
  6. Britische Abgeordnete zu Besuch im Bundestag. Deutscher Bundestag. 5. Januar 2016. Abgerufen am 1. Juli 2016.
  7. Parlamentarier fordern einheitliche EU-Asylpolitik. Deutscher Bundestag. 1. September 2015. Abgerufen am 1. Juli 2016.
  8. Video belastet rasenden CSU-Abgeordneten. Süddeutsche Zeitung. 7. November 2013. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  9. MdB Stephan Mayer (CSU): Strafbefehl für Raser-Unfall mit Tempo 170. wochenblatt. 17. März 2014. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  10. Mitglieder des Innenausschusses. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  11. THW-Bundesvereinigung verabschiedet Präsident Fuchtel. Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. 15. März 2010. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  12. SPD und Union streiten um ein Whistleblower-Gesetz. Deutschlandfunk. 21. August 2014. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  13. Wann ist der öffentliche Friede gestört?. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14. Januar 2015. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  14. CSU fordert härtere Strafen für Blasphemie. Berliner Zeitung. 13. Januar 2015. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  15. Flüchtlingsdeal: Unionspolitiker kritisieren geplante Visafreiheit für Türken. Spiegel Online. 5. Mai 2016. Abgerufen am 14. Juli 2016.
  16. www.cducsu.de 23. März 2017: Abschiebehaft und Zugriff auf Smartphones - Bundestag berät Maßnahmen zur Ausreise von Flüchtlingen