Stephen Curry

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basketballspieler
Stephen Curry
Stephen Curry
Spielerinformationen
Voller Name Wardell Stephen Curry II
Geburtstag 14. März 1988
Geburtsort Akron, Vereinigte Staaten
Größe 191 cm
Position Point Guard
College Davidson
NBA Draft 2009, 7. Pick, Golden State Warriors
Vereinsinformationen
Verein Golden State Warriors
Liga NBA
Trikotnummer 30
Vereine als Aktiver
Seit 0 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Golden State Warriors
Nationalmannschaft
Seit 0 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Wardell Stephen Curry II (* 14. März 1988 in Akron) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Er ist der Sohn des ehemaligen NBA-Spielers Dell Curry und der ältere Bruder von Seth Curry, welcher ebenfalls professioneller Basketballspieler ist.

Leben[Bearbeiten]

Curry besuchte die Christian School in Charlotte und ist der beste Werfer der Schulgeschichte mit über 1.700 Punkten. Curry war all-state-, all-conference- und team-MVP, während er sein Team zu drei Conference-Titeln und drei State-Playoff-Auftritten führte. Später besuchte er die Middle School am Queensway Christian College in Toronto und führte seine Mannschaft zu einer Saison ohne Niederlage. Curry beendete seine Senior-Saison mit einer Wurfquote von über 48 % aus der 3-Punkte-Distanz. Ungeachtet seines Erfolgs an der High School erhielt er kein Stipendium von einer Major-Conference-Schule. Nachdem er Angebote vom Davidson College, Virginia Commonwealth und Winthrop erhalten hatte, entschied sich Curry für das Davidson College, das seit 1969 kein Spiel im NCAA Tournament gewonnen hatte.

Curry spielte drei Jahre für die Davidson Wildcats und erzielte in dieser Zeit in 104 Spielen 25,3 Punkte, 4,5 Rebounds, 3,7 Assists und 2,1 Steals im Schnitt. Das letzte Jahr führte er die NCAA mit 28,5 Punkten im Schnitt als bester Scorer an. Mit Davidson scheiterte er jedoch in der zweiten Runde des NCAA-Turniers an den Saint Mary’s Gaels. Nach dem Ausscheiden verkündete Curry, dass er sein letztes Collegejahr aussetzen und sich zum NBA-Draft anmelden werde.

Karriere[Bearbeiten]

NBA[Bearbeiten]

Er wurde am 25. Juni 2009 im NBA-Draft 2009 an 7. Stelle von den Golden State Warriors gewählt. Für seine Leistungen im ersten Profijahr wurde Curry in das NBA All-Rookie First Team berufen. Bei der Wahl zum Rookie of the Year belegte er hinter Tyreke Evans den zweiten Platz. Er nahm 2011 an der NBA Skills Challenge teil, wo er den ersten Platz belegte.

Am 27. Februar 2013 erzielte Curry, bei der 105:109-Niederlage seiner Warriors gegen die New York Knicks, einen Karriererekord von 54 Punkten. Dies war die vierthöchste erzielte Punkteausbeute im Madison Square Garden, nach Carmelo Anthony (62 Punkte), Kobe Bryant (61 Punkte) und Michael Jordan (55 Punkte). Er traf bei diesem Spiel mit 11 Dreipunktewurftreffern die zweithöchste Dreipunkt-Ausbeute der NBA-Geschichte. Den ersten Platz teilen sich weiterhin Kobe Bryant und Donyell Marshall (beide mit je 12 Treffern).[1]

In der Saison 2012/13 verbesserte Curry den zuvor von Ray Allen gehaltenen Rekord für erfolgreiche Dreipunktwürfe während der „Regular Season“ auf 272.[2] Curry und sein Teamkollege Klay Thompson werden als die „Splash-Brothers“ bezeichnet, die vor allem für ihre gefährlichen Distanzwürfe gefürchtet sind.[3] Zusammen verwandelten sie 483 Dreipunktwürfe, mehr als jedes andere Duo der Liga.[4]

2014 wurde Curry erstmals als Starter für die Western Conference in das NBA All-Star Game berufen.[5] Mit 24,0 Punkten und 8,5 Assists im Schnitt legte Curry neue Karrierebestwerte hin. Mit den Warriors scheiterte er jedoch in der ersten Playoffrunde an den Los Angeles Clippers.

2015 wurde Curry erneut als Starter für das NBA All-Star Game berufen. Er erhielt bei der Wahl die meisten Stimmen aller NBA-Spieler und landete damit überraschend noch vor LeBron James.[6] Am 4. Februar 2015 erzielte Curry beim 128:114 Heimsieg seiner Warriors gegen die Dallas Mavericks 51 Punkte. Er traf dabei 10 Dreier, sammelte zudem noch 4 Assists und griff sich 4 Rebounds.[7] Er verbesserte in der Saison seinen eigenen Rekord für die meisten verwandelten Dreier in einer Saison auf 286.[8] Nachdem er sein Team zu einer Rekordbilanz von 67:15 führte, wurde er für seine Leistungen als MVP der Saison ausgezeichnet.[9] Am 23. Mai 2015 stellte Curry im dritten Spiel der Western Conference Finals den NBA-Rekord für die meisten Dreier in einer Playoff-Saison auf. Der vorherige Rekord wurde von Reggie Miller gehalten (58 Dreier in 22 Spielen).[10] Insgesamt traf Curry in den Playoffs 2015 98 Dreier in 21 Spielen. Anschließend wurde er Meister, nachdem die Golden State Warriors im Finale die Cleveland Cavaliers mit 4:2 besiegten.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Curry ist wesentlicher Bestandteil der US-Nationalmannschaft, die bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2010 in der Türkei und bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2014 in Spanien souverän die Goldmedaille gewann.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Persönliches[Bearbeiten]

Sein Vater Dell Curry spielte 16 Jahre in der NBA, unter anderem für die Charlotte Hornets, und wurde 1994 als bester Bankspieler der Liga ausgezeichnet. Sein jüngerer Bruder Seth ist ebenfalls Basketballspieler.

Curry ist seit 2011 mit Ayesha Alexander verheiratet und seit 2012 Vater einer Tochter, Riley. Im Juli 2015 kam seine zweite Tochter auf die Welt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephen Curry scores 54 points, but Knicks prevail, 109-105, over Warriors
  2. Nowitzki beendet Saison mit Sieg – Lakers lösen das Ticket
  3. Inside Stuff: Golden State's Splash Brothers
  4. Warriors duo prolific from deep
  5. Dwight Howard highlights reserves
  6. All-Star-Starter veröffentlicht
  7. http://www.spox.com/de/sport/ussport/nba/1502/Artikel/analyse-warrriors-mavericks-dirk-nowitzki.html
  8. http://www.basketball-reference.com/leaders/fg3_season.html
  9. http://www.spox.com/de/sport/ussport/nba/1504/Artikel/stephen-curry-most-valuable-player-harden-lebron.html
  10. Warriors' Stephen Curry sets playoff record for made three-pointers. Sports Illustrated, 23. Mai 2015, abgerufen am 28. Mai 2015 (englisch).