Steuerbilanz

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Eine Steuerbilanz ist eine Aufstellung über das Betriebsvermögen unter Beachtung steuerlicher Grundsätze (speziell des Einkommensteuergesetzes). Mit ihr wird unter anderem der steuerliche Gewinn des bilanzierenden Unternehmens ermittelt (nach § 4 EStG, siehe auch Einkunftsarten). Das Gesetz selbst kennt allerdings den Begriff der Steuerbilanz nicht. Lediglich § 60 Abs. 2 S. 2 EStDV weist auf diesen Begriff hin. Dient eine Bilanz gleichzeitig als Handelsbilanz, weil sie sowohl steuerrechtlichen als auch handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften genügt, spricht man von einer Einheitsbilanz.

Die Steuerbilanz ist grundsätzlich in elektronischer Form als XBRL-Datensatz nach einer vom Bundesministerium der Finanzen aufgestellten Taxonomie an den Fiskus zu übermitteln (E-Bilanz). Aus der vom Bundesministerium veröffentlichten Taxonomie ergeben sich detaillierte Vorgaben zum Ausweis einzelner Bilanzpositionen. Der Detaillierungsgrad geht über das handelsrechtliche Gliederungsschema des § 266 HGB deutlich hinaus. Zur Überleitung einer reinen Handelsbilanz auf eine Steuerbilanz stehen im Rahmen des XBRL-Formates besondere Positionen zur Verfügung.

Bei der Steuerbilanz sind zum Beispiel in Deutschland die besonderen Vorschriften zur Absetzung für Abnutzung (AfA) zu beachten, die von den Bestimmungen in anderen Staaten abweichen. Auch unter anderen Aspekten können sich hier Unterschiede - etwa aus Sicht des Controlling eines Unternehmens.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Steuerbilanz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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