Sternsteinhof

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Filmdaten
OriginaltitelSternsteinhof
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1976
Länge125 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieHans W. Geißendörfer
DrehbuchHerman Weigel
Hans W. Geißendörfer
ProduktionLuggi Waldleitner für Roxy Film
MusikEugen Thomass
KameraFrank Brühne
SchnittPeter Przygodda
Besetzung

Sternsteinhof ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1976 nach dem gleichnamigen Roman von Ludwig Anzengruber. Die Regie führte Hans W. Geißendörfer. Der Film zeigt die sozialen und ökonomischen Verhältnisse in einer dörflichen Gemeinschaft in Niederbayern in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Die Darsteller sprechen den örtlichen Dialekt. Sternsteinhof erhielt 1976 zwei Auszeichnungen beim Deutschen Filmpreis und war Geißendörfers Durchbruch als Kinoregisseur.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schöne Leni, Tochter eines Tagelöhners, wurde früh Halbwaise und lebt mit ihrer Mutter in Armut. Sie wird vom ebenfalls armen Heiligenschnitzer Muckerl umworben. Selbstbewusst und darauf aus, dem Elend zu entkommen, will Leni aber die Aufmerksamkeit von Toni erregen. Tonis Vater ist Großbauer, ihm gehört der Sternsteinhof. In Dienst des Sternsteinhofbauers und durch dessen Verschulden starb einst Lenis Vater bei einem Arbeitsunfall. Toni ist mit der Tochter eines anderen Großbauern verlobt, wirbt aber dennoch um Leni. Er gibt ihr ein schriftliches Heiratsversprechen, schwängert Leni, heiratet sie aber nicht. Der Sternsteinhofbauer betreibt nun die Einberufung seines Sohnes zum Militärdienst, um die Mesalliance zwischen Toni und Leni zu verhindern. Leni heiratet daraufhin Muckerl.

Leni sieht später doch noch eine Chance, den zwischenzeitlich verwitweten Toni (seine Frau starb bei einer Geburt) zu heiraten und als Großbäuerin auf den Sternsteinhof zu ziehen. Während einer Lungenentzündung Muckerls im Winter öffnet sie die Fenster und entzieht ihm die schützende Bettdecke. Muckerl stirbt und die nun ebenfalls verwitwete Leni kann nun doch noch Toni heiraten. Toni fällt im Ersten Weltkrieg und Leni herrscht nun als Großbäuerin auf dem Sternsteinhof.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans W. Geissendörfers Kinodebüt wurde ab Oktober 1975 in Bad Griesbach im Rottal und im FSM Studio (München-Unterföhring) gedreht. Produktionsfirmen waren Roxy Film und der Bayerische Rundfunk. Die Uraufführung war am 16. März 1976, der Kinostart im Verleih Constantin Film drei Tage später.[1] 1977 lief der Film auf den Internationalen Filmfestspielen in Neu-Delhi und Moskau.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Handwerklich saubere Romanverfilmung, in der die sozialkritischen Aspekte der Vorlage im Mittelpunkt stehen.“

„Im Gegensatz zu den „kritischen Heimatfilmen“ der Zeit […] inszeniert Geißendörffer ein sattes Bauernmelodram mit guter Besetzung.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Filmpreis 1976
Filmbewertungsstelle Wiesbaden
  • Prädikat „besonders wertvoll“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sternsteinhof bei filmportal.de
  2. Sternsteinhof bei Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion, abgerufen am 23. Dezember 2012
  3. Sternsteinhof. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 23. Dezember 2012.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  4. Der Sternsteinhof bei Kino.de, abgerufen am 23. Dezember 2012