Stephan Volkert
| Stephan Volkert | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 7. August 1971 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Köln, Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 200[1] cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 98[1] kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Disziplin | Rudern, Skullrudern | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | RTHC Bayer Leverkusen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Norbert Ladermann | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Letzte Änderung: 13. Oktober 2025 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Stephan Volkert (* 7. August 1971 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Leistungsruderer, der zwei olympische Goldmedaillen, sechs Weltmeistertitel und einen Juniorenweltmeistertitel gewann.[2]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Volkert wurde 1971 in Köln geboren. Er war ursprünglich gelernter Industriemechaniker, bevor er sich hauptberuflich auf den Leistungssport konzentrierte.[2] Volkert ist verheiratet, hat fünf Kinder und lebt mit seiner Familie bei Köln.[3] Sein Sohn Luca Volkert war ebenfalls erfolgreich im Rudersport und gewann unter anderem die NRW-Meisterschaften und bei den Deutschen Sprintmeisterschaften der Junioren 2025.[4]
1992 wurde Stephan Volkert im Zusammenhang mit seinem Olympiasieg ein Bambi verliehen.[5] Zudem wurde er vom Magazin Kölnsport zum Sportler des Jahres 1996 gewählt.[6] Für seine sportlichen Erfolge wurde er am 23. Juni 1993 von Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[7]
Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Volkert, zwei Meter groß und im Schnitt 100 Kilogramm Gewicht,[1] startete auf nationaler Ebene für den RTHC Bayer Leverkusen und gilt als erfolgreichster Ruderer des Vereins.[8] Er wurde als Skullruderer 14 Mal Deutscher Meister im Doppelvierer und Doppelzweier[9][10] sowie viermal Deutscher Meister im Einer-Sprint, einmal Sprintmeister im Doppelvierer und viermal Sprintmeister im Vierer mit Steuermann.[11][12]
International gewann Volkert im Doppelzweier erstmals 1989 eine Goldmedaille in den U23-Weltmeisterschaften. Er nahm insgesamt viermal an Olympischen Spielen teil: 1992 holte er in Barcelona gemeinsam mit Michael Steinbach, Andreas Hajek und André Willms im Doppelvierer erstmals Gold.[13] 1996 gewann er bei den Olympischen Spiele erneut, diesmal in Atlanta im Doppelvierer mit André Steiner, André Willms und Andreas Hajek.[14] Im Jahr 2000 erreichte er in Sydney den dritten Platz, 2004 in Athen den fünften Platz.[15] Volkert gewann 1994 zudem die Henley Royal Regatta im Doppelvierer.[16] Er wurde außerdem viermal Weltmeister im Doppelvierer (1993, 1999, 2002, 2003) und gewann eine Bronzemedaille (1994). Hinzu kommen zwei Weltmeistertitel im Doppelzweier (1997, 1998) sowie ein Vizeweltmeistertitel (1995).[1] Volkert gewann zudem 1997 mit Andreas Hajek im Doppelzweier den World Rowing Cup, ebenso 2004 im Doppelvierer.[17][18] 2005 siegte er mit seinem Team vom RTHC Bayer Leverkusen beim Kölner Stadtachter.[19]
Nach den Olympischen Spielen in Athen 2004 gab Volkert seinen Rückzug aus dem Leistungssport bekannt.[20]
Für den RTHC Bayer Leverkusen war Volkert schon während seiner aktiven Zeit, seit 1996, auch als Trainer im Einsatz. Nach seinem Rücktritt vom Leistungsrudern leitete er das Kinder- und Jugendtraining des Vereins[21] und wechselte später ins Personalmarketing der Bayer AG.[3]
Sportliche Erfolge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]International
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1989: Juniorenweltmeister
- 1992: 1. Platz Olympische Spiele in Barcelona im Doppelvierer
- 1993: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
- 1994: 3. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
- 1995: 2. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
- 1996: 1. Platz Olympische Spiele in Atlanta im Doppelvierer
- 1997: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
- 1998: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelzweier
- 1999: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
- 2000: 3. Platz Olympische Spiele in Sydney
- 2002: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
- 2003: 1. Platz Weltmeisterschaften im Doppelvierer
National
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Deutsche Meisterschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1990: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 1991: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 1992: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 1993: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 1993: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
- 1994: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 1994: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
- 1995: 2. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
- 1996: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 1997: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
- 1998: 3. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
- 1999: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 2000: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 2001: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelzweier
- 2002: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
- 2003: 1. Platz Deutsche Meisterschaft im Doppelvierer
Sprintmeisterschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1997: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Doppelvierer (400 m)
- 1998: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (500 m)
- 2001: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (400 m)
- 2002: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (400 m)
- 2009: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (310 m)
- 2013: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Vierer (350 m)
- 2014: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m)
- 2015: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m)
- 2016: 1. Platz Deutsche Sprintmeisterschaften im Einer (350 m)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stephan Volkert in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
- Leverkusen who’s who
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d Stephan Volkert. In: Deutscher Ruderverband. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ a b Stephan Volkert. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 31. Juli 2004.
- ↑ a b Ehemaliger Olympiasieger stellt Ausbildungsberufe in der Handelsschule vor. In: Berufsbildungszentrum Grevenbroich. 6. Februar 2019, abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ RTHC-Athlet*innen gewinnen 1x Gold und 2x Bronze bei der Sprint-DM. In: RTHC Bayer Leverkusen. 16. November 2025, abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Mehr als ein halbes Jahrhundert Bambi-Verleihung: alle Preisträger und preisgekrönten Produktionen 1948–2005. In: Stuttgarter Zeitung. 27. November 2006.
- ↑ Birgit Rauschen: Stephan Volkert ist „Kölns Sportler des Jahres 1996“. In: Kölnsport Magazin. 10/96. S. 8–12.
- ↑ Silbernes Lorbeerblatt. In: Der Bundespräsident. Archiviert vom am 25. Juli 2025; abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Unser Club – Kurzporträt. In: RTHC. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Deutsches Meisterschaftsrudern – Doppelvierer Männer, Platz 1–3. In: Rüsselsheimer Ruderclub 08. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Deutsche Erfolge bei Ruder-Weltmeisterschaften. In: Rüsselsheimer Ruderclub 08. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Deutsche Sprintmeisterschaft – Männer-Doppelvierer, Platz 1–3. In: Rüsselsheimer Ruderclub 08. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Deutsche Sprintmeisterschaft – Männer-Einer, Platz 1–3. In: Rüsselsheimer Ruderclub 08. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ „Goldenes Wochenende“ für das deutsche Olympia-Team. In: Nordwest-Zeitung. 3. August 1992.
- ↑ Rudern: insgesamt vier Medaillen – Die Bilanz ist nicht optimal. In: Stuttgarter Zeitung. 29. Juli 1996.
- ↑ Stephan Volkert. In: Olympics. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Unsere Erfolge / unsere Ziele. In: RTHC Bayer Leverkusen. Abgerufen am 16. November 2025.
- ↑ Erste Niederlage für den Deutschland-Achter Paris. In: Frankfurter Neue Presse. 22. Juni 1997.
- ↑ Stephan Volkert. In: World Rowing. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).
- ↑ Ines Rzepka: Kölner Erfolg, aber im falschen Boot. In: Kölnische Rundschau. 11. Juli 2005.
- ↑ Alfred Weinzierl: Angriff auf die Schattenwelt. In: Der Spiegel. 3. Januar 2005.
- ↑ Malte Knuth: Vorbild mit kribbelnden Armen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 15. November 2005.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Volkert, Stephan |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ruderer und zweifacher Olympiasieger |
| GEBURTSDATUM | 7. August 1971 |
| GEBURTSORT | Köln |
- Ruderer (Deutschland)
- Deutscher
- Olympiasieger (Rudern)
- Weltmeister (Rudern)
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1992
- Träger des Silbernen Lorbeerblattes
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1996
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2000
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2004
- Geboren 1971
- Mann