Stephen Curry

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Basketballspieler
Stephen Curry
Stephen Curry
Spielerinformationen
Voller Name Wardell Stephen Curry II
Spitzname Baby-faced assassin
Geburtstag 14. März 1988
Geburtsort Akron, Ohio, Vereinigte Staaten
Größe 191 cm
Position Point Guard
College Davidson
NBA Draft 2009, 7. Pick, Golden State Warriors
Vereinsinformationen
Verein Golden State Warriors
Liga NBA
Trikotnummer 30
Vereine als Aktiver
Seit 0 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Golden State Warriors
Nationalmannschaft
Seit 0 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Wardell Stephen „Steph“ Curry II (* 14. März 1988 in Akron, Ohio) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Er ist der Sohn des ehemaligen NBA-Spielers Dell Curry und der ältere Bruder von Seth Curry, welcher ebenfalls professioneller Basketballspieler ist. Curry gilt gegenwärtig als einer der besten Spieler der NBA und gilt ebenso vielen Experten als einer der besten Distanzschützen der Basketballgeschichte.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Curry wurde als Sohn des ehemaligen NBA-Basketballspielers Dell Curry in Akron geboren, als sein Vater noch für die Cleveland Cavaliers aktiv war. Mit dessen Wechsel zu den Charlotte Hornets, zog auch Stephen nach Charlotte, wo er einen Großteil seiner Kindheit verbrachte. Curry besuchte die Middle School am Queensway Christian College in Toronto, da sein Vater zu den Toronto Raptors gewechselt war, und führte seine Mannschaft zu einer Saison ohne Niederlage. Mit dem Ende der Karriere des Vaters kehrte die Familie nach Charlotte zurück und Stephen besuchte nun die Christian School in Charlotte. Er ist der beste Werfer der Schulgeschichte mit über 1.700 Punkten. Curry war all-state-, all-conference- und team-MVP, während er sein Team zu drei Conference-Titeln und drei State-Playoff-Auftritten führte. Curry beendete seine Senior-Saison mit einer Wurfquote von über 48 % aus der 3-Punkte-Distanz. Ungeachtet seines Erfolgs an der High School erhielt er kein Stipendium von einer Major-Conference-Schule. Nachdem er Angebote vom Davidson College, Virginia Commonwealth und Winthrop erhalten hatte, entschied sich Curry für das Davidson College, das seit 1969 kein Spiel im NCAA Tournament gewonnen hatte.

Curry spielte drei Jahre für die Davidson Wildcats und erzielte in dieser Zeit in 104 Spielen 25,3 Punkte, 4,5 Rebounds, 3,7 Assists und 2,1 Steals im Schnitt. Das letzte Jahr führte er die NCAA mit 28,5 Punkten im Schnitt als bester Scorer an. Mit Davidson scheiterte er jedoch in der zweiten Runde des NCAA-Turniers an den Saint Mary’s Gaels. Nach dem Ausscheiden verkündete Curry, dass er sein letztes Collegejahr aussetzen und sich zum NBA-Draft anmelden werde.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NBA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephen Curry im Jahre 2011

Er wurde am 25. Juni 2009 im NBA-Draft 2009 an 7. Stelle von den Golden State Warriors gewählt. Für seine Leistungen im ersten Profijahr wurde Curry in das NBA All-Rookie First Team berufen. Bei der Wahl zum Rookie of the Year belegte er hinter Tyreke Evans den zweiten Platz. Er nahm 2011 an der NBA Skills Challenge teil, wo er den ersten Platz belegte. Zudem gewann er den NBA Sportsmanship Award. Aufgrund einer Verletzung am rechten Knöchel setzte er einen Großteil der Saison 2011/12 aus. Geschwächt durch seine Verletzung erzielte er im dritten NBA-Jahr 14,7 Punkte im Schnitt.

Curry unterschrieb im Sommer 2012 einen Vierjahresvertrag über 44 Millionen US-Dollar, was aufgrund seiner Verletzungshistorie zunächst als Risiko gesehen wurde. Doch Curry gelang in der Saison 2012/13 der Durchbruch.[2] Am 27. Februar 2013 erzielte Curry, bei der 105:109-Niederlage seiner Warriors gegen die New York Knicks, einen Karriererekord von 54 Punkten. Dies war die vierthöchste erzielte Punkteausbeute im Madison Square Garden, nach Carmelo Anthony (62 Punkte), Kobe Bryant (61 Punkte) und Michael Jordan (55 Punkte). Er traf bei diesem Spiel mit 11 Dreipunktewurftreffern die zweithöchste Dreipunkt-Ausbeute der NBA-Geschichte.[3]

In der Saison 2012/13 verbesserte Curry den zuvor von Ray Allen gehaltenen Rekord für erfolgreiche Dreipunktwürfe während der „Regular Season“ auf 272.[4] Curry und sein Teamkollege Klay Thompson werden als die „Splash-Brothers“ bezeichnet, die vor allem für ihre gefährlichen Distanzwürfe gefürchtet sind.[5] Zusammen verwandelten sie 483 Dreipunktwürfe, mehr als jedes andere Duo der Liga.[6]

2014 wurde Curry erstmals als Starter für die Western Conference in das NBA All-Star Game berufen.[7] Mit 24,0 Punkten und 8,5 Assists im Schnitt legte Curry neue Karrierebestwerte hin. Mit den Warriors scheiterte er jedoch in der ersten Playoffrunde an den Los Angeles Clippers.

2015 wurde Curry erneut als Starter für das NBA All-Star Game berufen. Er erhielt bei der Wahl die meisten Stimmen aller NBA-Spieler und landete damit überraschend noch vor LeBron James.[8] Am 4. Februar 2015 erzielte Curry beim 128:114-Heimsieg seiner Warriors gegen die Dallas Mavericks 51 Punkte. Er traf dabei 10 Dreier, sammelte zudem noch 4 Assists und griff sich 4 Rebounds.[9] Er verbesserte in der Saison seinen eigenen Rekord für die meisten verwandelten Dreier in einer Saison auf 286.[10] Nachdem er sein Team zu einer Rekordbilanz von 67:15 Siegen führte, wurde er für seine Leistungen als MVP der Saison ausgezeichnet.[11] Am 23. Mai 2015 stellte Curry im dritten Spiel der Western Conference Finals den NBA-Rekord für die meisten Dreier in einer Playoff-Saison auf. Der vorherige Rekord wurde von Reggie Miller gehalten (58 Dreier in 22 Spielen).[12] Insgesamt traf Curry in den Playoffs 2015 98 Dreier in 21 Spielen. Anschließend wurde er Meister, nachdem die Golden State Warriors im Finale die Cleveland Cavaliers mit 4:2 besiegten.

Im ersten Spiel der Saison 2015/16 führte Curry die Warriors mit 40 Punkten zu einem Heimsieg gegen die New Orleans Pelicans. Am 30. Oktober 2015 erzielte Curry beim Gastspiel der Warriors bei den Pelicans 53 Punkte, verteilte 9 Assists, holte sich 4 Rebounds und 4 Steals. Im 3. Viertel gelang ihm dabei mit 28 Punkten ein neuer persönlicher Rekord. Am 14. November 2015 traf Curry seinen 1246. Dreier und überholte damit seinen Vater Dell in der All-Time-Liste für die meisten verwandelten Dreier. Am 25. Februar 2016 erzielte er im 128. Regular-Season-Spiel in Folge mindestens einen Dreier und übertraf damit den vorherigen Rekord von Kyle Korver.[13] Im darauffolgenden Spiel am 27. Februar 2016 gegen die Oklahoma City Thunder traf Curry 12 Dreier und stellte damit den Rekord für die meisten Dreier in einem Spiel ein. Vor ihm trafen nur Kobe Bryant und Donyell Marshall 12 mal von der Dreipunktlinie.

Die Saison 2015/16 war in vielerlei Hinsicht Currys beste bis dato. Als erster Spieler traf er mindestens 300 Mal jenseits der Dreierlinie in einer Saison. Insgesamt schaffte er es sogar 402 Mal. Curry traf in jedem seiner 79 Spiele mindestens einen Versuch von Downtown. Nach dem letzten Spiel der Regulären Saison hat er einen Schnitt von 30,1 Punkten pro Spiel; 6,3 Punkte mehr als in der vorangegangenen Saison, als er zum MVP gewählt worden war. Curry traf 50,4 Prozent seiner Würfe aus dem Feld, 45,4 Prozent Dreier und 90,8 Prozent von der Freiwurflinie (Liga-Bestmarke). Er ist der erste 50/40/90-Spieler der NBA mit einem 30-Punkte-Schnitt. Auch gelangen ihm die meisten Steals pro Spiel (2,14). Für seine Leistungen in der Saison wurde Curry zum zweiten Mal in Folge als MVP ausgezeichnet; es war die erste einstimmige MVP-Wahl in der Liga-Geschichte.[14]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Curry ist wesentlicher Bestandteil der US-Nationalmannschaft, die bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2010 in der Türkei und bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2014 in Spanien souverän die Goldmedaille gewann.

Auszeichnungen & Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NBA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • NBA-Meister: 2015
  • NBA Most Valuable Player Award: 2015, 2016
  • NBA All-Star Starter: 2014–2016
  • All-NBA First Team: 2015, 2016
  • All-NBA Second Team: 2014
  • NBA All-Rookie First Team: 2010
  • NBA Scoring Champion 2016
  • NBA Leader in Steals 2016
  • NBA Skills Challenge Champion: 2011
  • NBA Dreier Contest Champion: 2015
  • Beste Freiwurfquote der NBA: 2015
  • NBA Sportsmanship Award 2011 für Fairness und ethisch korrektes Verhalten im Sport
  • ESPY Awards 2015: Best NBA Player & Best Male Athlete
  • NBA-Rekord für die meisten verwandelten Dreier in einem Spiel: 12
  • NBA-Rekord für die meisten verwandelten Dreier in einer Saison: 402 (2016)
  • Platz 2 für die meisten verwandelten Dreier in einer Saison: 286 (2015)
  • NBA-Rekord für die meisten aufeinanderfolgenden Spiele in der Regular Season mit mindestens einem Dreier: 144+
  • NBA-Rekord für die meisten aufeinanderfolgenden Spiele in der Post Season mit mindestens einem Dreier: 45+
  • NBA-Rekord für die meisten verwandelten Dreier in einer Postseason: 98 (2015)
  • Spieler mit den wenigsten Spielen bei seinem 1000. Dreier: 369 Spiele
  • Einer von 7 Mitgliedern im 50-40-90 Club

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Dell Curry spielte 16 Jahre in der NBA, unter anderem für die Charlotte Hornets, und wurde 1994 als bester Bankspieler der Liga ausgezeichnet. Sein jüngerer Bruder Seth ist ebenfalls Basketballspieler.

Curry ist seit 2011 mit Ayesha Alexander verheiratet und seit 2012 Vater einer Tochter, Riley. Im Juli 2015 kam seine zweite Tochter auf die Welt.

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende
  GP Absolvierte Spiele (Games played)   GS  Spiele von Beginn an (Games started)  MPG  Absolvierte Minuten pro Spiel (Minutes per game)
 FG %  Wurfquote aus dem Feld (Field-goal percentage)  3P %  Wurfquote Drei-Punkte-Würfe (3-point field-goal percentage)  FT %  Freiwurfquote (Free-throw percentage)
 RPG  Rebounds pro Spiel (Rebounds per game)  APG  Assists pro Spiel (Assists per game)  SPG  Steals pro Spiel (Steals per game)
 BPG  Blocks pro Spiel (Blocks per game)  TO  Turnovers pro Spiel (Turnovers per game)  PPG  Punkte pro Spiel (Points per game)  FETT  Karriere-Bestmarke

Regular Season[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Team GP GS MPG FG % 3P % FT % RPG APG SPG BPG TO PPG
2009–10 Golden State 80 77 36.2 .462 .437 .885 4.5 5.9 1.9 0.2 3.1 17.5
2010–11 Golden State 74 74 33.6 .480 .442 .934 3.9 5.8 1.5 0.3 3.1 18.6
2011–12 Golden State 26 23 28.2 .490 .455 .809 3.4 5.3 1.5 0.3 2.5 14.7
2012–13 Golden State 78 78 38.2 .451 .453 .900 4.0 6.9 1.6 0.2 3.1 22.9
2013–14 Golden State 78 78 36.5 .471 .424 .885 4.3 8.5 1.6 0.2 3.8 24.0
2014–15 Golden State 80 80 32.7 .487 .443 .914 4.3 7.7 2.0 0.2 3.1 23.8
2015–16 Golden State 79 79 34.2 .504 .454 .908 5.4 6.7 2.1 0.2 3.3 30.1
Gesamt 495 489 34.9 .477 .444 .902 4.3 6.9 1.8 0.2 3.2 22.4

Postseason[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Team GP GS MPG FG % 3P % FT % RPG APG SPG BPG TO PPG
2012–13 Golden State 12 12 41.4 .434 .396 .921 3.8 8.1 1.7 0.2 3.3 23.4
2013–14 Golden State 7 7 42.3 .440 .386 .881 3.6 8.4 1.7 0.1 3.7 23.0
2014–15 Golden State 21 21 39.3 .456 .422 .835 5.0 6.4 1.9 0.1 3.9 28.3
2015–16 Golden State 18 17 34.1 .438 .404 .916 5.5 5.2 1.4 0.3 4.2 25.1
Gesamt 58 57 38.5 .444 .408 .878 4.7 6.6 1.7 0.2 3.8 25.7

Quelle[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stephen Curry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NBA legends say Stephen Curry is the best shooter of all time
  2. Three Years Ago, Here's What Basketball Writers Were Saying About Stephen Curry's Ankle and His Future with the Warriors
  3. Stephen Curry scores 54 points, but Knicks prevail, 109-105, over Warriors
  4. Nowitzki beendet Saison mit Sieg – Lakers lösen das Ticket
  5. Inside Stuff: Golden State's Splash Brothers
  6. Warriors duo prolific from deep
  7. Dwight Howard highlights reserves
  8. All-Star-Starter veröffentlicht
  9. http://www.spox.com/de/sport/ussport/nba/1502/Artikel/analyse-warrriors-mavericks-dirk-nowitzki.html
  10. http://www.basketball-reference.com/leaders/fg3_season.html
  11. http://www.spox.com/de/sport/ussport/nba/1504/Artikel/stephen-curry-most-valuable-player-harden-lebron.html
  12. Warriors' Stephen Curry sets playoff record for made three-pointers. Sports Illustrated, 23. Mai 2015, abgerufen am 28. Mai 2015 (englisch).
  13. Stephen Curry Breaks NBA Record for Consecutive Games with a 3-Pointer. NBA.com, 25. Februar 2016, abgerufen am 27. Februar 2016 (englisch).
  14. Curry einstimmig zum MVP gewählt. spox.com, 10. Mai 2016, abgerufen am 10. Mai 2016 (deutsch).
  15. http://espn.go.com/nba/player/stats/_/id/3975/stephen-curry Stephen Curry Stats