Sternburg (Bier)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo

Der Name Sternburg, umgangssprachlich auch „Sterni“, bezeichnet die zur Radeberger Gruppe gehörende Biermarke aus Leipzig und wird häufig für deren meistverkauftes Produkt „Sternburg Export“ verwendet. Mit einem Marktanteil von 9,5 % im Jahr 2006[1] ist Sternburg die Biermarke mit dem größten Absatz in Ostdeutschland, wobei bis 2011 komplett auf Werbung verzichtet wurde.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sternburg Export
Sternburg Hefeweizen im Kaufhallenregal

Die namensgebende Brauerei wurde 1822 gegründet, als der Leipziger Kaufmann Maximillian Speck das Rittergut Lützschena samt gutsherrlichem Brauhaus erwarb. Nachdem der mittlerweile geadelte Speck von Sternburg 1829 aus einer Reise nach Bayern den Braumeister aus dem zuvor gepachteten Kloster Sankt Veit nach Lützschena brachte, wurde ab da das Bier unter der Marke Sternburg vertrieben und verkauft.

Nach der Schließung des Lützschenaer Brauhauses führt seit 1992 die Reudnitzer Brauerei die Marke Sternburg weiter.

In dem Jahr erfolgte die Wiedereinführung von „Sternburg Export“ und „Sternburg Pilsener“ im Niedrigpreissegment. 1997 wurde die Sorte „Sternburg Schwarzbier“ eingeführt und „Sternburg Export“ erhielt das CMA-Gütesiegel. Sowohl „Sternburg Pilsener“ erhielt ein Jahr später das CMA-Gütesiegel, als auch „Sternburg Schwarzbier“ im Jahr 1999.

2002 wurde die Sorte „Sternburg Radler“ eingeführt, „Sternburg Diesel“ folgte 2003 und „Sternburg Doppelkaramel“ 2004. Im Jahr 2005 folgte die Sorte „Sternburg Hefeweizen“.

Seit dem 1. Januar 2006 ist die Marke Teil der Radeberger Gruppe KG. Die letzte Neueinführung war im Jahr 2008 das „Sternburg Urtyp“.

Sorten mit Jahr der Einführung (nach der Wende)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bierausstoß der Sternburg Brauerei in hl
2002
  
1,400.000 [3]
2003
  
1,700.000
2004
  
1,830.000 [4]
2005
  
2,000.000
2006
  
1,870.000
2007
  
1,740.000
2008
  
1,640.000 [5]
2009
  
1,410.000 [6]
2010
  
1,233.000 [7]
2011
  
1,078.000 [8]
2013
  
1,100.000 [9]
Magazin
Zur Biermarke Sternburg gibt es ein eigenes Fan-Magazin. Das Sterni erscheint als eMagazin regelmäßig auf der Sternburg-Website. Es wurde im Jahr 2006 von der Leipziger Agentur 4iMEDIA entwickelt und wird heute noch produziert. Inhalt sind Geschichten von Fans der Marke und Bands, die Songs über Sternburg geschrieben haben. Die Leser können auch an Umfragen teilnehmen, die sich um Musik oder die Lieblings-Bier-Sorte drehen.
Werbeaktion
Im Vorfeld der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 fiel Sternburg durch eine Guerilla-Marketing-Kampagne auf, bei der Werbeplakate für das Bier mit wahlkampftypischen Slogans zwischen echten Wahlplakaten politischer Parteien aufgehängt wurden.[10][11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leipziger Volkszeitung (Supplement) vom 4. Mai 2007
  2. Ogilvy Germany. Abgerufen am 2. Oktober 2017.
  3. http://fzarchiv.de/Fachzeitschriften/Getraenke-Fachzeitschriften/Brauindustrie/2004/03_04/BI_03-04_Brauindustrie_in_Zahlen.pdf
  4. http://www.oettinger-bier.de/presse33.htm
  5. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/3350/umfrage/biermarken-mit-dem-groessten-absatz-im-jahr-2008/
  6. http://www.inside-getraenke.de/fileadmin/_temp_/Bierhitliste_2009.pdf
  7. http://www.inside-getraenke.de/fileadmin/user_upload/PDF/Bierhitliste_2010.pdf
  8. http://www.inside-getraenke.de/fileadmin/user_upload/PDF/Bierhitliste_2011.pdf
  9. http://www.aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/
  10. Sternburg for President. In: Blogrebellen. 2. September 2011 (rebellen.info [abgerufen am 2. Oktober 2017]).
  11. Qualkrampfimpressionen 3: Bau kein‘ Scheiß mit Bier! In: Tommy Berlin. 1. September 2011 (wordpress.com [abgerufen am 2. Oktober 2017]).

Koordinaten: 51° 19′ 49″ N, 12° 24′ 5″ O