Sternchen (Schriftzeichen)

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Das Sternchen, auch Stern, der Asteriskus oder der Asterisk[1] (*, als Anmerkungszeichen älter auch ;[2] von spätlateinisch asteriscus, von altgriechisch ἀστερίσκος asterískos, „Sternchen“) ist ein typografisches Zeichen in Form eines fünf- oder sechsstrahligen Sterns.

8-strahliges Sternchen als Fußnotenzeichen in einem deutschen Druck von 1779[3]
Das Sternchen in den Schriftarten Arial, Times New Roman, Calibri, Cambria, Palatino Linotype, Andron Mega Corpus, DejaVu Sans, DejaVu Serif, Cardo, Courier New und Consolas, jeweils zusammen mit dem Buchstaben I zur Markierung der Versalhöhe

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typografie und Schriftwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Typographie und Schriftzeichen

Kommunikationstechnik und Datenverarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klarstern-Taste auf einer Tischrechenmaschine,[6] ca. 1970
  • Sondertaste auf Telefontastaturen
  • Auf Rechenmaschinen ist die Summen-Taste mit einem Sternsymbol („Klarstern“) gekennzeichnet.[7] In dieser Funktion ist das Symbol standardisiert in DIN ISO 7000 „Graphische Symbole auf Einrichtungen“ als Symbol ISO-7000-0656 „Total“ (dt. „Resultat“).
  • Verschiedene Computer-Anwendungsprogramme akzeptieren das Sternchen als Tastatureingabe für das Malzeichen und stellen dieses dann auch als Sternchen dar.
  • Bei der Eingabe von Passwörtern werden anstelle der eingegebenen Zeichen aus Sicherheitsgründen oftmals nur Sternchen angezeigt. Viele Betriebssysteme verwenden zu diesem Zweck mittlerweile das Sonderzeichen „schwarzer Kreis“ (, siehe Unicodeblock Geometrische Formen).
  • Fettkennzeichnung: Wenn keine Text-Formatierung verfügbar ist, wird das Sternchen häufig wie ein Anführungszeichen verwendet, um damit eine Hervorhebung oder den Schriftstil fett zu kennzeichnen. Da diese Schreibweisen auch in E-Mails gängig sind (da oft kein Rich Text Format verfügbar ist, beziehungsweise beim Aufkommen von E-Mail für diese noch nicht verwendbar war) wird in vielen E-Mail-Programmen solcher Text hervorgehoben. Zunehmend wird auch in den Kommentarfunktionen vieler Weblog-Systeme auf diese Funktionen zurückgegriffen, meist mithilfe verschiedener vereinfachter Auszeichnungssprachen (wie zum Beispiel Markdown): Diese verwenden zum Teil das Sternchen als „Quellcode“ zur Hervorhebung von Textstellen (*kursiv*, **fett**).
  • Aufzählungszeichen: Ähnlich wie zur Fettkennzeichnung verhält es sich mit dem Sternchen als Aufzählungspunkt für Listen. Viele Textverarbeitungsprogramme wandeln daher ein alleinstehendes Sternchen am Beginn eines Absatzes während der Eingabe automatisch in ein formatiertes Listenelement um. Zum Beispiel Markdown oder auch Wikisyntax wandeln Zeilen die mit einem Sternchen beginnen nach bestimmten Regeln (eben der Syntax) in Listenelemente um.

Mathematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Informatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anderer wissenschaftlicher Gebrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeichencodierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unicode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unicode definiert eine Vielzahl an Sternen und sternähnlichen Symbolen:

Kodierung in Unicode
Codepunkt Zeichen Beschreibung Bezeichnung im Standard Block
U+002A * Sternchen ASTERISK Basis-Lateinisch (0000–007F)
U+066D ٭ Arabischer Stern, fünfzackig ARABIC FIVE POINTED STAR Arabisch (0600–06FF)
U+203B Komejirushi (japanische Verweismarke) REFERENCE MARK Allgemeine Interpunktion (2000–206F)
U+2042 Asterismus ASTERISM Allgemeine Interpunktion (2000–206F)
U+204E tiefgestelltes Sternchen LOW ASTERISK Allgemeine Interpunktion (2000–206F)
U+2051 zwei vertikal angeordnete Sternchen TWO ASTERISKS ALIGNED VERTICALLY Allgemeine Interpunktion (2000–206F)
U+205C Kreuz mit Punkten DOTTED CROSS Allgemeine Interpunktion (2000–206F)
U+2217 Hodge-Stern-Operator ASTERISK OPERATOR Mathematische Operatoren (2200–22FF)
U+229B eingekreister Sternoperator CIRCLED ASTERISK OPERATOR Mathematische Operatoren (2200–22FF)
U+2605 Schwarzer fünfzackiger Stern BLACK STAR Verschiedene Symbole (2600-26FF)
U+2606 Weißer fünfzackiger Stern WHITE STAR Verschiedene Symbole (2600-26FF)
U+26B9 Sextil SEXTILE Verschiedene Symbole (2600–26FF)
U+2731 fettes Sternchen HEAVY ASTERISK Dingbats (2700–27BF)
U+2732 fettes Sternchen mit offener Mitte OPEN CENTRE ASTERISK Dingbats (2700–27BF)
U+29C6 Von einem Quadrat umschlossenes Sternchen SQUARED ASTERISK Verschiedene mathematische Symbole-B (2980–29FF)
U+2A6E Gleichheitszeichen mit übergesetztem Stern EQUALS WITH ASTERISK Zusätzliche Mathematische Operatoren (2A00–2AFF)
U+FE61 kleines Sternchen SMALL ASTERISK Kleine Formvarianten (FE50–FE6F)
U+FF0A Sternchen vollbreit (CJK) FULLWIDTH ASTERISK Halbbreite und vollbreite Formen (FF00–FFEF)
U+22C6 Stern-Operator
Verwendung: pow in APL
STAR OPERATOR Mathematische Operatoren (2200–22FF)

Außerdem existieren im Unicodeblock Dingbats im Bereich U+2729–U+274B eine Reihe von mehr oder weniger sternförmigen Symbolzeichen (teils als ASTERISK benannt).

TeX/LaTeX[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Auszeichnungssprachen des Formelsatzes TeX respektive LaTeX kodiert man:

Kodierung in Latex
Anweisung Symbol Bemerkung
* * Am Zeilenanfang ggf. \** benutzen[8]
\textasteriskcentered
\ast Mathematik-Modus ($...$) benötigt
\circledast Paket "amssymb" und Mathematik-Modus ($...$) benötigt
\star Mathematik-Modus ($...$) benötigt
\bigstar Paket "amssymb" und Mathematik-Modus ($...$) benötigt
\FiveStarOpen Paket "bbding" benötigt; beim Tief- oder Hochstellen in \mbox{} oder \text{} einzubetten[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sternchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden - Deutsches Universalwörterbuch: Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage. Herausgegeben von der von Dudenredaktion. Dudenverlag, Berlin, 2015, S. 188.
  2. Pierer's Universal-Lexikon, Band 1. Altenburg 1857, S. 850, Stichwort Asteriscus (bei zeno.org)
  3. anonym: Grundsätze der Heraldik oder Wapenkunst. 2 (Wapen Kunst). Pützische Buchhandlung, Köln 1779, Chur Hanover, S. 58.
  4. Stephan Kekule von Stradonitz: Über den Nutzen einer internationalen Hilfssprache für die genealogische Forschung. In: Mitteilungen der Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte, 6. Heft, Leipzig 1910, S. 30. genealogy.net, abgerufen am 31. August 2010
  5. Friedrich Forssman, Ralf de Jong: Detailtypografie. 2. Auflage. Hermann Schmidt, Mainz 2004, ISBN 3-87439-642-8, Satzzeichen – Alltägliche Sonderzeichen, S. 190.
  6. Walther Multa 32. In: Rechnerlexikon. Abgerufen am 31. Juli 2012.
  7. Erich Ruhland: Die Sekretärin. Ein Lehr-, Arbeits- und Nachschlagewerk in Frage und Antwort. 5. Auflage, Frankfurt am Main 1972, S. 144: 60. Was bewirkt die Summentaste? – Sie bewirkt das Drucken des Ergebnisses („Klarstern“) und bringt das Zählwerk wieder auf Null.
  8. Fang Jing Blog. Abgerufen am 18. Mai 2015.
  9. Stackexchange-Eintrag. Abgerufen am 18. Mai 2015.