Stephen Kings The Stand – Das letzte Gefecht

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Filmdaten
Deutscher TitelStephen Kings The Stand – Das letzte Gefecht
OriginaltitelThe Stand
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1994
Länge345 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieMick Garris
DrehbuchStephen King
ProduktionMitchell Galin
MusikW. G. Snuffy Walden
KameraEdward J. Pei
SchnittPatrick McMahon
Besetzung

The Stand ist ein vierteiliger Fernsehfilm aus dem Jahr 1994 basierend auf dem gleichnamigen Roman The Stand von Stephen King. Dieser hat auch das Drehbuch verfasst. Die Serie fasst mehrere klassische Filmmotive zusammen: eine apokalyptische Katastrophe, der Kampf zwischen Gut und Böse und ein Roadmovie. Im deutschen Fernsehen erschien die Serie am 3. Juni 1995.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem militärischen Forschungslabor für biologische Kampfstoffe entweichen durch einen Unfall tödliche Viren. Bevor das Gelände abgeschottet werden kann, entkommt ein bereits mit der Supergrippe infizierter Wachmann und löst eine Pandemie aus, die in kurzer Zeit fast die gesamte Menschheit auslöscht. Einige der wenigen Überlebenden werden in ihren Träumen von der alten Abigail Freemantle eingeladen, sie auf ihrer Farm in Hemingford Home in Nebraska zu besuchen. Dort angekommen erfahren sie, dass sie in die endgültige Schlacht zwischen Gut und Böse verstrickt sind. Von dort reisen sie weiter nach Boulder (Colorado). Doch nicht nur Mutter Abigail, sondern auch Randall Flagg als Vertreter des Bösen besucht die Menschen in ihren Träumen und fordert sie auf, nach Las Vegas zu kommen, wo er sein Hauptquartier aufgeschlagen hat.

Die Freie Zone in Boulder entsendet schließlich eine Gruppe von Boten, die nach Las Vegas reisen, um den Konflikt nach „Gottes Plan“ zu beenden. Flagg lässt sie gefangen nehmen und will sie zur Abschreckung für seine Anhänger hinrichten lassen. Bei der Versammlung anlässlich der Hinrichtung kommt es jedoch zur Explosion einer Atombombe, die der einfältige Mülleimermann seinem Herrn Randall Flagg bringen will.

Ein Mitglied der Botengruppe, das unterwegs einen Unfall hatte und zurückblieb, kehrt nach Boulder zurück und erzählt von der Pilzwolke, die er am Horizont gesehen hat.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Im Gegensatz zu Wolfgang Petersens Virus-Thriller “Outbreak” steht hier nicht der Kampf gegen eine Katastrophe im Vordergrund, sondern deren plakative Illustration: Gestorben wird mit Pathos und schmerzverzerrtem, grüngefärbtem Gesicht; am Ende stapft ein Überlebender durch ein Leichen-Stillleben. Leider ist das Ganze auch blutleer und phantasielos in Szene gesetzt und bleibt oft beliebig wirkende Episoden-Aneinanderreihung.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Serie gewann 1994 einen Emmy für die herausragende Einzelleistung beim Make-up
  • Weiterhin war sie nominiert in den Kategorien beste Kameraführung, beste Tonmischung und beste Miniserie

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Serie wurde ursprünglich in vier Teilen ausgestrahlt und war bei ihrer Veröffentlichung die erste DVD-18 (also doppelseitig und doppellagig).
  • Stephen King lebte in seiner Jugendzeit in Boulder, Colorado.
  • Stephen King hat einen Miniauftritt in der Serie als Teddy Weizak, er fährt mit Nadine nach Boulder zu Mutter Abigail und taucht dann am Ende, bei Stus und Toms Heimkehr, als ein Wachposten, der den Zugang nach Boulder bewacht, nochmals auf. Während die Figur Teddy Weizak im Buch bei Harold Lauders Anschlag stirbt, bleibt sie im Film am Leben. Diese Änderung hat allerdings keinen Einfluss auf die Geschichte an sich, da Weizak nur ein Nebencharakter ist. Weizak ist Jude, denn er erwähnt im Buch bei der Beseitigung der Leichen in Boulder, dass er sich jetzt erst vorstellen könne, wie es „seinen Leuten“ in Auschwitz ergangen sein muss.
  • Basketball-Superstar Kareem Abdul-Jabbar hat im Film einen Mini-Auftritt als Monster-Schreier. Diese Benennung ist zwar im Buch zutreffend, aber im Film etwas irreführend. Der Grund: Die Figur schreit im Buch: „Die Monster kommen!“, während Abdul-Jabbars Text lautet: „Bringt eure Toten raus!“, wie es die Totengräber während der Pest im Mittelalter riefen. Beide Aussagen haben jedoch dieselbe Bedeutung, sie weisen auf das bevorstehende Ende der Menschheit hin. Ein weiterer Unterschied ist, dass Larry Underwood die Figur im Buch zwar im bereits menschenleeren New Yorker Central Park lauthals schreien hört, aber ihn erst als (erstochene, nicht an der Grippe verstorbene) Leiche zu Gesicht bekommt (dies ist nur im Originalbuch der Fall - in der vollständigen Ausgabe sieht Larry Underwood den Monster-Schreier auch lebend und beschreibt ihn als "ein verrückter alter Mann in Kordhosen und Zoris und mit einer Hornbrille, deren einer Bügel von Klebestreifen zusammengehalten wurde"[2]), während sie sich im Film früher und direkt auf der Straße begegnen.
  • Im Buch ist Abigail Freemantle 108 Jahre alt, im Film ist sie 106.
  • Im Buch ist das Kind von Fran Goldsmith und Jesse Rider ein Sohn (Peter, nach ihrem Vater), im Film ist es eine Tochter (Abigail).
  • im Buch verlässt Larry Underwood New York mit Rita Blakemoore, die dann später in einem Zelt stirbt. Nadine Cross lernt er erst später auf dem Weg nach Boulder kennen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TV Spielfilm
  2. Neuhaus, Wolfgang., Christensen, Harro., Wrightson, Berni.: The stand ; Das letzte Gefecht : Roman. Lizenzausg Auflage. Weltbild Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-86047-824-9.