Stetten (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stetten
Stetten (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stetten hervorgehoben

Koordinaten: 48° 1′ N, 10° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Dirlewang
Höhe: 613 m ü. NHN
Fläche: 15,71 km2
Einwohner: 1421 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87778
Vorwahl: 08261
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 199
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstr. 19
87742 Dirlewang
Website: www.stetten-schwaben.de
Erster Bürgermeister: Uwe Gelhardt (parteilos)
Lage der Gemeinde Stetten im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Ortsteil Erisried von Südosten
Bauernhof in Stetten

Stetten ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dirlewang.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stetten liegt ca. 20 Kilometer östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Stetten und Erisried.

Die Gemeinde hat 5 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Abgegangen sind die Siedlungen Cuttiwanc, Glashütte, Weiherhaus und Wolfswanc.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stetten war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte zur Herrschaft Mindelheim, die im Besitz des Kurfürstentums Bayern war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde der bis dahin selbständige Ort Erisried eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0883 Einwohner[3]
  • 1970: 0965 Einwohner[3]
  • 1987: 1092 Einwohner
  • 1991: 1169 Einwohner
  • 1995: 1282 Einwohner
  • 2000: 1343 Einwohner
  • 2005: 1374 Einwohner
  • 2010: 1372 Einwohner
  • 2015: 1401 Einwohner
  • 2016: 1501 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.101 auf 1.414 um 313 Einwohner bzw. um 28,4 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[4]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
46,4 %
8,5 %
16,2 %
8,9 %
5,1 %
3,6 %
3 %
8,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
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  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
-19,8 %p
+0,7 %p
+11,3 %p
+5,2 %p
+0,8 %p
+1,2 %p
-0,4 %p
+1,0 %p

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister war bis zu seinem Tod im April 2019 Richard Linzing (CSU/unabhängige Bürger/Dorfgemeinschaft Erisried). Am 21. Juli 2019 wurde der bisherige 2. Bürgermeister Uwe Gelhardt (parteilos) zu dessen Nachfolger gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • CSU/Unabhängige Bürger: 8 Sitze (65,3 %)
  • Dorfgemeinschaft Erisried: 4 Sitze (34,7 %).

Die Mandatsverteilung zwischen den zwei Wahlvorschlägen ist unverändert gegenüber der Amtszeit 2014 bis 2020.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Stettenallgaeu.svg
Blasonierung: „In Rot eine eingeschweifte goldene Spitze, darin zwei schwarze Dreiberge; oben rechts zwei schräg gekreuzte silberne Pfeile, oben links ein silbernes Ulrichskreuz.“[5]

Das Gemeindegebiet war historisch immer Teil der Herrschaft Mindelheim. Deshalb wird im Gemeindewappen von Stetten auf die Herren von Frundsberg verwiesen, die seit dem 15. Jahrhundert bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1586 Inhaber der Herrschaft waren. Die zwei übereinanderstehenden Dreiberge stellen das Stammwappen der Frundsberg dar. Die beiden Pfeile als Attribut des heiligen Sebastian verweisen auf die Pfarrkirche von Stetten, das Ulrichskreuz steht für den Gemeindeteil Erisried und erinnert an den dortigen Kirchenpatron St. Ulrich.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Theodor Goerge aus Freising gestaltet und wurde am 15. September 1988 durch die Regierung von Schwaben genehmigt.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist rot-gold-schwarz gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im produzierenden Gewerbe 199 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 38 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 460. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 36 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 750 ha, davon waren 562 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof (2016)

Stetten verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Buchloe–Memmingen.

Über die Autobahnausfahrt Stetten ist der Ort mit der Bundesautobahn 96 verbunden. Darüber hinaus verlaufen unweit des Ortes die Bundesstraße 18 und die Bundesstraße 16.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 gab es zwei Kindertageseinrichtungen mit 67 Plätzen und 51 Kindern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Stetten in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
  4. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  5. Eintrag zum Wappen von Stetten (Schwaben) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte